Telefonmarketing

31. Juli 2012 14:11; Akt: 31.07.2012 14:17 Print

Krankenkassen machen weiter Telefonterror

Mehr als jeder Zweite hat seit Anfang Jahr einen Werbeanruf für einen Kassenwechsel erhalten – auch mit Sterneintrag im Telefonbuch.

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Erhält man einen Werbeanruf, bleibt es oft nicht bei einem einzigen Telefonat. (colourbox.com)

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57 Prozent von 1200 vom Marktforschungsinstitut GfK im Juli befragten Personen haben seit Anfang Jahr von Kassen oder Telefonmarketing-Firmen Anrufe erhalten. Dies teilte der Internet-Vergleichsdienst comparis.ch mit, in dessen Auftrag die Umfrage durchgeführt wurde.

Unter den gegen 700 laut der Umfrage angerufenen Personen waren aber auch solche, die im Telefonbuch zum Schutz gegen unerwünschte Telefonwerbung ein Sternchen neben ihren Namen hatten setzen lassen. Gemäss dem seit 1. April geltenden Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) handeln Firmen unlauter, wenn sie jemanden mit Sterneintrag zu Werbezwecken anrufen.

Erhält man einen Werbeanruf, bleibt es oft nicht bei einem einzigen Telefonat. Von den Befragten, die per Telefon von einer Kasse oder einem Makler kontaktiert worden sind, gibt jeder Zweite an, drei oder mehr Anrufe erhalten zu haben.

Zwei Kassen sind besonders eifrig

comparis.ch hat auch untersucht, wer für die Werbeanrufe verantwortlich ist. 31 Prozent der Befragten, die ein Werbeanruf zur Grundversicherung erhalten haben, geben an, dass eine Krankenkasse sie kontaktiert hat. 42 Prozent sind von jemand anderem wie zum Beispiel einem Makler angerufen worden und 37 Prozent wissen nicht, wer sie in wessen Auftrag angerufen hat.

Bei der Frage, welche Krankenkasse sie angerufen habe, nennen die Befragten vor allem zwei Kassen: 18 Prozent der Nennungen entfallen auf eine Kasse der Groupe Mutuel und 16 Prozent auf eine Krankenkasse der Helsana-Gruppe. Diese beiden Kassengruppen sind bereits Ende 2011 am häufigsten genannt worden.

Vereinbarung der Krankenkassen

Die Krankenkassen in der Schweiz haben sich vor rund einem Jahr Beschränkungen für die oft als lästig empfundene Telefonwerbung auferlegt. Im ersten Jahr mit der Beschränkung hat ihr Dachverband santésuisse 125 Verstösse registriert.

Der Branchenverband hatte insgesamt 356 Beschwerden erhalten. Davon wurden 125 als Verstösse identifiziert, wie er am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA mitteilte. Zwei von drei Verstössen gingen auf so genannte wilde Makler zurück, die von sich aus Kunden kontaktierten, ohne eine Kasse zu nennen.

(whr/sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mesut.. am 01.08.2012 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neutral

    Was habt ihr eigentlich gegen Beratern? Die müssen ja auch wie jeden jeden tag arbeiten..

    • Roko am 01.08.2012 22:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Frech und störend

      Wenn mann einen Berater braucht dann sucht mann sich selber einen, es ist aufdringlich und störend. Und seien wir mal ehrlich wer ruft schon jemanden an wenn der jenige nicht profitieren möchte? keiner!!!!

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  • Giada am 01.08.2012 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auflösung !

    Meine "Methode" ist das ich sie versteckt nerve :) z.b : Wir haben was neues und blablabla dann sag ich : ahh okey ich hab nicht ganz verstanden...?! Und ich lasse sie 100 x erklären dann hab ich immer meine Unterhaltung Ich freue mich schon auf das nächste Opfer ;-)

    • Tricki am 01.08.2012 23:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Früher mal

      Ich hab das auch mal ne Weile gemacht, jetzt lege ich einfach das Telefon hin und lass sie sich ausplappern :D

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  • Ex-Call Agent am 01.08.2012 11:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Teilweise aggressive Methoden

    Habe schon bei Firmen gearbeitet, wo es um Umfragen ging. Es ist wirklich so, dass man stark unter Druck gesetzt wird keine "Verweigerer" zu haben. Es gibt Angestellte, die sich bewusst mit "bis zum nächsten Mal" verabschiedet haben, damit man angeblich wieder anrufen darf. Hat man dann viele Verweigerer, wird man gleich zum Chef ins Büro zitiert! Schlimm solche Zustände und das noch bei solch tiefen Löhnen! :-( Gott sei Dank arbeite ich dort nicht mehr.

    • Markting am 02.08.2012 15:49 Report Diesen Beitrag melden

      Neue Gesetzt wird nicht eingehalten

      Es gibt leider einige schwarzen Schafe in der Call Center Branche und der Call Center Verband lässt Sie gewähren und schadet damit der ganzen Branche und verärgert nur die Kunden

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  • Joyce am 01.08.2012 11:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur wegen Comparis

    Interessant!! Ich habe nie lästige Anrufe erhalten, hatte Stern im Tel. buch etc. bis zum Zeitpunkt als ich Comparis für einen Versicherungsvergleich genutzt habe... Da fingen die lästigen Amrufe an. So wie es aussieht gibt Comparis Daten an dritte weiter. - wo man Kohle machen kann, wird leider Kohle gemacht. Also mein Tip: Vorsicht mit Comparis...

    • Christine am 01.08.2012 11:37 Report Diesen Beitrag melden

      Nein, Joyce ... nicht Comparis

      Mir hat eine Firma, welche die Listen weitergibt, bestätigt, dass sie diese von Swisscom erhalten hat!

    • Milena am 01.08.2012 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Datenschutz...

      Man kann ganz legal Adressen kaufen ...

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  • Lola am 01.08.2012 09:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfacher tipp

    Kein Hometelefon und nur das Handy benutzen. Ist ja heute auch fast günstiger und man wird bestimmt nicht belästigt.