Quartalsergebnis

21. April 2011 09:17; Akt: 21.04.2011 15:44 Print

Apple in neue Höhen katapultiert

Apple hat dank des Erfolgs des iPhone den Umsatz des Konzerns im ersten Quartal um mehr als 80 Prozent auf 24,67 Milliarden Dollar gesteigert.

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Wie wird die fünfte iPhone-Generation aussehen und wann kommt das neue Apple-Smartphone auf den Markt? 20 Minuten Online präsentiert fortlaufend die interessantesten Gerüchte. Die jüngsten Spekulationen drehen sich um die Kamera des iPhone 5: Angeblich könnte es ein 8-Megapixel-Sensor aus dem Hause Sony sein. Dies wird aus einer unbedachten Äusserung von Sony-Chef Howard Stringer gegenüber dem Wall Street Journal geschlossen. Die taiwanesische Firma Foxconn fabriziert das iPhone 5 im Auftrag von Apple. Noch sind keine Bilder des neuen Smartphones nach aussen gedrungen. Der US-Blog 9to5mac.com zeigt ein iPhone 4 mit Alu-Cover. Dieses Bild kommt dem Metallgehäuse des neuen iPhone 5 angeblich sehr nah. Tatsächlich soll die fünfte Generation des Apple-Smartphones in vielen Aspekten an das aktuelle Modell der vierten Generation erinnern. Das fängt bei der Grösse des Smartphones an, die gleich bleiben soll. Zum Nachfolger des Retina-Displays sind noch überhaupt keine technischen Angaben bekannt. Hingegen steht fest, dass ein A5-Dualcore-Prozessor im Gerät verbaut wird. Das kratzfeste Display des iPhone 5 soll deutlich grösser werden als der Bildschirm des jetzigen Modells und damit zur Android-Konkurrenz aufschliessen. Anstatt 3,5 Zoll wie beim iPhone 4 sollen es 4 Zoll sein. Bis jetzt ist kein weisses iPhone 4 in den Handel gekommen. So mehren sich die Gerüchte über ein weisses iPhone 5, das frühstens im Juni, eventuell aber auch erst im Herbst vorgestellt werden könnte. Bis das Smartphone in der Schweiz auf den Markt kommt, wird es noch länger dauern. Noch nicht geklärt ist die Frage, ob Apple die NFC-Technologie bereits ins iPhone 5 integrieren wird. Dank Near Field Communication soll das mobile Bezahlen mit dem Smartphone möglich werden. Apple sei intensiv am Testen, berichtet Cult of Mac.

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Der Erfolg des iPhone hat den Überflieger Apple in neue Höhen katapultiert. Der weltgrösste Technologiekonzern brachte binnen drei Monaten fast 18,7 Mio. seines begehrten Smartphone-Trendsetters an die Kunden - mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor.

Auch bei den Mac-PCs floriert das Geschäft, so dass das kalifornische Unternehmen seinen Nettogewinn auf knapp sechs Milliarden Dollar fast verdoppeln konnte.

Schlappe beim iPad

Verschmerzen muss das erfolgsverwöhnte Unternehmen dagegen eine Schlappe beim iPad: Der Konzern verkaufte in dem Quartal bis März weniger der marktdominierenden Tablet-Computer als erwartet.

Apple könne die überwältigende Nachfrage nach dem jüngst überarbeiteten Produkt derzeit einfach nicht bedienen, erklärte Manager Tim Cook. Der Stellvertreter des erkrankten Konzernchefs Steve Jobs wagte keine Prognose, wann iPad-Angebot und -Nachfrage wieder in Einklang kommen.

«Wir haben jedes iPad 2 verkauft, das wir herstellen konnten, und die Nachfrage war verblüffend», sagte Apple-Finanzchef Peter Oppenheimer. Der Absatz von knapp 4,7 Mio. Geräten blieb etwas zurück.

Apple hat die Nase vorn

Dennoch gehen viele Experten davon aus, dass Apple nach Mac, iPod und iPhone auch auf dem sich gerade erst entwickelnden Markt für Tablet-Computer längst seinen Siegeszug angetreten hat: Während der Konzern bereits mit der zweiten Generation in den Läden ist, kommen Konkurrenzprodukte wie das PlayBook von Research in Motion nun erst auf den Markt.

Apple hält 80 Prozent des wachstumsstarken Segments, in dem auch Rivalen wie Motorola und Samsung um Käufer buhlen.

Jobs bald wieder mit an Bord

Der Konzern sieht seinen Erfolgskurs auch nicht durch das Erdbeben in Japan gefährdet. Der Umsatz habe zwar etwas gelitten, was sich aber letztlich nicht in der Bilanz niedergeschlagen habe, teilte Apple mit. Cook legte als Vertretung von Konzernchef Jobs am Mittwoch seine erste Quartalsbilanz vor. Apples Erfolg wird in wesentlichem Masse seinem Mitgründer Jobs zugeschrieben. Viele Apple-Jünger waren mehr als verunsichert, als sich der charismatische Jobs im Januar krankheitsbedingt vom Tagesgeschäft zurückzog.

Stellvertreter Cook betonte nun, Jobs spiele eine aktive Rolle bei wichtigen Entscheidungen. Seine Mitarbeiter sähen ihn regelmässig. «Ich weiss, dass er so schnell wie möglich Vollzeit zurückkommen will.»

Massiv mehr Gewinn

Doch das Geschäft entwickelt sich auch in Jobs Abwesenheit prächtig: Der Gesamtumsatz legte im abgelaufenen zweiten Quartal um 83 Prozent auf 24,7 Mrd. Dollar zu. Damit übertraf Apple die Erwartungen der Analysten - wie auch beim um 95 Prozent gestiegenen Gewinn von genau 5,99 Mrd. Dollar (6.40 Dollar je Aktie).

Für das laufende dritte Geschäftsquartal rechnet Apple - bekannt für seine zurückhaltenden Ausblicke - bei einem Umsatz von etwa 23 Mrd. Dollar mit einem Gewinn je Aktie in Höhe von 5.03 Dollar.

Im vierten Quartal wird mit einem neuen iPhone gerechnet: Kreisen zufolge soll das nächste Modell im September kommen und über einen deutlich schnelleren Prozessor verfügen.


(sda)