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Neue Statistik
05. März 2012 10:57; Akt: 05.03.2012 11:16 Print
Ein Drittel mehr Grenzgänger seit 2006
Sie arbeiten in der Schweiz, aber sie leben im Ausland. Das Grenzgänger-Modell scheint immer beliebter zu werden. In den letzten fünf Jahren ist ihre Zahl um ein Drittel gestiegen.
Die Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger ist in den letzten fünf Jahren um ein Drittel auf
Gemäss der Grenzgängerstatistik stieg die Zahl der Personen, die im grenznahen Ausland leben und täglich in die Schweiz zur Arbeit kommen, von
Innert Jahresfrist - von Ende 2010 auf Ende 2011 - stieg die Grenzgänger-Zahl um 11,5 Prozent. Eine ähnlich starke Zunahme war zuletzt 2006 zu beobachten (plus 9,2 Prozent).
Stärker gewachsen als Gesamtzahl der Erwerbstätigen
Die Grenzgänger-Zahl schwankt mit der konjunkturellen Entwicklung und der Gesamtzahl der Erwerbstätigen. Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen in der Schweiz wuchs 2006 bis 2011 allerdings nur um 8,8 Prozent auf 4,73 Millionen.
Überdurchschnittlich stark stieg die Grenzgänger-Zahl in den letzten fünf Jahren bei den Bürokräften an (um über 71 Prozent). Bei den Hilfsarbeitskräften wuchs sie um 67 Prozent, bei den Führungskräften um 52 Prozent.
Der Anstieg bei den Hilfsarbeits- und Führungskräften geht einher mit der generellen Steigerung der Erwerbstätigen in diesen Kategorien. Dagegen ging die Gesamtzahl der Erwerbstätigen in der Kategorie Bürokräfte im Fünfjahresvergleich um 11,5 Prozent zurück.
Grenzgängerinnen und Grenzgänger üben tendenziell weniger gut qualifizierte Berufe aus. Klar untervertreten sind sie bei den akademischen Berufen.
Genferseeregion mit meisten Grenzgängern
Vier Fünftel der Grenzgänger sind in drei Grossregionen tätig: Ein Drittel arbeitet in der Genferseeregion, ein Viertel in der Nordwestschweiz (um Basel) und ein Fünftel im Tessin. Im Tessin sind allerdings knapp ein Viertel aller Erwerbstätigen Grenzgänger, in der Genferseeregion und in der Nordwestschweiz sind es rund ein Zehntel.
40 Prozent arbeiten in der Industrie, knapp 60 Prozent im Dienstleistungsbereich und weniger als 1 Prozent in der Landwirtschaft. Grenzgängerinnen und Grenzgänger sind stärker als der Durchschnitt der Erwerbstätigen in der Industrie vertreten. Von allen Erwerbstätigen arbeiten in der Schweiz nur knapp ein Viertel im zweiten Sektor.
Mehr als die Hälfte aller Grenzgängerinnen und Grenzgänger kommt aus Frankreich. Aus Deutschland und Italien kommen jeweils etwas mehr als ein Fünftel, nur etwas über drei Prozent kommen aus Österreich.
(sda)
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Was einmal gesagt werden muss!
Ich bin seit 30 Jahren Auslandsschweizer und gehe seit 2007 einer Grenzgängertätigkeit nach. Es ist erschreckend, mit welchen Vorurteilen und ohne Wissen über das bilaterale Abkommen zwichen DE und CH hier Meinungen mit populistischem Hintergrund niedergeschrieben werden. Der Grenzgängerer bezahlt Quellensteuer in der Schweiz und hat gleichzeitig Steuern in DE zu entrichten. Keine Angst, der Eurokurs wird auch vom deutschen Finanzamt berücksichtigt und angepasst. Es gibt auf keiner Seite Vorteile, Schweiz = niedrige Steuern, hohe Lebenskosten, DE = hohe Steuern, niedrigerer Lebenskosten!
Freie Marktwirtschaft
Die Unternehmer machen die Löhne kaputt, nicht der Grenzgänger der auch wie fast die meisten nur auf sich schaut und sein Geldbeutel. Wer das klassische Familienmodell in Zürich praktizieren möchte mit zwei Kindern, muss seine 8000 Franken nach Hause bringen. Leider sind wir ja keine Menschen mit einem Grundwert sondern Produkte in der Freien Marktwirtschaft. Ich sehe hier das übel, nicht bei den Grenzgängern
Grenzgänger
... werden doppelt besteuert. Sie zahlen hier die Quellensteuer die ihnen bei der Steuererklärung in ihrem Heimatland gutgeschrieben wird. Der Lohn wird nicht durch die Arbeitnehmer gedrückt, sondern durch die Arbeitgeber.