Auslagerung

15. Januar 2013 16:54; Akt: 15.01.2013 16:54 Print

Pilatus will in China produzieren

Der Stanser Flugzeugbauer Pilatus will in China Flugzeugteile produzieren, allerdings nur für Maschinen, die dort verkauft werden.

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Der Flugzeugbauer Pilatus mit Hauptsitz in Stans beschäftigt rund 1400 Mitarbeitende. (Bild: Keystone)

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Der Flugzeughersteller Pilatus will seine Propellerflugzeuge künftig auch in China verkaufen. Die Schweizer Firma verhandelt deshalb mit einem chinesischen Partner über eine Zusammenarbeit. Die Verhandlungen über einen Joint-Venture-Vertrag seien im Gang, noch liege aber keine unterzeichnete Vereinbarung vor, teilte die Pilatus Flugzeugwerke AG am Dienstag mit. Genauere Angaben zum Verhandlungspartner machte Verwaltungsratspräsident Oscar J. Schwenk in dem Schreiben nicht.

Pilatus will ihre Flugzeugtypen Pilatus Porter PC-6 und die Turbopropmaschine PC-12 künftig auch auf dem chinesischen Markt absetzen. Explizit ausgenommen sind gemäss Mitteilung die Herstellung und der Verkauf von militärischen Trainingsflugzeugen (PC-21, PC-9 M und PC-7 MkII) in und nach China.

Pilatus will in China auch Flugzeugteile produzieren, allerdings nur für Maschinen, die dort verkauft werden. Konkret geht es um die Fertigung einzelner Komponenten und die Endausrüstung von PC-6- und PC-12-Flugzeugen. Eine Verlagerung der Flugzeugproduktion von Stans nach China sei für Pilatus undenkbar, heisst es weiter.

Falschmeldungen

Pilatus reagierte mit der Ankündigung auf Medienberichte im In- und Ausland in den vergangenen Wochen. Darin hatte es geheissen, Pilatus habe im Dezember im chinesischen Inland in der Chongqing Liangjiang New Area einen Produktionsstandort in Betrieb genommen und mindestens zwei PC-6 Übungsmaschinen an chinesische Sportbehörden ausgeliefert. Den Berichten zufolge will Pilatus 400 Millionen Franken in China investieren.

Ein Pilatus-Sprecher sagte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, es handle sich bei den Berichten um Falschinformationen und Übersetzungsfehler. Weiter wollte sich der Sprecher nicht äussern. Die genannte Investitionssumme entbehre jeglicher Grundlage, liess das Unternehmen verlauten.

Die Pilatus Flugzeugwerke stellen einmotorige Turbopropellerflugzeuge her. Der Flugzeugbauer mit Hauptsitz in Stans beschäftigt rund 1400 Mitarbeitende. Zur Pilatus-Gruppe zählen Tochtergesellschften für Produktion, Unterhalt und Verkauf in Altenrhein SG, Broomfield USA und Adelaide in Australien.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Abalon am 15.01.2013 17:12 Report Diesen Beitrag melden

    Gier bis zum Untergang

    Toll, es machen alle die gleichen Fehler. Alles nach China, die Chinesen wirds freuen. Bringt euer know how ruhig nach China, die Chinesen kann niemand kontrollieren, selbst wenn haufenweise CH Leute vor Ort sein sollten. Nach 3 jahren ist das know how weg. So geschehen bei dutzenden Firmen wie z.B auch Sulzer, ABB und viele andere. Aber eben, die Gier nach immer noch mehr wird ihre Sinne vernebeln.

  • A.S. am 15.01.2013 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Hallo Leute aufwachen!

    natürlich, bis die Chinesen fertig sind mit kopieren, dann werfen die billigere Flugzeuge auf den Markt und hier geht der Laden zu, weil zu teuer. In anderen Sparten machen die uns das ja schon vor (zB. Solar-Industrie) Hallo Leute aufwachen!

    einklappen einklappen
  • peter bob am 15.01.2013 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    Super Idee

    Nicht nur Arbeit sondern auch wieder einmal Know how exportiert! Nur weiter so Schweizer.

Die neusten Leser-Kommentare

  • A.S. am 15.01.2013 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Hallo Leute aufwachen!

    natürlich, bis die Chinesen fertig sind mit kopieren, dann werfen die billigere Flugzeuge auf den Markt und hier geht der Laden zu, weil zu teuer. In anderen Sparten machen die uns das ja schon vor (zB. Solar-Industrie) Hallo Leute aufwachen!

    • Alex von Steiger am 15.01.2013 17:38 Report Diesen Beitrag melden

      Nachbau

      Das hätten sie schon lange tun können. Flugzeug kaufen, heim fliegen, auseinander nehmen und nachbauen.

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  • peter bob am 15.01.2013 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    Super Idee

    Nicht nur Arbeit sondern auch wieder einmal Know how exportiert! Nur weiter so Schweizer.

  • Abalon am 15.01.2013 17:12 Report Diesen Beitrag melden

    Gier bis zum Untergang

    Toll, es machen alle die gleichen Fehler. Alles nach China, die Chinesen wirds freuen. Bringt euer know how ruhig nach China, die Chinesen kann niemand kontrollieren, selbst wenn haufenweise CH Leute vor Ort sein sollten. Nach 3 jahren ist das know how weg. So geschehen bei dutzenden Firmen wie z.B auch Sulzer, ABB und viele andere. Aber eben, die Gier nach immer noch mehr wird ihre Sinne vernebeln.