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Schwierig zu vermieten
06. September 2012 12:14; Akt: 06.09.2012 14:33 Print
Gähnende Leere in Luxus-Wohnungen
In weiten Teilen der Schweiz herrscht Wohnungsnot. Dennoch gibt es ein Segment, in dem Wohnraum zu haben ist: Die Zahl der freien Grosswohnungen hat um 16 Prozent zugenommen.

Am stärksten wuchs die Zahl freier Wohnungen mit sechs und mehr Zimmern, nämlich um 15,9 Prozent. (Bild: colorbox.com)
Die Zahl der leerstehenden Wohnungen hat sich in der Schweiz innert Jahresfrist kaum erhöht. Wie das Bundesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte, standen am Stichtag 1. Juni 38 920 Wohnungen leer. Das waren 0,94 Prozent und damit gleichviel wie vor einem Jahr.
Gegenüber dem Vorjahr waren mehr Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen leer. Am stärksten wuchs die Zahl freier Wohnungen mit sechs und mehr Zimmern, nämlich um 15,9 Prozent.
Obwohl sich die Leerwohnungsquote nicht änderte, waren immerhin 500 Wohnungen mehr leer, als am 1. Juni 2011. Die wenigsten Wohnungen standen im Kanton Genf leer. Die Leerwohnungsziffer lag dort bei 0,33 Prozent - ein eindeutiges Indiz für Wohnungsnot. Am meisten leere Wohnungen wies der Kanton Solothurn mit 1,98 Prozent aus.
Weniger leere Wohnungen in Zürich
In den Grossräumen Zürich und Espace Mittelland verknappte sich der Wohnraum weiter. Der Anteil freier Logis sank im Mittelland von 1,32 auf 1,26 Prozent, in Zürich verringerte sich die Zahl von 0,65 auf 0,56 Prozent.
In den übrigen Grossregionen stiegen die Leerstände indessen. 15 Kantone verzeichneten steigende Leerwohnungsziffer. Den stärksten Anstieg von 1 auf 1,57 Prozent registrierte Nidwalden.
Leere Einfamilienhäuser
Auf die Art der Unterkünfte bezogen gab es den höchsten Anstieg der Leerständen bei den Einfamilienhäusern. Das Bundesamt für Statistik zählte 4740 leere Heime, 4 Prozent mehr als am 1. Juni 2011. Die Zahl unbewohnter Neubauwohnungen stieg um 2 Prozent auf 4960.
30 920 Mietwohnungen standen leer, eine Zunahme um 100 Einheiten. Die Zahl der zum Kauf angebotenen leeren Wohnungen nahm seit dem letztjährigen Stichtag um 5 Prozent auf 8010 zu.
Wohnungsnot
Für den Deutschschweizer Mieterverband ist klar, dass in weiten Teilen der Schweiz Wohnungsnot herrscht. Wie Geschäftsführer Peter Macher auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte, ist der Wohnungsmarkt bei einem Leerwohnungsanteil von 1,5 Prozent als entspannt zu bezeichnen.
In den Ballungsräumen liege die Quote weit darunter und die Mieten seien entsprechend hoch. Entspannte Wohnungsmärkte gemäss Mieterverband gab es anfangs Juni neben Solothurn nur in den Kantonen Neuenburg, Jura, Aargau, Appenzell Ausserrhoden und Nidwalden.
(sda)
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Es ist richtig so...
Wohnungen sollte man für Jedermann/Frau bauen, komfortabel, ohne Extravaganzen, zu einem bezahlbaren Mietzins. Ich stelle mich vor: Eine 4 - 4 1/2-Zimmer-Wohnung bis zu 1800 CHF/monatlich. Alles was darüber ist, sehe ich als Wucher- und fantasie-Preise!
so nicht festzumachen
Das hängt deutlich vom Einkommen ab. In den Ballungszentren verdienen die Leute auch deutlich mehr als auf dem Land. Ihre 1800 Franken wären in einigen Ortschaften unbezahlbar.
Der Referenzzinssatz für Wohnungsmieten
ist immer noch auf dem Rekordtief von 2,25 Prozent. Die Mieter sollten die Senkung ihres Mietzinses verlangen, sofern eine Anpassung nicht freiwillig vom Vermieter vorgenommen wurde. Denn: sobald die Marktzinsen steigen, werden die Vermieter die Mietzinsen erhöhen. Das wird die Gerichte und Schlichtungsstellen beschäftigen. Viele Vermieter werden zudem die Mieterwechsel ausnützen, um Kraft den gesetzlichen Möglichkeiten die Wohnungsmieten zu erhöhen.
Wohnungen nach Bedarf bauen
Wohnungen sollten bezüglich Grösse halt nach Bedarf gebaut werden. Diese übergrossen Lofts und Wohnungen zum Bsp. aus ehemaligen Bürogebäuden sollten nur auf Bestellung gebaut werden. Denke, wenn beim Wohnungsbau mehr auf den Bedarf anstatt maximalen Profit geschaut würde, wären die Wohnungen zahlbarer ...