Deutschland

01. Oktober 2016 05:47; Akt: 01.10.2016 05:47 Print

Media-Markt liefert Päckli mit dem Roboter aus

Als erster Elektrohändler testet Media-Markt in Deutschland einen Roboter für den Lieferdienst von Paketen. Die Schweizerische Post nutzt bereits dasselbe Modell.

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Hier überquert ein Media-Markt-Roboter der Firma Starship Technologies in Düsseldorf die Strasse. Transportieren kann das Gerät alles, was weniger als 10 Kilogramm wiegt und im Lieferfach Platz hat. Der Elektronikhändler testet die sechsrädrigen Express-Zusteller ab sofort in einem Pilotprojekt, um Kunden im Radius von fünf Kilometern um die Media-Markt-Filiale Eilbestellungen zuzustellen. Und so funktionierts: Kunden, die in Düsseldorf eine Expresslieferung nutzen und im Einzugsbereich des Testgebiets wohnen, müssen künftig ihre Handynummer angeben, denn diese ist nötig, um den Kunden zu informieren, wenn der Roboter vor der Tür steht. Zudem erhält der Empfänger zur Verifizierung eine Benachrichtigung auf sein Smartphone, um den Deckel des Roboters zu entriegeln und die Bestellung zu entnehmen. Der Einsatz von Lieferrobotern ist aus Sicht von Media-Saturn eine gute Möglichkeit, Kunden künftig Lieferungen in nahezu Echtzeit anzubieten. Die Auslieferung dauert laut Media-Markt - der Roboter fährt in Schrittgeschwindigkeit - zwischen 30 Minuten und drei Stunden. Media-Markt testet dasselbe Modell, das bereits von der Schweizerischen Post eingesetzt wird. Post-Logistics-Chef Dieter Bambauer präsentiert seine neuen «Angestellten» diesen August in Bern. Seit September testet die Post den Einsatz von Lieferrobotern. Sie können Pakete von bis zu 10 Kilogramm über eine Distanz von rund 6 Kilometern befördern. Die Lieferroboter werden die Paketzustellung punktuell ergänzen. Konkrete Einsatzgebiete der Roboter sieht die Post bei Spezialsendungen, die flexibel, schnell und günstig in einer lokalen Umgebung ausgeliefert werden müssen. Die Navigation der Roboter erfolgt über eine Mischung aus Ortungssignalen (z. B. GPS) und Erkennung der Umgebung über neun Kameras. An heiklen Stellen und bei Unsicherheiten wird ein sogenannter Remote-Operator hinzugeschaltet, um den Paketroboter aus der Distanz zu steuern. Zum Einsatz kommen Roboter des Herstellers Starship Technologies. Der Sitz der Firma ist in London, die Ingenieure sitzen aber in Estland, woher auch die Firmengründer stammen.

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Im Düsseldorfer Stadtteil Grafental könnten Passanten auf dem Gehsteig seit heute auf einen Roboter treffen, der für Media-Markt Pakete bringt. Der Elektronikhändler testet die sechsrädrigen Express-Zusteller ab sofort in einem Pilotprojekt, um Kunden im Radius von fünf Kilometern um die Media-Markt-Filiale Eilbestellungen zuzustellen. Der Roboter stammt von der estnischen Firma Starship. Es handelt sich dabei laut «Handelszeitung»um dasselbe Modell, das bereits von der Schweizerischen Post eingesetzt wird.

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Während der Testphase muss der Roboter von einer Aufsichtsperson begleitet werden. Das sei eine Auflage der Behörde. Media-Markt setzt vorerst zwei Roboter für Auslieferungen ein. Insgesamt sind derzeit bereits 30 Roboter der Firma Starship in Betrieb – drei davon im Dienste der Schweizerischen Post. Und in London fahren die Geräte über die Bürgersteige, um Essen auszuliefern.

Ziel: Lieferung in Echtzeit

Der Einsatz von Lieferrobotern ist aus Sicht von Media-Saturn eine gute Möglichkeit, Kunden künftig Lieferungen in nahezu Echtzeit anzubieten: «Die Lieferung zum Wunschtermin sowie Schnelligkeit werden immer wichtiger in unserem Lieferprozess», sagt Martin Wild, Chief Digital Officer der Media-Saturn-Unternehmensgruppe.

Und so funktionierts: Kunden, die in Düsseldorf eine Expresslieferung nutzen und im Einzugsbereich des Testgebiets wohnen, müssen künftig ihre Handynummer angeben. Denn diese ist nötig, um den Kunden zu informieren, wenn der Roboter vor der Tür steht. Zudem erhält der Empfänger zur Verifizierung eine Benachrichtigung auf sein Smartphone, um den Deckel des Roboters zu entriegeln und die Bestellung zu entnehmen. Transportieren kann das Gerät alles, was weniger als 10 Kilogramm wiegt und im Lieferfach Platz hat. Die Auslieferung dauert laut Media-Markt – der Roboter fährt in Schrittgeschwindigkeit – zwischen 30 Minuten und drei Stunden.

(dv)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Globo am 01.10.2016 06:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Haha

    so ein Quatsch! Schon mal was von Velokurieren gehört? "Bis 10 Kilo" schaffen die auch, und sind sicher schneller am Ziel.

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  • Mirco P. am 01.10.2016 06:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Absurd

    Das ist doch ein Witz oder? Was ist, wenn ich so einen blöden Kasten als Autofahrer übersehe? Heisst der Slogan dann, ich bremse auch für die Post? Nein, das ist langsam alles absurd.

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  • Rc-Kuh am 01.10.2016 06:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das wird lustig....

    aber eben nicht Autonom ..... das kommt gut im Wallis hatten wir ja schon ein Müsterchen von Autonomen Fahrzeugen....unsere Katzen haben bald ein Gratis Taxi

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Perspektiv Los am 02.10.2016 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeitslose bestellen weniger

    Mit der Automatisierung von Prozessen gehen immer mehr Arbeitsplätze verloren. Das Geld fliesst in die Taschen weniger Investoren statt in die Lohntüte vieler ArbeitnehmerInnen. Wir graben uns damit das eigene Grab!

  • TE am 02.10.2016 15:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zukunft ist rosa

    Nimmt mich wunder wie lange es dauert bis ein Artikel erscheint "Media Markt Lieferwagen auf offener Strasse von Unbekanntem überfallen" :))))))

  • Peter Odermatt am 02.10.2016 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Was wird mir da geschenkt?

    Wenn ich einen treffe nem ich in mit und spiele Wundertüte.

  • Fritz the cat am 02.10.2016 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hausdiener

    Super. Ich werde das Teil nach Hause nehmen und zuvor in Alu einpacken zwecks Ortungsprobleme.

  • Jenny am 02.10.2016 12:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir drehen durch

    Mein Grossvater sagte immer, die gesunden Menschen sitzen in der Irrenanstalt und die verückten laufen frei herum. Mehr sage ich nicht dazu.

    • Bartli am 02.10.2016 20:38 Report Diesen Beitrag melden

      Sagen viele Bücher

      Mit wenigen Ausnahmen haben Sie nicht ganz unrecht Jenny. So lange die Irren drausen unauffällig, anerkannt oder geduldet funktionieren, stört es niemanden. Kummer bereiten mir all die Psychopathen, welche allgemein als gesund und intelligent gehalten werden, teils auch hohe Entscheidungs-/Befugnisgewalt haben. Diese haben direkten Einfluss auf Gesellschat und Wirtschaft.

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