WEF-Award

19. Januar 2016 20:41; Akt: 20.01.2016 17:52 Print

DiCaprio wettert am WEF gegen die Gier

In Davos sind vier Künstler, die sich für eine bessere Welt einsetzen, geehrt worden. US-Schauspieler Leonardo DiCaprio redete den Wirtschaftsgrössen ins Gewissen.

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Die Gesellschaft könne die Welt verändern, sagte US-Aussenminister John Kerry im Kongresszentrum in Davos. (22.1.2016) Laut einer WEF-Studie sind weltweit wenig Frauen in Führungspositionen zu finden. Ist im Verwaltungsrat von mehreren Firmen: Carolina Müller-Möhl in Zürich. (18. Juni 2010) Johann Schneider-Ammann (hier mit Wikipedia-Gründer Jimmy Wales) hat am WEF mit General-Electric-Chef Steve Bolze über den Alstom-Stellenabbau gesprochen. (21.1.2016) Bundesrat Didier Burkhalter und US-Aussenminister John Kerry führten Gespräche in Davos. Syrien-Verhandlungen in Genf seien möglich, allerdings mit Verspätung, so Burkhalter. (21.1.2016) «Wir müssen mit dem Gefühl leben, dass Europa auseinanderbrechen könnte»: Der französische Premierminister Manuel Valls (l.) neben Alexis Tspiras, Griechenlands Premier. (21.1.2016) US-Vizepräsident Joe Biden sprach am WEF über die Risiken, die die Wirtschaft 4.0 für die Mittelklasse bedeutet. (20.1.2016) Bundespräsident Johann Schneider-Ammann sprach in seiner Eröffnungsrede am WEF über die Bedeutung von Arbeit und des Unternehmertums als Grundlage moderner Gesellschaften. (20.1.2016) Wurde für seinen Einsatz gegen den Klimawandel geehrt: US-Schauspieler Leonardo DiCaprio forderte die anwesenden Wirtschaftsgrössen und Politiker am WEF in Davos auf, ihn dabei zu unterstützen. (19.1.2016) Black-Eyed-Peas-Frontmann William Adams unterstützt Kinder, um ihnen eine Schulbildung zu ermöglichen, und erhielt dafür ebenfalls den Crystal Award des WEF in Davos. (19.1.2016) Crystal-Award-Gewinnerin Yao Chen, chinesische Schauspielerin, nutzt ihre Bekanntheit, um auf Umweltverschmutzung hinzuweisen. Sie hat 78 Millionen Follower auf dem chinesischen Pendant zu Twitter. (19.1.2016) Hilde Schwab, Mitbegründerin des WEF, übergibt dem Skulpturenkünstler Ólafur Elíasson seinen Preis. Dieser weist in seinen Werken auf Umwelt- und soziale Probleme hin. (19.1.2016) Zwei Tage vor Beginn des 46. Weltwirtschaftsforums: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Rund 2500 Politiker und Geschäftsleute werden in Davos erwartet, darunter auch mehr als 40 Staatschefs. (18. Januar 2016) Ein Soldat der Schweizer Armee patrouilliert vor dem Kongresszentrum. (18. Januar 2016) Polizisten sichern das Gelände rund um den Veranstaltungsort. (18. Januar 2016) Zwei Tage vor WEF-Beginn ist US-Vizepräsident Joe Biden (l.) bereits angereist. Bundespräsident Johann Schneider-Ammann begrüsst den hohen Gast am Flughafen Zürich. (18. Januar 2016) Joe Biden (3. v. r.) besucht die Schweiz mit seiner Ehefrau Jill Biden (r.). (18. Januar 2016) Das Flugzeug des US-Vizepräsidenten. Biden leitet die US-Delegation am WEF. (18. Januar 2016) Begleitet wurde Bidens Maschine von einem Black-Hawk-Helikopter. (18. Januar 2016)

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Vier Künstler, die sich für eine bessere Welt einsetzen, sind in Davos mit dem Crystal Award des Weltwirtschaftsforums (WEF) ausgezeichnet worden. Unter den Geehrten waren der Schauspieler Leonardo DiCaprio und der Musiker William Adams, Frontmann der Black Eyed Peas.

Seine Karriere hatte ihren Anfang in East Los Angeles genommen – einer üblen, von Kriminalität geprägten Gegend, wie sich der Künstler in seiner Dankesrede erinnert. Seine Mutter sei sehr streng gewesen. «Ich hatte vor ihr mehr Angst als vor den Gangs in der Gegend», sagte der unter dem Künstlernamen will.i.am. bekannte Sänger.

«Kinder sollen mehr sein wollen als Musiker»

Geprägt von dieser Erfahrung gründete er 2009 die Stiftung i.am.angel, die Kinder und Jugendlichen vom Wert von Schulbildung zu überzeugen versucht, besonders von Fachrichtungen wie Technologie, Naturwissenschaften und Mathematik.

«Ich will, dass die Kinder mehr sein wollen als Musiker», sagte der Künstler. «Ich will, dass sie wie Steve Jobs sein wollen und nicht wie Stevie Wonder.» Seine Stiftung unterstützt heute mehrere hundert Kinder. «Ein einziges davon kann die Gesellschaft für immer verändern», ist Adams überzeugt.

DiCaprio appellierte an Wirtschaftsgrössen

DiCaprio wurde für seinen Einsatz gegen den Klimawandel und für den Schutz bedrohter Tierarten ausgezeichnet. Die Zukunft der Menschheit dürfe nicht der Gier der Öl-, Kohle- und Gasindustrie geopfert werden, sagte der Schauspieler in Davos. «Genug ist genug!»

Es sei möglich, bis 2050 den gesamten Energiebedarf mit erneuerbaren Energien zu decken. Dieses Ziel lasse sich aber nur mit vereinten Kräften erreichen. Die an der Zeremonie anwesenden Wirtschaftsgrössen und Politiker – unter ihnen US-Vizepräsident Joe Biden – forderte DiCaprio auf, sich diesen Bemühungen anzuschliessen.

Die Chinesin Yao Chen erhielt den Crystal Award, weil sie ihre Bekanntheit nutzt, um auf Themen wie Umweltverschmutzung und Nahrungssicherheit hinzuweisen. Die Schauspielerin hat 78 Millionen Follower auf Sina Weibo, dem chinesischen Pendant zum Kurznachrichtendienst Twitter. Der dänische Skulpturenkünstler Ólafur Elíasson weist in seinen Werken auf Umwelt- und soziale Probleme hin.

(ij/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • alal am 19.01.2016 21:31 Report Diesen Beitrag melden

    dicaprio

    sooo er bekommt also eine auzeichnung für den kampf gegen den klimawandel.. aber er fliegt privatjet, macht ferien auch yachten und war da nicht noch eine privat insel die man per privatjet erreicht?! geht für mich nicht auf.

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  • N.Stadelmann am 19.01.2016 21:03 Report Diesen Beitrag melden

    And the Oscar goes to...

    Schöne Rede und ein toller Schauspieler dem man vieles einfach so abnehmen könnte. Aber, ich hätte es ihm auch fast alles geglaubt dass er es ernst meint, wäre er nicht mit seinem Privatjet gekommen und als ob die erneuerbaren Energien Bosse nicht auch ihre eigene Lobby in ihm hätten... ;-)

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  • Otto am 19.01.2016 21:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötige Auszeichnung

    Es ist schön, dass sich diese Persönlichkeiten für eine bessere Welt einsetzen. Dennoch ist es aus meiner Sicht perfide Sie dafür noch auszuzeichnen. Denn wenn man viel hat, ist es leichter zu geben als wenn man ein Otto-Normalverbraucher ist.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lassie am 20.01.2016 22:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hä ?

    Er will das Kinder wie Jobs sind ? Öhm soviel ich weiss, war und ist Gates der Wohltäter. Für Jobs war das nur Zeitverschwendung, er konzentrierte sich lieber auf seine Kreativität und andere wichtige Dinge. :-P

  • was bekommt wohl Mr DiCaprio? am 20.01.2016 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    Hey Leo wie viel für einen Film?

    so sprach Leo und stieg sogleich wieder in sein Privatflugzeug um mit der Rihanna in London Paris oder wo auch immer Party zu machen ;)

  • Christian am 20.01.2016 18:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorbild?

    Wasser predigen und Wein trinken. Das sind wir von diesen Prominenten schon gewohnt.

  • Marcel Steiner am 20.01.2016 18:13 Report Diesen Beitrag melden

    Die Reichen und Prominenten ...

    werden regelmässig von der Leere ihres Lebens eingeholt. Dann sehen sie den Moment gekommen, uns kleine, mickrige Unterhunde über Alles und Jedes zu belehren. Um auch wirklich die ganze Welt zu erreichen reisen sie natürlich im Privatjet, nächtigen mindestens 6-sternig und zeigen sich unablässig über unsere Sünden besorgt. Ah ja, für den letzten Film hat der Dödel 36 Millionen Dollar bekommen.

  • Peter am 20.01.2016 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist so leicht zu kritisieren.

    Amüsant, wie sich die Meisten hier beschweren, aber keiner würde auch nur von sich aus etwas dagegen unternehmen. Wann wart ihr das letzte mal (wenn überhaupt mal) auf der Strasse, beispielsweise an einer Demo, um für eure Prinzipien einzustehen? Oder wann habt ihr das letzte mal mit Gleichgesinnten versucht etwas zu verändern, oder selber eure Ideen zu verwirklichen? Hier ein paar Worte schreiben verändert gar nichts. Es zeigt nur auf, wieviele eigentlich gegen etwas wären, aber niemand auch nur ein schritt wagt, auch etwas zu tun. Reden/schreiben kann jeder, machen tun leider nur wenige.

    • Das Gute siegt immer am 20.01.2016 17:42 Report Diesen Beitrag melden

      Heute gibt es die Foren, wo man

      seinen Unmut kund tun kann, früher waren es Demonstrationen. Solange Menschen alles Materielle haben, muss man nichts tun. Da es mit der massiven Umverteilung so weiter geht, werden die Menschen sich zu gegebener Zeit schon auflehnen. Viele brauchen halt einen Anführer, dem sie folgen können, erst dann getrauen sie sich. Ich bin aber optimistisch für die Menschheit.

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