Steigende Prämien

22. September 2017 11:18; Akt: 22.09.2017 15:43 Print

Schweizer ärgern sich über eingebildete Kranke

Die Krankenkassen-Prämien steigen auch 2018, glauben die Schweizer laut einer Umfrage. Schuld seien hauptsächlich die Hypochonder, die dauernd zum Arzt rennen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Fast jeder Schweizer ist überzeugt: Die Krankenkassen-Prämien werden auch nächstes Jahr deutlich steigen. Gut jeder Zweite sieht gar einen Anstieg von vier bis sechs Prozent. Lediglich jeder Zwanzigste erwartet keinen Anstieg. Das ist das Resultat einer Umfrage des Vergleichsportals Comparis.

Umfrage
Steigen die Krankenkassen-Prämien auch 2018?

Negativ ist auch das Vertrauen in die Gesundheitspolitiker. Gut zwei Drittel der Schweizer trauen den Politikern laut der Erhebung nicht zu, dass sie den Kostenanstieg im Gesundheitssystem bremsen.

Erfolglose Politiker

Das erstaunt Felix Schneuwly, Krankenkassen-Experte bei Comparis, nicht: «Seit Einführung des Krankenversicherungsgesetzes im Jahr 1996 versucht die Politik, regulierend auf die steigenden Kosten einzuwirken – bisher erfolglos.» Eine Besserung verspricht er sich erst, wenn der Behandlungserfolg endlich vergütet wird und nicht mehr nur die Menge der medizinischen Leistung.

Für zwei Drittel der Schweizer sind die grossen Kostentreiber die Patienten, die wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennen. Ebenso schuld sei die Pharmaindustrie. Krankenkassen, Ärzte und Spitäler seien weniger verantwortlich. Rund jeder vierte Schweizer schiebt Personen mit einem ungesunden Lebensstil die Schuld für den Kostenanstieg in die Schuhe.

Mehr über den Anstieg der Prämien im nächsten Jahr erfahren Sie im Video.

(dob)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • tm am 22.09.2017 11:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der wahre Grund

    Warum will niemand verstehen, das der Hauptgrund von steigenden Prämien die willkürlichen und oft viel zu hoch verrechnete Kosten von Spitälern, Ärzten und dergleichen. Da müsste man mal eine Regulierung einführen!

    einklappen einklappen
  • Ruedi am 22.09.2017 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    ganz einfach....

    endlich eine Praxisgebühr von Fr. 50.-- einführen und schon löst sich das Problem.

    einklappen einklappen
  • Dr. C am 22.09.2017 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Abschaffen der KK

    Ganz einfach, die KK dem Lohn abziehen wie in Österreich, dann hat man diese Probleme nicht mehr. Dann müssen viel weniger CEO's bezahlt werden, welche MILLIONEN von CHF abziehen. Wer sich dennoch besser versichern möchte, kann sich zusätzlich privat aufbessern.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Franz K. am 23.09.2017 23:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Schande

    Die vielen Geldsüchtigen Ärzte verursachen höhere Kosten, als die paar eingebildete Kranken. Ärzte rechnen heutzutage Pauschalen ab, ohne eine einzige Leistung erbracht zu haben. Und der Gesetzgeber, sprich Berset, erlaubt das.

  • paramedicus am 23.09.2017 23:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rettungssanitäter

    Anekdote aus dem Rettungsdienst: Rettungssanitäter lernen wie man Leben rettet. Wir bergen Unfallopfer, behandeln Herzinfarkte und sorgen für einen schnellen Transport ins Spital. ......... Ausser am Wochenende....... Freitag und Samstag Abend sind wir Besoffenen-Taxi. Wir fahren jeden der seine eigenen Grenzen nicht kennt ins Spital. Warum? Weil wir es müssen. Oft wäre dies jedoch gar nicht nötig. Also sind wir weiterhin Besoffenen-Taxi (und manchmal sogar die Müllabfuhr)... Das belastet das ganze System.. #hauptsachegesund #meinkleinerfingertutweh #hilfe,ichkannnichtfurzen

    • Sophie am 23.09.2017 23:29 Report Diesen Beitrag melden

      Ziemlich überheblich

      Hä, aber ihnen ist schon klar das die Rettungsfahrt nicht in der Grundversicherung verankert ist und somit jeder selber zahlt, oder es speziell versichern muss. Ich hoffe von Medizin haben sie mehr Ahnung.

    • paramedicus am 23.09.2017 23:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sophie

      Das ist mir klar nur leider sind genau diese Patienten immer Zusatzversichert ;-)

    einklappen einklappen
  • Mignion Ebel am 23.09.2017 20:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch Arbeitgeber sollten sich an die Nase fassen

    Wie wäre es mal bei den Arbeitgebern anzufangen, welche schon ab dem ersten Tag ein Zeugnis verlangen, denn sonst würde man keinen Lohn bezahlt bekommen?

    • Meier01 am 23.09.2017 22:12 Report Diesen Beitrag melden

      Kurzabsenzen

      Die vielen Missbräuche und Blaumacher sind nun mal ein Problem. Wenn meine Mitarbeiter jeden Monat zwei Tage blauen machen, verlange ich nach einiger Zeit ein Zeugnis ab dem ersten Tag. Der Mitarbeiter, der 1x im Jahr 14 Tage krank ist, ist nicht das Problem. Aber die mit den vielen Kurzabsenzen, die sind es . Und soll mir niemand sagen, dass ein Mitarbeiter monatlich ein oder zwei Tag eine schwere Grippe und andere Unpässlichkeit habe. Und die sind es auch, die unsere Prämien in die Höhe treiben und nicht die Arbeitgeber

    einklappen einklappen
  • Männliche Krankenschwester am 23.09.2017 20:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlimme Zustände

    Schuld... Sind nicht nur die Hypochonder.. Nein es sind diese die wegen einer leichten Grippe oder Übelkeit oder sonstige leichte Schmerzen auf die NF Station rennen und nicht begreifen können wenn sie länger warten müssen weil andere prioritäten haben. Deshalb steigen die Kosten! 77 Mrd Ausgaben pro Jahr im Moment in der Schweiz für unser Gesundheitssystem. Und das nur wegen vielen BOBO'S wo mit Menschenverstand vorbei gehen.

  • Sandra E.-St. am 23.09.2017 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    steigende Prämien

    Hätten wir die Einheitskrankenkasse würden nicht Millionen von Franken für Werbung, 100erte von überrissenen Gehälter für Verwaltungräte von unseren Krankenkassenprämien bezahlt. Wacht auf, das ist der Kapitalismus. Immer mehr und mehr. Nur so funktioniert unser System. Bis zum bitteren Ende.

    • Peter Moser am 24.09.2017 00:09 Report Diesen Beitrag melden

      Informieren

      Die kk haben rund 5 Prozent Verwaltungskosten. Ja da würde mir so viel mehr Geld Ende Monat übrig bleiben... Ah stimmt. Gibt ja keinen einzigen Bundesbetrieb der bei der Verwaltung spart. Da wären es wohl eher 20 bis 40 Prozent...

    einklappen einklappen