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Chef müsste man sein
24. September 2012 23:27; Akt: 24.09.2012 23:27 Print
Bosse haben weniger Stress als Büezer
Eine US-Studie beweist: Chefs sind weniger gestresst als einfache Angestellte. Der Stress von Führungskräften nimmt sogar noch ab, je mehr sie das Gefühl von Kontrolle haben.

Wer hat hier am meisten Stress – Chefs oder Angestellte? Eine Studie sagt: Die Bosse leiden weniger unter Stress als ihre Mitarbeiter. (Bild: thinkstock)
Es widerspricht allem, was wir immer zu wissen glaubten: Dass Chefs unglaublich gestresst sind. Forscher um Jennifer Lerner von der Harvard-Universität sind jetzt jedoch zu einem ganz anderen Befund gekommen: Die Bosse sind weniger gestresst als die einfachen Angestellten.
Diese Resultate wurden in der Fachzeitschrift «Proceedings of the National Academy of Sciences» publiziert. Für die Studie wurde der Speichel von 148 Menschen auf die Menge des Stresshormons Cortisol untersucht. Die Probanden arbeiteten entweder in höheren Positionen bei der US-Regierung und im Militär oder als einfache Angestellte in verschiedenen Berufen.
Chefs sind sicherer und ruhiger
Die Forscher konnten beweisen, dass die Führungskräfte im Durchschnitt ein deutlich geringeres Stressniveau zeigten als die andere Gruppe. In einer standardisierten Befragung gaben sie zudem viel seltener an, unter Unruhe und Unsicherheit zu leiden.
In einer weiteren Analyse gruppierten die Forscher die Chefs nach dem Ausmass der Kontrolle, die sie nach eigener Meinung über ihr Arbeitsumfeld und ihre Mitarbeiter ausüben konnten. Das Ergebnis: Die Menge an Stresshormon, die bei den Teilnehmern gemessen werden konnte, war umso geringer, je mehr Kontrolle diese ausübten.
Gefühl der Macht senkt Stress
Es sei bekannt, dass das Gefühl, die Macht über eine Situation zu haben, den Stress senke, erläuterte Lerner. Nach ihrer Studie kann man dies auch für Hierarchien im Job annehmen: Je höher die Position, je besser die Kontrolle über Menschen und Arbeitsumfeld, desto weniger ist demnach diese Leitungsaufgabe mit Stress verbunden.
(sda)
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Alle 30 Kommentare

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Geborene Chefs
Es gibt "geborene" Chefs und andere. Geborene Chefs sind erstens Könner und Kenner (kennen das Fach und die Arbeit), sind zweitens gut organisiert und haben drittens eine hohe Sozialkompetenz. Diese Chefs managen den Betrieb ohne Stress zu haben oder zu machen - und sie sind meistens auch beliebt. Die halten das Unternehmen in "Balance", d.h. Unternehmen, Chef und Angestellte sind alle auf ihre Art "zufrieden". Daher erreichen sie gute Ergebnisse, haben eine tiefe Fluktuation und eine gesunde und harmonische, ausgewogene Crew.
vollkommen logisch
ja bei der Regierung oder beim Militär - das ist ja logisch! Die wissen: ich kann z.b. Millionen für ein abverheites Insieme-IT-Projekt zum Fenster rauswerfen. Wenns denn überhaupt auskommt, gibts eine feisse Abfindung bzw. Pension, die auch für Ferienhaus und drei ewig studierende Nachkommen (höchstwahrschienlich später auch auf einem windgeschützen Posten) reicht.
Achtung US-Studie
Ein Buezer hat vielleicht physischen Stress und ist am 17:00 fertige mit der Arbeit. Höhere Positionen haben psychischen Stress und um 17:00 ist längst nicht Schluss. Heutzutage haben sich die Präsenzzeiten vergrössert und man muss immer erreichbar sein.