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SBB-Preise
02. September 2010 23:00; Akt: 02.09.2010 00:48 Print
UmverkehR will die Notbremse ziehen
Der öffentliche Verkehr wird im Vergleich zum Auto immer teurer. Die SBB wollen die Preise trotzdem weiter erhöhen. Nun fordert die Organisation UmverkehR, die SBB müssten neue Geldquellen finden.

Trotz Gewinn und Passagier-Rekord: Die Billettpreise steigen Ende Jahr im Schnitt um 5,9 Prozent. (Bild: sbb)
Die SBB fahren im ersten Halbjahr 2010 ein gutes Ergebnis ein: Den Gewinn haben sie um einen Viertel auf 166 Millionen Franken gesteigert, mit 166 Millionen Passagieren verzeichnen sie sogar einen Rekord. Und Ende Jahr steigen die Billettpreise im Schnitt um 5,9 Prozent.
Die SBB jammern trotzdem: Sie fordern weitere Preisaufschläge, weil ihre Schulden massiv steigen. «Andernfalls müsste auf geplante Inves-
titionen – beispielsweise in neues Rollmaterial für den Regional-, Fern- und internationalen Personenverkehr – verzichtet werden», schrieben sie gestern.
Die Umweltorganisation UmverkehR will hier die Notbremse ziehen: In den letzten 20 Jahren sei das Zugfahren bereits fast 64 Prozent teurer geworden, während die Kosten fürs Auto in der gleichen Zeit nicht einmal um 35 Prozent gestiegen seien, so Geschäftsleiter Thomas Stahel. Die neuste SBB-Preiserhöhung ist dabei noch nicht einmal eingerechnet. UmverkehrR fordert nun zusammen mit den Grünen Nationalräten Antonio HodgersDas Parlament
Antonio Hodgers
Grüne, GE
auf MerklisteDetails und Yvonne GilliDas Parlament
Yvonne Gilli
Grüne, SG
auf MerklisteDetails, dass die SBB die steigenden Infrastrukturkosten nicht mehr auf die Passagiere abwälzen.
«Die SBB müssen neue Einnahmequellen finden, beispielsweise durch Einnahmen aus der Mineralölsteuer», sagt Stahel. «Sonst wird das Auto im Vergleich zum Zugfahren immer attraktiver.»
(hal/20 Minuten)























