Über 1600 Beschwerden

16. Mai 2012 14:24; Akt: 16.05.2012 14:34 Print

Der Telefonterror geht weiter

Wer Personen mit unerwünschten Werbeanrufen belästigt, macht sich seit April strafbar. Doch der Stern im Telefonbuch wird oft ignoriert. Die Beschwerden häufen sich.

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Der Stern im Telefonbuch schützt vor Werbeanrufen nicht.(Bild: Colourbox.com)

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Mit dem Sternchen im Telefonbuch macht jemand klar, dass er oder sie zu Hause von Werbeanrufen verschont bleiben möchte. Seit dem 1. April ist das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb in Kraft, das solche Anrufe verbietet. Mit mässigem Erfolg: In den eineinhalb Monaten sind bei den Konsumentenschutzorganisationen bereits 1620 Beschwerden eingegangen.

Bis zum 15. Mai hat die Fédération romande des consommateurs (FRC) rund 1050 Beschwerden in der Deutschschweiz, 550 in der Romandie und 20 im Tessin gezählt, wie die FRC am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur SDA erklärte.

Hauptsächlich Werbung

1350 davon betreffen Werbeanrufe, was laut Valérie Muster von der FRC «keine Überraschung» ist. 124 Beschwerden betreffen falsche Gewinnversprechen und deren 79 Adressbuchschwindel. Bei 48 Beschwerden geht es um Internetbetrug und bei weiteren 19 Beschwerden um Verkäufe nach Schneeballsystem.

Bei den Fällen von Adressbuchschwindel rufen meist Personen als Vertreter fiktiver Firmen vom Ausland Geschäftsleute an. Sie versuchen diese zu überreden, ein Dokument zu unterzeichnen, um einen angeblich falschen Eintrag im offiziellen Telefonbuch zu korrigieren. Dafür verlangen sie dann sehr hohe Geldbeträge.

Bald erste Strafanzeigen

Die FRC sowie die Deutschschweizer Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) und die Tessiner ACSI werden Ende Mai oder Anfang Juni erste Strafanzeigen bei den kantonalen Staatsanwaltschaften einreichen.

Verstösse gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb können mit hohen Bussen bestraft werden. «Wir hoffen, dass die Gerichte davon Gebrauch machen», sagte Valérie Muster. Das Gesetz soll die Bevölkerung auch gegen Lockvogelangebote, Adressbuchschwindel, Betrüger im Internet oder falsche Gewinnversprechen schützen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dirona am 16.05.2012 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Unfreundlich sein.

    Tipp: AmAnfang penibel nach dem Namen der Firma und der Person am anderen Ende fragen (Buchstabieren lassen). Fragen in welcher Abteilung die jenige Person arbeitet kommt auch gut an. Dann muss man nervig und unfreundlich sein. 1'000 mal nachfragen, ständig sagen, man habe etwas nicht verstanden und immer schön mit Namen ansprechen :) . Sind sie dann genervt, einfach den Chef verlangen. Meistens ist er NICHT da und das Gespräch wird beendet. Mache ich seid längerem so und bekomme nun KEINE Werbe-, Umfragen- Anrufe mehr. Ich glaube die haben ein rotes X hinter meine Nummer gesetzt.

  • Peter Landruth am 16.05.2012 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Habe keine Probleme mit anrufen

    Ist doch kein Problem. Ich nehme das Telefon ab und halte es an den Fernseher oder lege es auf den Tisch. Nach ca. 5 Min lege ich wieder auf. Danach rufen sie nicht mehr an.

  • Zuza am 16.05.2012 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    ich habe meine Ruhe...

    ...seit meine Telnr. nicht mehr im Telbuch eingetragen ist. Wer meine Telnr haben muss hat sie und wer nicht mehr genervt werden will soll die Telnr. auch entfernen lassen, ganz einfach!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Severin Keller am 17.05.2012 19:35 Report Diesen Beitrag melden

    Unterdrückte Nummer

    Seit einiger Zeit rufen sie mit unterdrückter Nummer an. Wenn man abnimmt, erzählt eine Computerstimme irgendetwas. Wenn man schon sieht, dass die Nummer unterdrückt ist, kann man doch einfach den Hörer nicht abnehmen. Problem gelöst.

  • B. Sonicht am 17.05.2012 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nach Feierabend nicht belästigen...

    Ach schon wieder..... Ein leidiges Thema offenbar, denn darüber haben wir erst vor kurzem diskutiert!!! Ich habe wie folgt (ein für alle mal) für Ruhe gesorgt: Meine Tel.-Nr. gewechselt, mich bei der Swisscom auf die schwarze Liste setzen lassen, meine Nummer für alle Verzeichnisse sperren lassen, meine neue Nummer NUR den Familienangehörigen und ganz ganz wenigen Freunden mitgeteilt - seither herrscht wunderbare Ruhe und ich wurde seither nie mehr belästigt.

  • mark am 17.05.2012 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    AGBs

    ihr seit alle selber schuld....würdet ihr die AGBs im internet nicht einfach durchklicken. dort steht oft das die angegebene rufnummer für werbezwecke genutzt werden darf wenn die AGBs akzeptiert werden.

  • duderino am 17.05.2012 12:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    haha

    tja, ich habe keinen festnetzanschluss und meine handynummer steht nicht im telefonbuch. selber schuld wenn ihr euch eintragen lasst.

  • Walter-R am 17.05.2012 03:16 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht aufregen...

    Was soll denn die ganze Aufregung, ich sage immer schon nach den ersten Worten: "Tut mir leid, kein Interesse, schönen Tag noch" und lege auf, und das war`s. Andere Möglichkeit: Der Hörer hinlegen und den/die Anrufer/in ins leere quasseln lassen.

    • markus maiet am 17.05.2012 13:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      voila

      genau mach ich auch so

    • Maya M am 18.05.2012 07:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Geht doch

      Das mache ich auch so, kein Problem gibt schlimmeres

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