Rückversicherer

03. November 2016 08:01; Akt: 03.11.2016 08:55 Print

Swiss Re verzeichnet Gewinneinbruch

Der Konzerngewinn des zweitgrössten Rückversicherers der Welt geht im dritten Quartal um 16 Prozent zurück. Naturkatastrophen belasten das Ergebnis.

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«Schwieriges Marktumfeld»: Swiss-Re-Chef Christian Mumenthaler. (29. Juli 2016) (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

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Der Rückversicherungskonzern Swiss Re hat im dritten Quartal sein starkes Prämienwachstum fortgesetzt. Die Einnahmen legten von Juli bis September um 9,6 Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar zu. Unter dem Strich blieb aber deutlich weniger hängen.

Der Konzerngewinn, den der weltweit zweitgrösste Rückversicherer für das dritte Quartal ausweist, geht laut einer Publikation des Unternehmens um 16 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Dollar zurück. Der kombinierte Schaden-Kosten-Satz, eine wichtige Branchenkennzahl, verschlechterte sich im Vorjahresvergleich um 10,2 Prozentpunkte auf 88,9 Prozent.

Für die ersten neun Monate zusammen zeigt sich das gleiche Bild. Die konzernweiten Einnahmen stiegen um rund 10 Prozent auf 24,7 Milliarden Dollar. Der Reingewinn brach im laufenden Geschäftsjahr von Januar bis September aber um 17 Prozent auf 3 Milliarden Dollar ein.

Die annualisierte Eigenkapitalrendite der Gruppe per Ende September belief sich auf 11,6 Prozent, nach 14,5 Prozent im Vergleichszeitraum.

Alle Sparten betroffen

In allen drei Geschäftsbereichen sind die Entwicklungen ähnlich. Die Prämien legten sowohl im Rückversicherungsbereich, als auch in der Division Corporate Solutions, wo Swiss Re eigentlich Erstversicherungsgeschäft betreibt, deutlich zu. Allerdings sanken die Spartenresultate für die ersten neun Monate deutlich. Bei Sachrückversicherungen brach der Gewinn um 33 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar ein. Bei Leben- und Krankheitsrückversicherungen ging der Gewinn um 19 Prozent auf 635 Millionen Dollar zurück.

In Corporate Solutions blieben im Vorjahresvergleich rund 55 Prozent weniger, also 150 Millionen Dollar, übrig.

Lediglich in der Division Life Capital, wo Swiss Re etwa Lebensversicherungsbestände abgewickelt, stiegen nicht nur die Prämieneinnahmen, sondern auch das Ergebnis legte deutlich zu. Die Einnahmen von Januar bis September stiegen nämlich um 9 Prozent auf rund 900 Millionen Dollar. Und der Gewinn erhöhte sich dank guter Anlageerträge um markante 166 Prozent auf 726 Millionen Dollar.

Naturkatastrophen belasten Ergebnis

Als Gründe für all diese Entwicklungen gibt der Swiss-Re-Konzern in seiner Mitteilung das schwierige Marktumfeld sowie grosse Schäden von Naturkatastrophen an. Man konzentriere sich aber auf profitables Wachstum und ein diszipliniertes Zeichnen von neuem Geschäft, wird der seit Jahresmitte amtierende Konzernchef, Christian Mumenthaler, im Communiqué zitiert.

Gleichzeitig mit den Quartalsergebnissen gab der Rückversicherungskonzern bekannt, dass er am 4. November ein neues Aktienrückkaufprogramm in der Höhe von 1 Milliarde Dollar lanciert. Laut der Mitteilung ist das Ziel dieser Massnahme, Kapital an die Aktionäre zurückzuführen, wenn überschüssige Gelder vorhanden sind und keine anderen rentablen Investitionsmöglichkeiten vorliegen.

(ij/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • U2 Pas am 04.11.2016 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    komplett falsche Einstellung

    hört doch mal auf mit diesen blöden Texten so dass man meinen könnte die Firmen gehen gleich Konkurs. Ist wie bei den Banken, machen sie mal etwas weniger Gewinn wird getextet dass man fast noch etwas spenden sollte. Was sollen denn all die KMU sagen die manchmal mit Müh und Not ihre Firma und die Wirtschaft am leben halten. Das Immer-mehr-Rendite Prinzip ist völlig falsch und führt dazu, dass auch gut laufende Firmen aus Profitgier ins Ausland verkauft werden und Jahre später gejammert wird wenn Leute entlassen werden. Wer bei Gewinn noch jammert, dem sollte dieser eingezogen werden!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • U2 Pas am 04.11.2016 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    komplett falsche Einstellung

    hört doch mal auf mit diesen blöden Texten so dass man meinen könnte die Firmen gehen gleich Konkurs. Ist wie bei den Banken, machen sie mal etwas weniger Gewinn wird getextet dass man fast noch etwas spenden sollte. Was sollen denn all die KMU sagen die manchmal mit Müh und Not ihre Firma und die Wirtschaft am leben halten. Das Immer-mehr-Rendite Prinzip ist völlig falsch und führt dazu, dass auch gut laufende Firmen aus Profitgier ins Ausland verkauft werden und Jahre später gejammert wird wenn Leute entlassen werden. Wer bei Gewinn noch jammert, dem sollte dieser eingezogen werden!

    • Supermario am 04.11.2016 10:42 Report Diesen Beitrag melden

      Wer jammert wann?

      Hör doch selber auf. Wenn Du wegen tieferer Aktienkurse (und das ist nun mal die ultimative Folge von Gewinnrückgang) weniger aus Deiner PK erhältst, ist es auch nicht wieder recht!

    • U2 Pas am 05.11.2016 07:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Supermario

      ja das ist wie ein Rad das sich dreht. Ich bin auch kein Aktionär, denn das Prinzip von Aktien ist heute nicht mehr das für das es entwickelt wurde. Und alle steigenden Profite bezahlen schlussendlich wir Verbraucher und erhalten nur einen Bruchteil vielleicht wieder durch PK

    • Supermario am 06.11.2016 13:30 Report Diesen Beitrag melden

      @U2 Pas

      "Das Prinzip von Aktien ist heute nicht mehr das für das es entwickelt wurde"? Erklär mir doch bitte, was sich an AG's geändert haben soll???? NB Konsumenten haben noch Wahlfreiheit!

    • U2 Pas am 06.11.2016 17:00 Report Diesen Beitrag melden

      Supermario

      Früher war ein Aktienkauf eine längerfristige Investition in ein Unternehmen mit einer meist eher bescheidenen Rendite, heute ist es ein Spekulationsobjekt inkl. möglichst grosser Gewinnmaximierung. Heutzutage Aktien kaufen und wenn der Kurs ein paar $ steigt nach ein paar Minuten wieder verkaufen kann meiner Ansicht nach nicht Sinn und Zweck sein und schädigt indirekt alle Schweizer. Klar bei vielen Sachen haben wir Wahlfreiheit, aber man kommt nicht immer um alles drumherum. Kann z.b. ein Parkplatz sein, der nun 4CHf pro Stunde kostet anstelle früher 2CHF...

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