Ridr

18. August 2017 21:30; Akt: 18.08.2017 21:30 Print

Schweizer App will Uber- und Taxikosten halbieren

von F. Lindegger - Eine Winterthurer Firma lanciert eine neue Mitfahr-App. Damit sollen Taxi- und Uber-Fahrten günstiger und ökologischer werden.

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Taxis und Fahrdienste wie Uber fahren viel zu häufig mit einzelnen Kunden auf den Strassen. Davon ist Philipp Sumi überzeugt. «Es macht ökonomisch und ökologisch keinen Sinn, dass jeder einzeln am Flughafen ins Taxi steigt und dann allein ins Stadtzentrum fährt», so Sumi zu 20 Minuten. Der Winterthurer will das ändern und lanciert mit Ridr eine neue App, mit der man sich das Taxi und die Fahrtkosten teilen kann.

Bei Ridr geben die Nutzer eine gewünschte Strecke und Zeit ein. Die App schlägt anschliessend passende Mitfahrer vor. Danach kann einer der Personen eine Einladung gesendet werden. Einigen sie sich auf einen Treffpunkt, können sie ein Taxi oder ein Uber-Taxi bestellen. Bei Uber lässt sich das direkt über die Ridr-App abwickeln. Das Taxi muss noch wie bis anhin gerufen werden. Laut Sumi ist neben Uber aber auch die Integration von weiteren Taxi-Apps geplant. Nach der Fahrt lässt sich diese bei Ridr bewerten.

Umfrage
Fahren Sie häufig Taxi?
5 %
67 %
28 %
Insgesamt 1015 Teilnehmer

Unterstützung von Microsoft

«Es gibt bestimmt Leute, die sich nicht vorstellen können, mit Fremden ein Taxi zu teilen», erklärt Sumi. Doch er ist überzeugt, dass viele gegenüber dem sogenannten Carpooling aufgeschlossen seien – vor allem wenn sich dadurch die Fahrkosten halbieren liessen. Dass viele Leute die App verwenden, ist eine Voraussetzung für den Erfolg von Ridr. Gibt es nur eine kleine Anzahl Nutzer und lassen sich keine Mitfahrer finden, dürfte die App bei vielen schnell wieder in Vergessenheit geraten.

Der Programmierer Sumi hat im vergangenen September seinen Job aufgegeben und arbeitet seither an Ridr. Inzwischen gehören dem Kernteam des Projekts drei weitere Personen an. Auch einige Investoren hätten bereits gewonnen werden können. So unterstütze etwa Microsoft die technische Infrastruktur und finanziere die benötigten Cloud-Dienste während zwei Jahren. Die App von Ridr lässt sich grundsätzlich überall nutzen, vorerst konzentriere man die Marketing-Aktivitäten aber auf Zürich. «Falls es in Zürich funktioniert, können wir es überall schaffen», so Sumi. Bereits angedacht sei eine Lancierung in der deutschen Hauptstadt Berlin.

App ist vorerst gratis

Ridr besitzt keine Fahrzeuge und beschäftigt auch keine Fahrer. «Wir sehen uns nicht als Konkurrenz zu Uber oder traditionellen Taxis, sondern ergänzen den Markt», erklärt Sumi. Die Nutzung von Ridr ist vorerst gratis. Eine Kommission für die Fahrten wird nicht erhoben. Wenn sich Ridr etabliert habe, sollen Nutzer, die die App oft verwendeten, einen Franken pro Jahr bezahlen. «Wir sind nicht auf den grossen Profit aus», so Sumi. Auch Nutzerdaten würden nicht für kommerzielle Zwecke ausgewertet oder an Dritte weitergegeben.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • NixNeues am 18.08.2017 21:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    UberPOOL

    Also UbefPOOL bietetjagenau das an. Aber eben,Inovation erreicht man auch über kopieren in der Schweiz.

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  • AndiZH am 18.08.2017 22:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    UberPOOL

    Da hätte der Herr nicht kündigen sollen. UberPool macht genau das, und zwar noch intelligenter. Auch die Uber Konkurrenz, welche leider noch nicht in der Schweiz tätig ist (Lyft) bietet genau dasselbe an.

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  • Rocco C. Fredy am 18.08.2017 22:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Macht Sinn

    Werde sofort ein Taxi mit Anna teilen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pierre am 19.08.2017 21:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht ist besser

    Bitte vor dem Einsteigen immer fragen: haben Sie eine Insassenversicherung?

  • Gian am 19.08.2017 14:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Idee wäre gut...

    ... Hat allerdings keine Zukunft, nicht in der Schweiz.

  • Funkysoul am 19.08.2017 09:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nett

    Nette Idee - falsches Land.

  • Master Chief am 19.08.2017 08:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    viel erfolg

    er hätte es besser gleich in berlin versuchen sollen die leute hier werden das nie nutzen

    • Philipp am 19.08.2017 09:18 Report Diesen Beitrag melden

      Merci!

      Das stimmt schon - Zürich ist ein kleiner Markt, aber hier können wir auch austesten, was klappt, und sind am Puls des Geschehens. Wir sind jedenfalls gespannt.

    • tim am 19.08.2017 13:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Philipp

      in zh musst du es nur als hipp positionieren und schon wirds gekauft!

    • Iron am 19.08.2017 13:31 Report Diesen Beitrag melden

      @Philipp

      UberPool? Schade um die Zeit... Trotzdem alles Gute!

    • Master Chief am 19.08.2017 21:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Philipp

      zürich ist nichts im vergleich zu berlin.. hast du dort erfolg hast du viel grössere chancen irgendwo anders auch erfolg zu haben als wenn du im möchtegern zürich etwas schaffst

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  • J.B am 19.08.2017 06:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine zukunft

    Zum scheitern verurteilt. Ich glaube die Schweiz ist zu klein und zu reich für eine solche App. Es nutzten so schon nur wenige leute Taxis und Uber in der Schweiz. Die leute die Taxis benutzen können es sich leisten und möchten nicht noch auf einen weitern fargast warten. Die die es nicht leisten können fahren ÖV. Es muss schon ein riesen Zufall wenn genau zur gleichen Zeit zwei menschen am Flughafen ankommen und ans gleiche Ort wollen. Wohnen nicht beide am gleichen muss das Taxi wieder umwege fahren und die fahrt wird für beide teurer