Geheimes Konzept

20. Mai 2017 09:12; Akt: 20.05.2017 09:12 Print

Coop lanciert neue Läden mit dem Namen Karma

von S. Spaeth - Der Detailhändler Coop rüstet an Bahnhöfen weiter auf. In Zug startet Ende Monat ein neues Ladenkonzept mit Frischprodukten. Der Name stammt von der Coop-Vegi-Linie.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nicht einmal zwei Jahren nach der Lancierung des Convenience-Formats Coop-to-go bringt der Detailhändler ein neues Ladenkonzept an den Start. Die erste Filiale der neuen Kette eröffnet am 30. Mai im Erdgeschoss des Bahnhofs Zug, wie aus einer am Freitag eingetroffenen Medieneinladung hervorgeht. Coop schreibt von einem neuen Ladenkonzept, das es so in der Schweiz noch nicht gegeben habe.

Umfrage
Braucht es mehr vegetarische Food-Angebote?
42 %
16 %
33 %
9 %
Insgesamt 8933 Teilnehmer

Den Namen und die Details zum Konzept, das Coop-Chef Joos Sutter und Frische-Leiter Silvio Baselgia eröffnen werden, sind noch geheim. Wie 20 Minuten allerdings in Erfahrung bringen konnte, heisst das neue Ladenformat Karma und richtet sich an Vegetarier und Flexitarier, so wie die gleichnamige, im Jahr 2013 lancierte Produktelinie.

40 Prozent der Bevölkerung sind Flexitarier

Unter dem Label Karma vertreibt Coop derzeit rund 120 vegetarische Gerichte, vom Falafel über Couscous bis zu mexikanischem Guacamole und thailändischem Curry. Coop-Sprecher Urs Meier möchte den Namen und die Details zum neusten Ladenkonzept weder bestätigen noch dementieren. «Wer verrät schon den Namen seines Kindes vor der Geburt», sagt er mit einem Augenzwinkern zu 20 Minuten.

Mit einem Vegetarier-Konzept setzt Coop auf einen Trend: Zwar sind in der Schweiz laut einer aktuellen Ernährungsstudie nur 2 Prozent der Bevölkerung reine Vegetarier, rund 40 Prozent der Bevölkerung sind jedoch sogenannte Flexitarier – Menschen, die ab und zu bewusst auf Fleisch verzichten.

Bis 70'000 Franken Umsatz pro Quadratmeter

Dass Ladenformate in Bahnhöfen sehr erfolgreich sind, zeigt Coop mit seinen derzeit elf to-Go-Filialen. Ein derartiger Convenience-Shop bringt es im Schnitt auf 35’000 Franken Umsatz pro Quadratmeter und Jahr, eine durchschnittliche Supermarktfiliale auf 11'000 Franken, wie Coop-Chef Sutter im Frühjahr zu 20 Minuten sagte. Der am besten laufende Coop-to-Go-Shop ist jener im Bahnhof Zürich mit 70'000 Franken Umsatz pro Quadratmeter im letzten Jahr. Bis ins Jahr 2020 plant Coop 50 to-Go-Filialen.

Im Bahnhof Zug ist eine grosse Laden-Rochade im Gang. So wurde bereits das SBB-Reisebüro geschlossen und durch einen K-Kiosk ersetzt. Dicht gemacht hat auch die Filiale von Aperto. Coop hatte den Detailhändler Anfang 2016 gekauft. Durch die Übernahme würden sich neue Chancen für Coop-to-go Läden ergeben, sagte Coop-Chef Joos Sutter im Frühjahr. Klar ist: Das neue Karma-Ladenformat dürfte sich stark von Coop-to-go unterschieden, denn direkt über dem Karma-Shop im Bahnhof Zug eröffnet Coop demnächst ein rund 180 Quadratmeter grosser to-go-Laden.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • marc am 20.05.2017 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und der Müll?

    Veggie, Vegan, Karma und Co. suggerieren gesundes Essen. Das bei dieser to go mentalität aber enorm viel Müll anfällt vergessen die meisten. Alles schön in Einweg Plastik Schüsseln verpacken und mitnehmen. Wenn es dafür auch mal eine mehrweg lösung gibt ist es okay, aber dieses einweg zeug. Vielleicht wäre eine Partnerschaft mit Tupperware oder noch besser einem Bambus geschirr Hersteller empfehlenswert

    einklappen einklappen
  • Simba74 am 20.05.2017 09:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    seich...

    Flexitanier....... wieso muss jedes Essverhalten so bescheuerte Namen erhalten. Muss jeder Charakter schubladisiert werden können?

    einklappen einklappen
  • Rene am 20.05.2017 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch teurer??

    Dann haben Sie wieder einen Grund mehr..um die Preise zu erhöhen.. Abzockerei pur

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • llililana am 22.05.2017 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Vegetarisch ja

    Die Karma Produkte: Man weiss nicht was man kauft, wenn man nicht liest was drin ist. Es wäre gut wenn man einige Produkte probieren könnte. Sonst ganz toll. Ich probiere lieber nicht einfach aus und kaufe einfach, ist zu teuer falls ich das nicht gerne habe. Etwas habe ich probiert und das war fein.

  • Richi B. am 22.05.2017 07:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Langweilig

    Irgendwie tragisch.. diese Ladenunvielfalt an den Bahnhöfen. 100 mal das Gleiche, einfach anders vermarktet.

  • Chick am 21.05.2017 22:48 Report Diesen Beitrag melden

    ...nicht so gesund wie angepriesen

    ....eigentlich eine super idee...nur gibt es leider extrem wenige zuckerfreie karma produkte. darum nichts für mich. Hoffe das ändert sich eines tages...

    • Snowfox am 22.05.2017 08:28 Report Diesen Beitrag melden

      Gebe Dir recht.

      Sogar im Gegenteil. Dieses Karma-Zeugs hat so viel Zucker drin, dass meist sogar ander Produkte im Coop viel gesünder wären. Schade eigentlich. Ich verstehe einfach nicht wiso überall so viel Zucker drin sein muss. Ich ernäre mich nicht Zuckerfrei, aber wiso in so vielen Sachen noch künstlich Zucker bei gegeben werden muss ist mir ein Rätsel. Das wäre für mich die einzige Inovation, die die grossen Ladenketten (und die meisten anderen auch) tätigen sollten.

    • sarianan am 22.05.2017 16:01 Report Diesen Beitrag melden

      Gebe euch recht

      Gut dass ich weiss, dass es Zucker drin hat. Zucker in Lebensmitteln ist gar nichts für mich. Schade. Ich hasse auch Zucker im Brot im Zopf in den Brötlis Weggli. Ausserdem Coop hat viele Brote oder besser gesagt einfach Teig ausenherum gebacken und dann noch mit Zucker. Das sollte Coop ändern. zumindest in Zürich. Schade

    einklappen einklappen
  • Othmar Riesen am 21.05.2017 21:16 Report Diesen Beitrag melden

    Karma

    Die meisten haben ja gar keine Ahnung, was Karma ist.

  • Bonifatz am 21.05.2017 19:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Absoluter Schwachsinn

    "Flexitarier" gibt es nicht, das sind einfach normale Menschen. Ich esse auch an gewissen Tagen bewusst kein Gemüse oder Früchte, an anderen hingegen bewusst..Menschen essen immer ein wenig anders weil man selten jeden Tag dasselbe isst..Dies ist lediglich ein weiterer Marketing Begriff der dazu dient die Leute noch mehr zu spalten und schubladisieren was Ernährung betrifft und weitere Produktlinien zu verkaufen, es geht nur ums Geld und um nichts mehr.Am Ende des Tages sind wir einfach alle normal essende Omnivoren. Sorry an alle -tarier die meinen sie seien speziell, seid ihr nicht.