Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Startup-Idee
21. September 2012 16:25; Akt: 21.09.2012 16:25 Print
Jetzt kommt das Gratisauto
von Elisabeth Rizzi - Drei Jahre gratis ein Auto fahren. Wer träumt nicht davon? Das Startup Qiibee sucht Interessierte im Raum Zürich. Beim VCS redet man vom «Unding».

Das erste Qiibee-Auto ist in Zürich bereits unterwegs. Weitere sollen folgen.
Drei Jahre lang gratis ein Werbe-Auto fahren, das klingt zu schön, um wahr zu sein. Und in der Tat sind bei einem Fall, der Ähnliches versprach, vor einigen Jahren auch schon 3029 Personen um ihr Geld gebracht worden.
Doch die Glattbrugger Startup-Firma Qiibee (Qi = Chinesisch Energie und bee = englisch Biene) meint es ernst. Der HSG-Absolvent Gabriele Giancola will mit seinem Bruder, dem Designer Gianluca Werbetreibende und urbane Social-Media-Nutzer zusammen bringen. «Wir suchen Privatpersonen, die oft in der Stadt unterwegs sind und in ihrer Freizeit viele Bilder und Nachrichten posten», so Gabriele Giancola. Die Interessenten können sich auf der Firmenwebsite von Qiibee für eine Bewerbung registrieren.
Erstes Auto unterwegs
Das erste mit Werbung von Burger King, sowie lokalen Firmen ausgestattete Auto ist bereits in Zürich unterwegs. Bis Ende Jahr sollen drei bis vier weitere Fahrzeuge auf den Markt kommen. Gabriele Giancola glaubt an das nötige Marktinteresse. «Mit dem gleichen Betrag, den Sunrise für das Sunrise-Tram bezahlt hat, könnte der Telecom-Anbieter für drei Jahre auf elf von unseren Autos Werbung haben», sagt er.
Tatsächlich bekommen die Werbekunden für den Preis von
Innovation gefragt
Für Manuel P. Nappo, Leiter der Fachstelle Fachstelle Social Media Management an der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ), geht das Konzept auf. «Für Werbekunden ist es auf jeden Fall spannend, bei einem solchen Projekt dabei zu sein», findet er. Wichtig sei jedoch ein gutes Zusammenspiel zwischen dem realen Auto und der virtuellen Welt der Social Media.
«Damit die Wirkung über jene des simplen mit Werbung beklebten Autos hinaus geht, müssen die Firmen auch selbst innovativ werden», sagt der Marketing-Experte. Als Beispiel nennt er Wettbewerbe, in denen ein Unternehmen dazu aufruft, das Werbeauto zu finden und den Standort zu melden oder eine Werbeaktion mit dem Autofahrer im eigenen Geschäft.
Problematisch sei beim Projekt einzig die Privatsphäre der Werbe-Fahrer. «Es ist ja so, dass alle immer wissen, wo die Protagonisten sind und was sie machen.» Das machten sich inzwischen sogar Einbrecher zunutze, wovor etwa die Website pleaserobme.com warne. «Allerdings muss man sich auch bewusst sein, worauf man sich einlässt, wenn es etwas gratis gibt», so Nappo.
«Ein Unding»
Grundsätzliche Abneigung gegenüber der Geschäftsidee bekundet dagegen der Verkehrsclub der Schweiz VCS. «Die Fahrer sollen aus werbetechnischen Gründen möglichst viel in der Stadt herum fahren: Aber in der Stadt mit dem Auto unterwegs zu sein, ist unsinnig», findet Sprecher Gerhard Tubandt. Es gäbe kein ungeeigneteres Verkehrsmittel für Personen. Autos verursachten Staus, verstopften die Strassen und belasteten die Luft an Orten, an denen man mit dem öffentlichen Verkehr, dem Velo oder zu Fuss viel schneller sei. «Motorisierte Mobilität gratis zu machen, ist ebenso ein Unding. Mobilität ist eine Dienstleistung und muss einen Preis haben», findet Tubandt.
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 52 Kommentare

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt




















Vorurteile
Man muss dich nicht an den schlechten Erfahrungen festhalten, es gibt auch noch seriöse Anbieter und man sollte diesem Jungunternehmen eine Change geben. Billiger als kostenlos gibt es nicht.
Neue Idee
Armer VCS: schon wieder so ein böses Auto auf der Strasse. Zum Glück haben wir auf der Welt keine anderen Sorgen als ein Auto mit Werbefläche.
Gabs schon mal
So was gabs schon mal vor einigen Jahren. Da wurden Smart angeboten. Keiner sah je ein Smart. Damals wurden aber etliche Leute um viele Tausend Franken Vorschuss betrogen. Keiner sah je sein Geld wieder.
Schneller
Du warst schneller .( im Wallis sind wir immer per du)