Internet-Sicherheit

07. November 2015 08:27; Akt: 07.11.2015 08:28 Print

Versicherungen wittern Geschäft mit Daten-Klau

Immer mehr Unternehmen werden Opfer von Hacker-Angriffen aus dem Internet. Experten raten daher zu entsprechenden Versicherungen.

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Über die Dunkelziffer, wie viele und vor allem welche Unternehmen Opfer von Cyberattacken werden, will kaum jemand reden. Bekannt ist: Nur sechs Prozent aller Cyberattacken werden entdeckt. Wie Futurezone schreibt, kann sich jeder Hacker im Schnitt 211 Tage in aller Ruhe in den IT-Systemen einer Firma austoben.

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«Das sollte jedem Firmenchef zu denken geben», zitiert das Portal den Vorstand der österreichischen Vero Management AG, Wolfgang Fitsch. «Auch wenn die Hacker-Attacken in absoluten Zahlen noch gering sind, wird das Problem in den kommenden Jahren stark zunehmen.» Hauptgrund hierfür liege in der zunehmenden Internationalisierung aufgrund der Globalisierung.

Experten raten zu Anti-Hacker-Versicherungen

Das Schadenspotenzial sei enorm und könne Folgen in dreistelliger Millionenhöhe haben, wie das verschiedene bekannte Fälle gezeigt hätten, erklärte eine Cyber-Expertin der Zurich in einem Interview.

Experten raten Firmen aufgrund dieser neuen Gefahr deshalb zu besonderen Versicherungen gegen Hackerangriffe. Laut einer aktuellen Studie* haben bereits 35 Prozent der europäischen Firmen die Zeichen der Zeit erkannt und sich gegen Cyber-Risiken versichern lassen. Auch in der Schweiz gibt es immer mehr entsprechende Angebote von Versicherungen.

Als einer der ersten Anbieter hat in der Schweiz die Axa Winterthur eine entsprechende Police in ihr Angebot aufgenommen. Seit April dieses Jahres übernimmt die Axa die Kosten für die Wiederherstellungskosten von Betriebssystemen und Anwenderprogrammen und Daten, entschädigt bei Betriebsunterbrüchen oder hilft bei der Abwehr ungerechtfertigter Ansprüche von Dritten.

Thema stösst auf grosse Resonanz

In den ersten sieben Monaten seien bereits über 300 Verträge abgeschlossen und erste Schadensfälle gemeldet worden. Dass das Thema für kleine und mittlere Unternehmen zunehmend an Relevanz gewinnt, zeige auch die grosse Resonanz, die die Axa im Rahmen von Live-Hacking-Events erhält, erklärt Mediensprecherin Mirjam Eberhard zu 20 Minuten. Es handelt sich dabei um Live-Demonstrationen, wie Cyberkriminelle vorgehen und welche Schäden sie anrichten können.

Auch die Zurich bietet Firmenkunden einen umfangreichen Schutz gegen Cyber-Risiken an, erklärt Mediensprecher David Schaffner auf Anfrage. «Wir bieten die Deckung von Kosten für die Wiederherstellung von Daten, forensische Untersuchungen oder Rechts- und PR-Beratungen. Auch gegen Cyber-Erpressungen oder Haftpflichtansprüche können sich unsere Kunden versichern.»

* Advisen Information Security & Cyber Liability Risk Management Reports for U.S. and Europe 2011-2015.

(kwo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • S. Homes am 07.11.2015 08:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verdreht

    Besser als eine Versicherung wäre doch die schulung der Angestellten. Gesunder Verstand und sorgfältiges arbeiten ist meist effitienter und bringt einer Firma mehr als teure und meist unnötige Versichernungen.

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  • Furchtlos am 07.11.2015 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Geld mit der Angst

    Gestern die Versicherung für Schäden am Smartphone, morge die Versicherung gegen Hacker und was kommt übermorgen? Mit Angst lässt sich viel Geld machen und die Ängste der Menschen nehmen stehts zu. Doch letzten endes bringt einem das Leben dass was es bringt. Mit seinen Ängsten sollte man sich auseinander setzten und sie nicht mit einer Versicherung weg kaufen. Es würde mich nicht verwundern wenn die Idee mit der Versicherung gegen Datenklau von einem Hacker stammt.

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  • Security Expert am 07.11.2015 11:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wozu?

    Was soll die Versicherung denn zahlen? Wenn sie drin waren waren sie drin. Der Schaden ist null an der Hardware, und allfälliger Schaden durch Know-how Diebstahl unmöglich zu beziffern. Reine Geldmacherei. Steckt euer Geld gescheiter in die Absicherung der Systeme und Ausbildung der Mitarbeiter.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dani am 09.11.2015 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    Gute iddee, aber

    Die Idee ist gut aber ich denke dass die Versicherungen die AGB's so auslegen dass selbstverschulden nicht versichert ist. Und die meisten Datenverluste oder ähnliches geschehen durch unwissen oder mangelndes PC-Grundwissen.

  • Fragender am 09.11.2015 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Geld Geld Geld....

    @furchtlos wie wäre es mit einer Versicherung gegen Politiker, Terroristen, GI's, MI5, CIA, USA, Klimaerwärmung.... da ist noch enorm viel Potenzial für die Versicherungsfirmen... hauptsache Geld resp. Umsatz wird generiert, so dass die Aktionäre zufriedengestellt werden.

  • Meier am 09.11.2015 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mensch

    genau, und weil alle die Fahrprüfung machen und sich alle an die Verkehrs regeln halten, braucht es auch keine Autovetsicherung mehr.

  • R. B. am 09.11.2015 07:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Axa Leistungen sind mies...

    Kaum hat man wirklich was, schalten sich sogenannte "AXA-Experten" ein, welche bei der Polizeiprüfung durchgefallen sind, um ein wenig Detektiv spielen dürfen und hängen einem irgendwas an....Falschdeklaration von (neueren) Geräten welche angeschafft wurden, aber nicht in der Police sind etc. Nie mehr AXA!! Bezahlter Content!

  • Anonym am 08.11.2015 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch nie gehört sowas

    Wieder einmal etwas gefunden wie man Leuten Angst machen kann und damit auch noch Geld. Geht es den Versicherungen nicht so gut?