Nicht verschenken

18. März 2012 10:13; Akt: 18.03.2012 10:47 Print

Swiss erhöht die Ticketpreise

Die Swiss rechnet mit zusätzlich Treibstoffkosten von 300 Millionen Franken. Mit einer Erhöhung der Flugpreise soll dies abgefedert werden.

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Swiss-Chef Harry Hohmeister: «Der Preis der Tickets stimmt nicht mehr. Unsere Branche muss aufhören, sie unter Wert zu verschenken». (Bild: Keystone)

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Die Fluggesellschaft Swiss erwägt eine Anhebung ihrer Preise für den Europaverkehr um 15 bis 20 Franken pro Ticket. Die Einnahmen durch die jüngste Erhöhung des Treibstoffzuschlags reichten nicht aus, um die zusätzlichen Flugbenzinkosten von geschätzten 300 Mio. Fr. im Jahr 2012 zu decken.

Durch die im Dezember 2011 vorgenommene Erhöhung des Treibstoffzuschlags flössen der Swiss dagegen nur rund 50 Mio. Fr. an Mehreinnahmen in die Kassen, sagte Swiss-Chef Harry Hohmeister in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Dies genüge nicht, um die zuletzt stark gestiegenen Kerosinpreise auszugleichen.

«Tickets nicht verschenken»

Weiter sagte Hohmeister dazu: «Der Preis der Tickets stimmt nicht mehr. Unsere Branche muss aufhören, sie unter Wert zu verschenken». Nebst den nun in Aussicht gestellten Ticketpreiserhöhungen sollen laut dem Swiss-Chef Sparmassnahmen wie etwa der Einstellungsstopp in der Administration eine Verbesserung der Situation (operatives Ergebnis im Jahr 2011 bei Minus 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) mit sich bringen.

Des Weiteren kommen für Hohmeister auch Massnahmen zur Effizienzsteigerung wie eine Erhöhung der Sitzplatzzahl in gewissen Flugzeugtypen oder das weniger häufige Anfliegen einzelner Destinationen in Frage. Wie er beteuert, sollen hingegen keine Maschinen aus dem Betrieb genommen werden.

Auf Kabinenpersonal aus dem Ausland zwecks Kostensenkung will der Swiss-Chef vorläufig verzichten. Wenn sich der Standort Schweiz mit seiner starken Währung nicht erhole, müsse man diese Massnahme aber in Erwägung ziehen. Raum für Lohnerhöhungen betreffend der aktuellen GAV-Verhandlungen mit dem Kabinenpersonal sieht er nicht. Dafür sei - aus heutiger Sicht - ebensowenig mit einem Stellenabbau zu rechnen.

(sda)

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