Elektrotechnik

10. Januar 2017 17:30; Akt: 10.01.2017 17:36 Print

ABB zieht 640-Millionen-Auftrag aus Indien an Land

Das Schweizer Unternehmen wird eine 1830 Kilometer lange Leitung bauen, die 80 Millionen Menschen mit Strom versorgen soll.

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Das Firmenlogo an einer Pressekonferenz in Zürich am 3. Februar 2015. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

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Der Elektrotechnikkonzern ABB hat zusammen mit dem nationalen indischen Netzbetreiber Powergrid einen Grossauftrag an Land gezogen. Für 640 Millionen Dollar soll das Schweizer Unternehmen Teile für eine 1830 Kilometer lange Stromleitung in Indien bauen.

Die 800 Kilovolt-Leitung werde Raigarh in Zentralindien mit Pugalur im Gliedstaat Tamil Nadu im Süden des Landes verbinden, teilte ABB am Dienstag mit. Mit der Leitung könnten 80 Millionen Menschen mit Strom versorgt werden.

Bau soll bis 2019 dauern

Wenn viel Windenergie in Tamil Nadu anfällt, wird der Strom von Süden nach Norden geleitet. Bei schwachen Winden wird Elektrizität von Kraftwerken im Norden in den Süden transportiert.

ABB liefert dabei nicht die Leitung selbst, nachdem der Konzern dieses Geschäft vor kurzem verkauft hat. Geliefert würden vielmehr die Übertragungsstationen mit Transformatoren, Umwandlern, Kühl- und Kontrollsystemen. Der Bau der Leitung soll 2019 abgeschlossen sein.

(sep/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Glatter Balti am 10.01.2017 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Produktion in der Schweiz!

    Schön für die Investoren und Aktionäre, das gibt ein plus auf dem Bankkonto! Aber die Arbeit wird zu ABB Rumänien ausgelagert, da es in der Schweiz ja an Fachkräften fehlt und bezahlbaren Arbeiter gibst auch nicht! So ist es gut dass hochwertige Arbeit in ein Land wie Rumänien ausgelagert wird und da wichtige Arbeitsplätze geschaffen werden, und nicht in einem Land mit absoluten unbezahlbaren Phantasielöhnen wie in der Schweiz, da ist zu wenig Gewinn für Investoren und Aktionäre drin!

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  • Grossauftrag am 10.01.2017 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeitsplätze

    Für Geschäfte in Indien darf nicht alles importiert werden, sondern muss teilweise dort produziert werden. Schön für so einen Auftrag aber tausende Arbeitsplätze werden dadurch nicht in der Schweiz entstehen.

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  • Waterpolo1s am 10.01.2017 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation :-))

    Herzliche Gratulation zu diesem tollen und wichtigen Gross-Auftrag :-)). weiter so !!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gebildeter am 11.01.2017 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Global Production & Planning & Financiel

    Und in Ländern mit Kinderarbeit ... Können dort den ganzen Kupfer verarbeiten wo anderswo gestohlen worden ist ... u.a. in der Schweiz ... Gute Welt von Grossbetrieben und die KMUs weichen unwesentlich davon ab.

  • Stefan Monopoli am 11.01.2017 14:16 Report Diesen Beitrag melden

    Verspätetes Weihnachtsgeschenk

    Ja das finde ich super! Nun gibt es im Frühling wieder eine schöne Dividende für uns Aktionäre. Nur weiter so mit ABB.

  • Roli Meier am 11.01.2017 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Bleibt nicht viel hängen

    Tja, und da ein grösserer Zulieferbetrieb in der Schweiz praktisch die gesamte Produktion in Billiglohnländer ausgelagert und die Fachkräfte ( viele ü50 ) gnadenlos auf die Strasse gesetzt hat, wird auch da nicht viel hängenbleiben.

  • donald am 11.01.2017 10:04 Report Diesen Beitrag melden

    abb

    Und in Oerlikon wurden in den letzten 2 jahren 140 leute abgebaut und am kommenden montag geht es weiter

    • Fachmann am 11.01.2017 22:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @donald

      der Vergleich hinkt... in Oerlikon werden halt andere Dinge produziert, die im Moment leider nicht so gefragt sind... Unterschied wie Toaster und Hilti

    • MeineWenigkeit am 12.01.2017 13:19 Report Diesen Beitrag melden

      @ Fachmann

      Da muss ich leider wiedersprechen! Oerlikon ist oder war ein zentraler Standort für GIS-Technologie! Ich hoffe, dass da doch etwas Arbeit in die Schweiz kommt... Allerdings hies es da: nachdem der Konzern dieses Geschäft vor kurzem verkauft hat. Bleibt wohl bei der Hoffnung...

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  • David Schläpfer am 11.01.2017 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    Zentrale Systeme korrumpieren

    Auch die Inder werden noch lernen dass zentralisierte Energie, Verwaltung, schlicht Macht nicht funktioniert, nie funktioniert hat. Wenn der Verantwortungsnehmer dem Verantwortungsgeber nicht mehr on die Augen schaut, dann übernimmt die Gier. Und es war noch nie nötig, zentrale Energie zu produzieren. Weil wir noch nie Energiemangel hatten. Noch gar nie. Marketing macht alles: coca cola is it. Und energiemangel is it..