Gesetzes-Schlupflöcher

21. September 2012 06:30; Akt: 21.09.2012 08:46 Print

Microsoft und HP umgehen Steuermilliarden

Die beiden Technologiekonzerne Microsoft und HP bezahlen laut einem Bericht des US-Senats viel zu wenig Steuern. Dies in erster Linie wegen Tochterfirmen im Ausland und Schlupflöchern im Gesetz.

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Die amerikanischen Technologiekonzerne Microsoft und Hewlett-Packard (HP) umgehen einem Senatsausschuss zufolge über ihre Auslandstöchter eine Besteuerung in den USA in Milliardenhöhe.

Die Unternehmen nutzten dazu unter anderem Schlupflöcher in den Steuergesetzen, teilte ein Senats-Ausschuss am Donnerstag mit. Die Steuervermeidung im Technologiesektor ufere aus.

Der Ausschuss habe für seinen Bericht interne Dokumente der Unternehmen eingesehen sowie Vertreter von Microsoft und Hewlett- Packard befragt. «Die Steuerpraktiken und -tricks reichen von ungeheuerlicher bis zu zweifelhafter Gültigkeit», sagte der demokratische Senator und Ausschuss-Vorsitzende Carl Levin bei einer Medienkonferenz.

Microsoft und Hewlett-Packard dementierten die Vorwürfe. Sie wiesen darauf hin, dass das Finanzamt ihre Steuerklärungen nicht beanstandet habe. Dem Ausschuss zufolge soll allein Microsoft zwischen 2009 und 2011 rund 21 Mrd. Dollar ins Ausland gebracht und damit bis zu 4,5 Mrd. Dollar an Steuern in den USA gespart haben.

(sda)

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