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13. Juli 2016 10:34; Akt: 13.07.2016 10:34 Print

China will eigenen Tesla-Konkurrenten lancieren

Bis ins Jahr 2020 will China mit einem eigenen selbstfahrenden Elektroauto den Markt aufmischen. Fürs Projekt wurden ein ehemaliger BMW-Manager und sein Team abgeworben.

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Beim Hype um die selbstfahrenden Autos will auch China mit dabei sein. Das Ziel: bis ins Jahr 2020 mit einem autonom fahrenden Auto den Markt aufzumischen. Für die Umsetzung dieser Pläne vertraut das Automobil-Joint-Venture Future Mobility auf die Expertise des früheren BMW-Managers Carsten Breitfeld. Die Chinesen haben ihn Anfang Jahr in München abgeworben.

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Ziel sei es, gleich in die Massenproduktion einzusteigen, sagte Breitfeld am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Damit hebt sich Future Mobility von Tesla ab. Der US-Konzern dominiert bislang den Markt, wenn auch nur mit wenigen Modellen in begrenzter Stückzahl.

400'000 Autos jährlich

«Uns schwebt von Anfang an Massenproduktion und mehr als ein Modell vor – eine Familie von Modellen», sagte Breitfeld, der bei BMW zuletzt das Elektroautoteam leitete und seine engsten Mitarbeiter mit nach China nahm. Zu seinem neuen Team gehören auch frühere Mitarbeiter von Tesla selbst, dem Google-Mutterkonzern Alphabet und Mercedes. Hinter Future Mobility stehen unter anderem der chinesische Technologiekonzern Tencent sowie der Apple-Zulieferer Hon Hai Precision Industries.

Breitfeld sprach von 250'000 bis 400'000 Fahrzeugen jährlich. Das ist deutlich mehr als Tesla, der sich im zweiten Halbjahr die Fertigung und Auslieferung von rund 50'000 Autos zum Ziel gesetzt hat. Zuletzt wuchsen die Zweifel, ob Tesla es schnell und reibungslos schafft, die stetig wachsende Nachfrage zu befriedigen.

Autonomes Fahren gehört zu den grossen Entwicklungsprojekten namhafter Autobauer. Breitfelds früherer Arbeitgeber BMW gab deshalb seiner mit Milliardenaufwand gestarteten Elektroauto-Tochter BMW i zuletzt eine neue Richtung. Der Erfolg dürfte sich jedoch aufgrund der Frage der Sicherheit entscheiden.

Tesla rollt weiter mit dem Autopiloten

Zuletzt hatte der erste tödliche Unfall mit dem Tesla-Autopiloten für Unruhe in der Branche und viele Negativschlagzeilen gesorgt. Der Hersteller Tesla hat allerdings keine Pläne, seinen Assistenten Autopilot nach einem ersten tödlichen Unfall abzuschalten. Den Fahrern solle in einem Blogeintrag aber besser erklärt werden, wie es funktioniere und wie sie sich dabei verhalten sollten, sagte Firmenchef Elon Musk dem «Wall Street Journal». «Viele Leute verstehen nicht, was es ist und wie man es einschaltet.» Tesla habe das System so schnell wie möglich auf den Markt bringen wollen, «weil wir wussten, dass es unterm Strich Leben retten wird», erklärte der Tech-Milliardär.

Die US-Verkehrsbehörde forderte bei Tesla eine Vielzahl von Informationen zum Autopilot-Assistenten an. Sie will eine Beschreibung des Systems, Daten zu Modifikationen, Testergebnisse und alle Beschwerden und Berichte zu Unfällen. Beim tödlichen Unfall war ein Tesla mit eingeschaltetem Autopilot-System unter einen Lastwagen-Anhänger gerast. Die Software hatte die weisse Seite des Anhängers für ein hochhängendes Autobahn-Schild gehalten.

(sas/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Seppetoni am 13.07.2016 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    und wieder

    rennen Europäer zu den Chinesen und helfen denen. Arbeitsplätze sind ja so was von garantiert, aber nicht hier.

  • AutoFAN am 13.07.2016 11:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ausgerechnet China?

    Wie zum Teufel will China Elektroautos bauen, wenn Sie es nicht schaffen herkömmliche brauchbare Autos zu bauen?

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  • Oha80 am 13.07.2016 15:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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    War ja klar, ja keine eigenen Ideen bringen...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Der SeheR am 13.07.2016 21:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jein

    Aussen Top, Innen Flop. Die Mittekonsole, bzw. das was eben nicht ist, ist ein ansoluter Ablöscher.

  • markus am 13.07.2016 21:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und das chinesen...

    ... auto funktioniert dann genau so intuitiv wie das navi oder jegliche andere elektronischen betriebsmittel von toyota?! dann muss tesla sich nicht wirklich fürchten! ich "darf" seit mehr als einem jahr ein prius fahren, abgesehen vom hybridkonzept gibt es an diesem fahrzeug nicht viel gutes, ich bin echt überrascht wie viele fahrer nach wie vor diese kisten kaufen können. ich werde in zukunft einen riesen bogen um diese marke machen und bin froh wenn ich die reisschüssel bald mal loswerde.

    • Dänu am 13.07.2016 22:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @markus

      Ich bin zufrieden mit meinem Japaner, 12 Jahre alt, ein Radlager defekt Vorglühkerzen defekt und Scheibenheber ausgeleiert ansonsten Null Probleme. Aber ein Chinese kauf ich sicherlich niemals.

    • Prii for Life am 14.07.2016 00:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @markus

      Ich fahre auch Prius und würde ihn nie wieder hergeben. Ja über das Design kann man sich streiten... Technisch kann Toyota jedoch niemand das Wasser reichen. Heute lacht kein Hersteller mehr über Hybridautos. Seit 1997 ist der Hybrid Millionenfach bewiesen und Toyota der grösste Batteriehersteller bei den Automobilherstellern. Was Chinesisches kommt nicht in Frage, selbst Reiche Chinesen vertrauen den eigenen Leuten nicht.

    • PROLLTRASH am 14.07.2016 12:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @markus

      toyota ist ein japanisches unternehmen. und die japaner bauen sehr zuverlässige autos. wenn sie china an sich meinen, kann ich ihnen rechtgeben. china kann keine guten autos bauen.

    • Mathias Ramser am 14.07.2016 12:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @markus

      Produkte aus China haben nichts mit jenen aus Japan am Hut. Möglich das einige Komponenten aus dem jeweils anderen Land kommen. Die Philosophie ist jedoch grundverschieden. Die Chinesen messen die Qualität in Stückzahlen. Bei den Japanern ist Zuverlässigkeit eine Frage der Ehre.

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  • Electro am 13.07.2016 16:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Top

    Egal, endlich ein Konkurrent... wird auch mal Zeit !

  • Oha80 am 13.07.2016 15:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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    War ja klar, ja keine eigenen Ideen bringen...

    • Beaves am 13.07.2016 19:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Oha80

      Warum kopieren? Fehler machen die Anderen und die Chinesen können fehlerfreies Produkt anbieten! Klever die Chinesen!

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  • gei am 13.07.2016 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lernfähigen

    Toll, Konkurrenz belebt das Geschäft, vielleicht wird sogar ein bisschen Umweltfreundlicher.