Ärger in Frankreich

08. September 2011 14:50; Akt: 08.09.2011 15:56 Print

Coca-Cola wütet gegen die «Cola-Steuer»

Weil in Frankreich eine Steuer auf Cola-Produkte erhoben werden soll, stoppt Coca-Cola Investitionen in ihr Werk bei Marseille. Auch der Chefbesuch wurde abgesagt.

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Der US-Getränkekonzern Coca-Cola reagiert auf die angekündigte «Cola-Steuer» in Frankreich mit einem Investitionsstopp: Eine für kommendes Jahr geplante Investition in Höhe von 17 Mio. Euro im südfranzösischen Cola-Werk nahe Marseille werde auf Eis gelegt, teilte der amerikanische Hersteller am Donnerstag mit.

Der geplante Besuch von Konzernchef John Brock zur 40-Jahr-Feier des Werkes in zehn Tagen sei abgesagt. «Wir protestieren damit symbolisch gegen eine Steuer, die unser Unternehmen straft und unsere Erzeugnisse stigmatisiert», erklärte der Mutterkonzern.

Die französische Regierung hatte vor zwei Wochen einen umfassenden Sparplan vorgestellt, mit dem sie in den kommenden Jahren die Staatsschulden verringern will. Unter anderem will die konservative Regierung im kommenden Jahr eine Steuer auf zuckerhaltige Erfrischungsgetränke wie Coca-Cola einführen, die jährlich 120 Mio. Euro in die Staatskasse spülen soll.

Coca-Cola beschäftigt in Frankreich an fünf Standorten insgesamt rund dreitausend Menschen. In Pennes-Mirabeau nahe Marseille im Süden des Landes arbeiten 203 Menschen für den Konzern, der nach eigenen Angaben in den vergangenen fünf Jahren 45 Mio. Euro in das Werk investiert hat.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Froschliebhaber am 08.09.2011 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    Schnitt

    Ou das schneiden sich Die Franzosen aber ins eigene Bein

    einklappen einklappen
  • Schälle Ursli am 08.09.2011 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Passt scho

    ich will such Steuern auf Cola bezahlen! Dafür Rivella subventionieren.

  • Karl am 08.09.2011 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Schulden

    wieviele mio. würde es in die kassen spülen wenn man die reichen nach demokratischen und rechtsstaatlichen gesetze besteuern würden wie der normale bürger? frankreich wird wohl der nächste staat sein das geld von der EU beantragen wird. ein schönes system haben wir in europa aufgebaut. lächerlich

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gordon Freeman am 08.09.2011 21:51 Report Diesen Beitrag melden

    wenn schon...

    von mir aus besteuert coca-cola, aber lasst mein zero da raus!

  • Jak Müller am 08.09.2011 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    Wahlplakate

    Ich würde in der Schweiz eine 10 CHF-Steuer auf alle Wahlplakate erheben. Ist ja schrecklich was im Moment abgeht. Umweltverschmutzung und Lanschaftsverschmutzung pur!!!

  • Pascal am 08.09.2011 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ideen gibts

    Genau. Und mc-donalds steuer. Und wer eine xl-pizza ordert bekommt auch ne extrasteuer? Schokoriegel? Habt ihr noch alle tassen im schrank?

  • MAD am 08.09.2011 20:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso nicht

    Ich persönlich finde diese steuer schlecht. Aus staatssicht muss man aber zugeben, dass softdrinks auch einen teil der wachsenden zahl fettleibiger beiträgt. Somit sollte man es nicht als steuer sondern lenkungsabgabe zur redujtion von gesundheitskosten sehen. Unter diesem aspekt durchaus nachvollziehbar.

  • Schälle Ursli am 08.09.2011 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Passt scho

    ich will such Steuern auf Cola bezahlen! Dafür Rivella subventionieren.