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SBB-Zahlen
10. September 2009 10:16; Akt: 10.09.2009 10:36 Print
Güterverkehr in der Krise
Die SBB haben im ersten Halbjahr 2009 ihr Konzernergebnis um 26,8 Prozent auf 132,8 Millionen Franken gesteigert. Im Personenverkehr hielt das Wachstum an. Der Güterverkehr aber litt massiv unter der Wirtschaftskrise.
Nach Abzug von Sondereffekten in der Höhe von 27 Mio. Franken bewegt sich das Halbjahresergebnis auf Vorjahresniveau, wie die SBB am Donnerstag mitteilten. Die in allen Bereichen ergriffenen Massnahmen gegen die Wirtschaftskrise zeigten Wirkung, heisst es in der Mitteilung.
Die Güterverkehrssparte der SBB leidet unter der schlechten Konjunkturlage.(Bild: Keystone)
Stellen strichen die SBB bisher keine, der durchschnittliche Personalbestand inklusive Tochtergesellschaften nahm im Periodenvergleich sogar um 215 auf
Der Personenverkehr vermochte die Leistungen in der Berichtsperiode um 38,6 Prozent auf 141,1 Mio. Fr. erneut zu steigern. Die Zahl der Reisenden nahm um 4,3 Prozent auf 164,4 Millionen zu. Der durchschnittliche Ertrag pro Zugkilometer war hingegen rückläufig.
Nachfragerückgang bei SBB Cargo
Im Gegensatz zum Personenverkehr bekam die SBB Cargo den harten Gegenwind der Wirtschaftskrise stark zu spüren. Der Verlust im Halbjahr betrug 24,4 Mio. Fr. nach einem Minus von 8,2 Mio. Fr. in der Vorjahresperiode.
Insgesamt sanken die Verkehrserträge von SBB Cargo um 16,2 Prozent auf 435 Mio. Franken. Besonders bei den Stahl- und Metalltransporten, aber auch in der Holz-, Papier- und Chemiebranche sei die Nachfrage deutlich geschrumpft.
Gut unterwegs sei SBB Immobilien. Das Ergebnis betrug 27,8 Mio. Franken, was einem Anstieg von 48,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Geschäfte in den 31 grössten Bahnhöfen steigerten den Umsatz trotz laufender Umbauten und negativer Konjunktur um 1,3 Prozent auf 718 Mio. Franken.
Tariferhöhung nicht vor 2010
In den nächsten Jahren sehen sich die SBB mit grossen Investitionen konfrontiert, heisst es weiter. Nebst der Beschaffung von neuem Rollmaterial im Umfang von rund 20 Mrd. Fr. bis 2030 stehe die Sanierung der Pensionskasse im Vordergrund. Dabei belaste der Arbeitgeberanteil die SBB während zehn Jahren mit knapp 100 Mio. Fr. pro Jahr und danach 15 weitere Jahre mit rund 25 Mio. Franken.
Am Mittwoch hatte der Verwaltungsrat der SBB das Pensionskassen-Sanierungskonzept des Stiftungsrates gutgeheissen. Dieses sieht vor, dass die Mitarbeitenden und Pensionierten der SBB sich mit 1,22 Mrd. Fr. an der Sanierung beteiligen. Der Bund soll weitere 1,15 Mrd. Fr. zahlen.
In Anbetracht der bevorstehenden Investitionen und des kontinuierlichen Angebotsausbaus müssten die SBB künftig mehr Einnahmen generieren können. Mit einer Tariferhöhung sei aber nicht vor Dezember 2010 zu rechnen.
(sda)























