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Lehman Brothers
15. März 2010 15:23; Akt: 15.03.2010 15:42 Print
US-Pleitebank wollte mit UBS fusionieren
Marcel Ospel und Richard Fuld, die Chefs der UBS und der 2008 untergegangenen US-Bank Lehman, wollten ihre Institute zusammenlegen. Den Deal bezahlt hätte die UBS.
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Frage an Ospel
Richard Fuld, Chef der im September 2008 kollabierten Investmentbank Lehman Brothers, und Marcel Ospel, langjähriger Präsident der Grossbank UBS, haben offenbar mehrmals über einen Zusammenschluss ihrer beiden Institute verhandelt. Das steht jedenfalls im Bericht des Lehman-Untersuchers Anton Valukas, der letzte Woche publiziert wurde. Im Anhang des 2200 Seiten starken Werks des amerikanischen Anwalts und Sonderprüfers ist die Rede von Diskussionen zwischen Ospel und Fuld im Jahr 2006 oder 2007 und mehreren Treffen der beiden Spitzenbanker in New York und in der Schweiz.
UBS-GV am 23. April 2008 in Basel: Der neue UBS-Präsident Peter Kurer (r.) bekommt von seinem Vorgänger Marcel Ospel einen symbolischen Schlüssel überreicht.
«Fuld schlug vor, Lehman mit Warburg, der UBS-Investmentbank-Einheit, zu fusionieren und den Deal durch die UBS finanzieren zu lassen, während Lehman die kombinierte Firma leiten würde», heisst es im Valukas-Bericht. Obwohl die Transaktion damals nicht zustande kam, blieb der Lehman-Chef offenbar überzeugt, dass ein Zusammenschluss mit der Schweizer Grossbank eine Möglichkeit bleiben würde.
Weitere Interessenten
«Im Februar 2008 erstellte Lehman eine Analyse über eine Fusion mit der UBS», hält Valukas fest. Darin sei die Rede von «weit höheren Abschreibungen als erwartet», welche die UBS im Schlussquartal von 2007 verbucht habe, und dass die Schweizer «ein viel grösseres Engagement in hochriskanten Anlagen» ausgewiesen hätten.
Als Ospel Anfang April 2008 als Reaktion auf die riesigen Subprime-Verluste seinen Rücktritt bekannt gab, sei der Deal allmählich von der Lehman-Agenda verschwunden.
Verschiedene Topleute der Investmentbank hätten im Frühling 2008 in E-mails «Hinweise auf eine mögliche Transaktion mit der UBS» an Lehman-Boss Fuld gemacht, «aber damals gab es keine ernsthaften Gespräche mit der UBS».
Der Valukas-Bericht nennt weitere Banken und Investoren, die von Lehman für eine Fusion oder eine Zusammenarbeit angegangen worden seien, darunter die Deutsche Bank, die US-Investmentbank Morgan Stanley sowie der amerikanische Investor Warren Buffett. Eine UBS- Sprecherin lehnte einen Kommentar zu dem Bericht ab.
(sda)
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Alle 5 Kommentare





























UBS und Lehmann, das wär's gewesen!
Wahrlich, diese Abzocker Brüder hätten gut zueinander gepasst und dem Bund / der SNB die Chance gegeben, diesen Gaunern noch ein paar Milliarden mehr nachzuwerfen. Beide Banken beherrsch(t)en das Prinzip "Gewinne privatisieren - Verluste sozialisieren" bis zur Perfektion. Beiden Banken waren / sind die Pest der Neuzeit.
Grössenwahnsinn
UBS hatte schon immer den Anspruch in allen Bereichen die Nummer 1 auf der Welt zu sein. Auch Swissair war damals am durchstarten und ist auf die "Schnauze" gefallen. Nun versuchst auch der Bankensoftwarehersteller Avaloq mit der Internationalisierung.
mal halblang
lehman brothers war so gesund, wie alle anderen banken während der krise (also ziemlich angeschlage). die übrigen banken (sog. kameradenschweine) haben einfach den hahn zugedreht. wenn heute alle kunden der postfinance oder von raiffeisen ihr geld zurück verlangen, gehen diese institute auch hopps. lehmann hat nach "untergang" noch viel geld verdient.