Mehr Stellen als 2011

02. Dezember 2012 22:21; Akt: 02.12.2012 22:57 Print

Schweizer Arbeitsmarkt erstaunlich robust

von Hans Peter Arnold - Trotz sich häufender Jobabbau-Massnahmen bleibt der Schweizer Arbeitsmarkt weiterhin robust. Die Konjunkturforschungsstelle rechnet auch künftig mit einer tiefen Arbeitslosenquote.

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Überraschender Trend: Die grossen Unternehmen fragen erheblich mehr Personal nach als im Vorjahr.

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Auf 226 Punkten stand im Oktober der «Monster Index Schweiz» (MIS), der das Angebot auf den Firmen-Websites sowie Online-Jobbörsen zählt. Das bedeutet zwar gegenüber September ein leichter Rückgang von 0,5 Prozent. Das Stellenangebot ist jedoch immer noch fünf Prozent höher als ein Jahr zuvor.

«Insgesamt verlief der MIS im Jahr 2012 entlang der zuversichtlich stimmenden Arbeitsmarktsituation in der Schweiz», sagt Michel Ganouchi von Monster Worldwide. Die Arbeitslosenquote betrug im Januar 3,4 Prozent, sank dann bis Mitte des Jahres auf 2,7 Prozent und lag im Oktober wieder bei 2,9 Prozent.

48 Prozent mit tieferem Job-Angebot

Im krassen Gegensatz dazu stehen die neuen Rekordzahlen in den Euro-Ländern, wo die Arbeitslosenquote auf 11,7 Prozent stieg. In der Schweiz hingegen blieb der Arbeitsmarkttrend auch im November ermutigend, wie die Auswertung der wichtigsten Arbeitgeber zeigt: Der Rückgang des Stellenangebots beträgt demnach gegenüber dem Vormonat nur 0,5 Prozent. 44 Prozent der Firmen haben mehr Stellen ausgeschrieben; 48 Prozent fragt weniger Personal nach.

Ende November notiert das Angebot der Schweizer Top-Arbeitgeber um 22 Prozent über dem Vorjahr. Die stärksten Zuwächse gab es in der Pharmaindustrie und im Detailhandel. Hingegen verläuft der Trend im Finanzsektor seitwärts.

Die Gründe für den positiven Trend

In Zeiten grosser Unsicherheit komme die politische und finanzpolitische Stabilität der Schweiz gut an, erklärt der Leiter der Konjunkturforschungsstelle (KOF) Jan-Egbert Sturm den erstaunlich positiven Trend gegenüber 20 Minuten. Zusammen mit der Zuwanderung sei ein sich teilweise selbstverstärkender Prozess entstanden.

KOF gehe von einer im Winter stabilen Beschäftigungsentwicklung aus. Die Arbeitslosenquote soll nur langsam von durchschnittlich 2,9 Prozent für das Jahr 2012 auf 3,0 Prozent im Jahr 2013 steigen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sven Samenström am 03.12.2012 09:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu alt

    Alles nur sinnlose Statistik und Schönfärberei. Fragt mal die, welche keinen Job mehr finden, weil sie zu alt (über 45j) sind

  • sascha am 03.12.2012 07:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neid wächst sicher

    Und der Neid in der EU auf die Schweiz steigt. Wetten das die EU neue Forderungen bringt. Wie z.b vor kurzem das.die Schweiz die EU gesetzte automatisch übernehmen soll ! Hoffe wir zeigen Rückgrat.

  • Simi am 03.12.2012 07:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wer soll das noch glauben?

    Das ist ja auch kein Kunststück wenn man Arbeitslose in Beschäftigungsprogrammen oder Kursen vom RAV einfach aus der Statistik löscht. Und Sozialhilfeempfänger kommen sowieso nicht in die Statistik. Darum kann man unsere Arbeitslosenquote auch nicht mit der EU vergleichen, weil wir hier ein eigenes Süppli kochen. Warum? Weil die Arbeitslosigkeit in der Schweiz zum Problem würde, wenn das Volk die Realität kennt. Aber so müssen die Politiker ja nichts tun.

  • Neeviger am 03.12.2012 05:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Temporär und Lohn

    Ja ja einen jop suchen und finden ist das eine. Wenn es doch so viele freie Arbeitsplätze hat wieso finde ich den keinen. Es ist doch komisch die temporär Büros haben Hochkonjunktur und die Arbeitgeber stellen nur temporär Leute ein zu niedriglöhnen. Es sind die deutschen und Franzosen die unseren Arbeitsmarkt in der Grenzregion kaputt machen. Somit auch das lohngefüge.

  • ymarc am 03.12.2012 01:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz muss antizyklisch Handeln

    In unsichren Zeiten locken Staaten mit vermeintlich guter Stabilität (z.B. Schweiz). Wenn sich die Lage wieder beruhigt, dann locken die weltweiten Renditen wieder, die dann höher als die Stabilität bewertet werden. Während einige Staaten in Krisenzeiten zusätzlich mit Abwanderung von Firmen und Arbeitnehmenden rechnen müssen, müsste sich die Schweiz für die guten Zeiten rüsten, wo es dann global attraktiver wird.