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Arbeitslos
08. Oktober 2012 18:31; Akt: 09.10.2012 10:09 Print
Immer mehr Jugendliche ohne Job
von A. Hämmerli - Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit bei den Jungen um fast zehn Prozent gestiegen. Besonders betroffen sind Handwerksberufe. Im Ausland ist die Situation weitaus dramatischer.

Einen Job zu finden, ist für viele Junge schwer geworden. (Bild: Keystone)
Härtere Zeiten für die Schweizer Jugend: Im September fanden
Griechenland55,4%
Spanien 52,9%
Portugal35,9%
Irland 34,7%
Italien 34,5%
Slowakei31,5%
Bulgarien29,4%
Lettland29,3%
Ungarn 28,9%
Zypern 26,9%
Quelle: EUROSTAT, August 2012
«Die Unternehmen verfügen wegen der unsicheren Wirtschaftslage wieder vermehrt Einstellungsstopps», sagt George Sheldon, Arbeitsmarktexperte an der Uni Basel. «Und diese treffen für gewöhnlich eher die jungen Stellensuchenden.» Von einem dramatischen Zuwachs der Jugendarbeitslosigkeit zu sprechen, fände Sheldon trotz des Anstiegs um 9,1 Prozent übertrieben. «Von Jugendarbeitslosenquoten über 5 Prozent wie im Jahr 2009 sind wir noch weit entfernt.» Wirklich «problematisch» sei die Jugendarbeitslosigkeit zudem im ökonomischen Sprachgebrauch erst, wenn diese mehr als doppelt so hoch sei wie in der Gesamtbevölkerung.
Griechen und Spanier leiden am meisten
Gemäss den neusten Prognosen des Seco wird sich die Arbeitslosenquote in der Schweiz über alle Altersschichten im kommenden Jahr von derzeit 2,8 auf 3,3 Prozent erhöhen. «Die Jugend wird davon erfahrungsgemäss überdurchschnittlich betroffen sein», sagt Seco-Experte Schärli. Im internationalen Vergleich dürfte die Schweiz aber auch dann hervorragend abschneiden. Das zeigt ein Blick in die EU. Dort beträgt die Jugendarbeitslosigkeit im Schnitt 22,7 Prozent. Deutschland schneidet unter den EU-Ländern mit 8,1 Prozent am besten ab, gefolgt von Holland und Österreich. Besonders hart haben es die Jugendlichen in Griechenland und in Spanien. Dort ist mehr als jeder zweite Jugendliche Arbeitslos (52,9 bzw. 55,4 Prozent, siehe Box). Weltweit beläuft sich die Jugendarbeitslosigkeit auf rund 12,7 Prozent.
Laut Sheldon schneidet die Schweiz insbesondere deshalb derart gut ab, weil der hiesige Arbeitsmarkt nur leicht reguliert ist: «Es bestehen weder hohe Mindestlöhne noch ist es sonderlich schwierig, Leute zu entlassen», erklärt Sheldeon. Entsprechend leicht falle es den Unternehmen, Arbeitskräfte einzustellen. In den Krisenländern Griechenland und Spanien sei es genau umgekehrt. Dort gelte: Wer einen Job hat, will diesen behalten. «Und die Arbeitslosen haben Pech gehabt.» Von Deregulierung wolle man in den Gewerkschaften daher nur selten etwas wissen.
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Alle 87 Kommentare

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Bs203
Ich finde es irgendwie schade das ganze zu verallgemeinern. Als ich 16 war ging ich auf Saisonstelle in verschiedenen Hotels.Ich wollte Geld und Arbeit dies hab ich gemacht bis ich den Ausbildungsplatz bekam . Diese habe ich im Sommer erfolgreich mit einem guten Durchschnitt im DHF abgeschlossen. Mein Ausbildungsbetrieb war sehr gut und doch wollte ich was neues erleben. Wie es so gekommen ist bin ich in der Firma geblieben(andere Filiale) und konnte ohne wirklichen Probleme wechseln.Natürlich brauchte es auch den Willen,Durchsetzungsvermögen und das spezielle weil Konkurrenten hat man immer.
Schade
Hallo Seppi Genau, so habe ich das auch gemacht. Ich war mir nicht zu schade um anzupacken. Doch sind heute die Jugendlichen oft bequem und zu faul
umdenken
Vielleicht liegts ja auch an Euch? 3 von 100 haben keinen Job - 97 finden also einen und arbeiten. Die Jammeris, die 100 000 Bewerbungen schicken und nirgends genommen werden, sollten vielleicht mal an sich arbeite, als immer und überall Gründe zu finden. Wer arbeiten WILL - der kann in der Schweiz arbeiten.
Keine chance
Es liegt überhaupt nicht an der Faulheit!!! Ich habe im Sommer meine Ausbildung als Kauffrau erfolgreich abgeschlossen, und nun hole ich die Berufsmatura nach. Wieso? Auch mit gutem Abschluss hat man als 20 Jährige sehr schlecht Chancen auf eine Stelle.. Die Berufsmatura hätte ich erst in 2 oder 3 Jahren gemacht.
tja...
entschuldigen sie... der KV markt hat auch zuviele bewerber. alles redet nur noch von KV. selber schuld! und das schlimme... alle wollen weiterhin das kv machen. superausbildung richtig... jedoch hat es einfach zu wenige stellen.