152 Millionen Franken Gewinn

14. September 2017 10:03; Akt: 14.09.2017 10:20 Print

SBB verdoppelt Halbjahresgewinn

Gute Zahlen beim Personenverkehr und bei der Infrastruktur geben dem Ergebnis der SBB Schub. Gebremst werden die Bundesbahnen von der Gütersparte.

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Das Geschäft läuft gut: Pendler im Hauptbahnhof Zürich. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Die SBB ist nach eigenen Angaben gut unterwegs. Der Halbjahresgewinn verdoppelte sich praktisch auf 152 Millionen Franken. Zurückzuführen ist das auf den Personenverkehr und die Infrastruktur. Die Gütersparte SBB Cargo schloss dagegen im Minus.

Der internationale Güterverkehr erzielte dabei aber einen Rekordumsatz und ein positives Halbjahresergebnis, wie die SBB am Donnerstag mitteilte. SBB Cargo schrieb insgesamt 25 Millionen Franken Verlust nach vier Millionen Minus in der Vorjahresperiode. Vor allem der Import- und Exportverkehr ging stark zurück, aber auch der Wagenladungsverkehr verzeichnete Einbussen.

Die SBB will die Produktivität im Güterverkehr weiter steigern mit Automatisierung und strukturellen Anpassungen. Die Desindustrialisierung mache das Marktumfeld schwierig und setze sich fort, begründete sie die Notwendigkeit.

Sparprogramm und Tariferhöhung

Mit 152 Millionen Gewinn verdoppelte der Gesamtkonzern indessen praktisch das Halbjahresergebnis des Vorjahres von 72 Millionen Franken. Als wesentlichen Treiber bezeichnete die Bahn das Effizienzprogramm RailFit 20/30. Der operative Aufwand konnte so um 0,5 Prozent gedrosselt werden. Das Sparprogramm geht weiter. Die Anzahl der Mitarbeiter sank innert Jahresfrist um 242 auf 32'875.

Die Tariferhöhung ab dem Fahrplanwechsel zeigte ebenfalls Wirkung. Im Personenverkehr verdoppelte sich der Gewinn auf 60 Millionen Franken. Im Vorjahresvergleich stieg die Anzahl der Passagiere um 1,3 Prozent und beläuft sich auf 1,25 Millionen pro Tag.

Dabei stieg die Zahl der Personenkilometer nur leicht. Das erklärt sich zum Teil durch den Gotthard-Basistunnel, der die Distanz auf der Nord-Süd-Achse verkleinert. Hinzu kamen Streckensperrungen wegen Bauarbeiten.

(rub/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • PS;L am 14.09.2017 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Armes Volk

    Ach in dem Fall steht uns mal wieder eine Billetpreiserhöhung bevor... Man muss doch noch eine paar Millionen Boni an die Chefs auszahlen können.

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  • Michi Brugger am 14.09.2017 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    kein Wunder

    kein Wunder, überall Leistungsabbau, Kurzzüge, Ausfälle, geschlossene Bahnschalter und Tariferhöhungen...

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  • peter paul am 14.09.2017 10:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und noch immer reicht es nicht

    Und noch mehr Geld vom Steuerzahler verlangen und noch teurere Billete....macht mal wieder eine anständige Rechnung...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • §§§ am 15.09.2017 05:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leistungsabbau und Preiserhöhung....

    ....gensu so lässt sich ein reiches Volk verarschen. Der ÖV nutzt dank seiner schieren Größe das Monopol gnadenlos aus. "Der Kapitalist sagt dem, der Markt spielt. Der Sozialist siehts eher als Volksbetrug". Tatsache ist, dass die halbstaatlichen Betriebe SBB, Post und Swisscomm, die best etablierten Melkmaschinen des Landes sind. und das nicht nur für die privaten Aktionäre sondern sie spielen dem Staat jährlich hunderte Millionen Franken als "versteckte Steuern" in die Bundeskasse.

  • Roman Brügger am 15.09.2017 02:38 Report Diesen Beitrag melden

    Gewinn ist Steuergeld

    Die SBB muss ja keinen Gewinn machen, aber nicht so unanständig hohe Boni auszahlen. Dafür könnte sie aber mehr Reinigungspersonal anstellen, das dann auch wirklich reinigt. Mehr Personal in den Zügen zu Randzeiten wäre auch besser. Es wäre auch gut, etwas der Staatskasse zurückzugeben, weil wir mit unseren Steuern die Bahn unterhalten. Mehr Schalterpersonal wäre auch kein Luxus, das dann ich wirklich Infos gibt.

  • Marc-Thomas am 15.09.2017 00:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke schön!

    Nach über 10 Jahren beruflich in Deutschland und enorm oft mit der DB unterwegs, freue ich mich, nach meiner Rückkehr in die CH über die Pünktlichkeit, Sauberkeit und die freundlichen MitarbeiterInnen der SBB. Eib grosses Lob & Dankeschön an die SBB.

    • Bravo.. am 15.09.2017 11:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marc-Thomas

      Geht mir genau soo..und die SBB hat auch Angestellte.. die im falschen Boot sind..aber es sind nach meiner (Hochrechnung..) keine 4%..Danke SBB..

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  • Prof. Shauna J. Llewellyn, am 14.09.2017 22:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gewinn ist viel höher

    Als uns mitgeteilt wird, viel höher!

  • RegnumBohemiae 1182 am 14.09.2017 22:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wie auch?

    Den Güterverkehr fahren ja auch alle anderen in- und ausländischen Unternehmen, weil die SBB zu unflexibel und steif am Markt wurstelt. Da wird noch so gearbeitet, wie vor 20 Jahren, wie soll man da auf kurzfristige Änderungen, wie jetzt gerade wieder mit der Sperrung der Rheintalstrecke in D und den umgeleiteten Güterzügen reagieren können? Glück für die, die's können, schauet zu und lernt- SBB ;) ihr seid viel zu beschäftigt mit den Teilen National und International und unwirtschaftlicher Lokomotiv-Logistik, während die anderen einfach fahren..

    • Thomas H. am 15.09.2017 00:25 Report Diesen Beitrag melden

      @RegnumBohemiae 1182

      Keine Ahnung haben Sie. Im internationalen Güterverkehr herrscht Wettbewerb, an dem sich auch die SBB beteiligen muss, natürlich ist sie nicht das einzige Unternehmen. Das Problem mit der Rheintalstrecke sind ungenügende Kapazitäten auf dem restlichen DB-Netz in Richtung Schweiz (via Schaffhausen etwa) und dass sich die SNCF zu Beginn stur stellte. Weiterhin hat man das Problem, dass zu viele stromlose Strecken mit zu wenig kompatiblen Dieselloks und streckenkundigen Lokführern zur Verfügung stehen. Nichts davon hat mit der SBB zu tun.

    • RegnumBohemiae 1182 am 15.09.2017 01:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas H.

      komisch, in den Einsatzleitungen der anderen EVU in CH stellt sich die Sachlage etwas anders, als von dir beschrieben, dar. Eben, bei SBBi und erst recht bei SBBnat keine/nicht genügend strecken- oder Lokkundige Tf, und falsche Fahrzeugdispositionen. Aber du sagst, das hat nichts mit der SBB zu tun, dann wird das wohl so sein ;) unantastbar!!

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