«Gewinnschmelze»

02. April 2012 10:47; Akt: 02.04.2012 11:02 Print

Börse von Barry Callebaut enttäuscht

Die Händler haben auf das Ergebnis des Schokoladeproduzenten Barry Callebaut negativ reagiert. Bei Börsenbeginn verlor die Aktie mehr als drei Prozent.

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Ein enttäuschendes Ergebnis hat am Montag die Aktien von Barry Callebaut belastet. In einem etwas festeren Markt sanken die Titel des weltgrössten Schokoladeproduzenten im frühen Handel um mehr als drei Prozent. Nach 10 Uhr standen die Aktien noch 1,9 Prozent im Minus.

Barry Callebaut verbuchte im ersten Geschäftshalbjahr 2012/13 bei einem um drei Prozent höheren Umsatz von 2,48 Mrd. Franken einen Gewinnrückgang von 18 Prozent auf 122 Mio. Franken. Der Gewinnrückgang habe auch mit Investitionen zu tun, hiess es. Das zweite Quartal sei besser gelaufen als das erste.

Gewinnschmelze nur bedingt enttäuschend

Händler sagten, das Unternehmen habe die Volumina betreffend mehr Schokolade produziert als erwartet. «Aber Betriebs- und Reingewinn sind enttäuschend», hiess es. Die «Gewinnschmelze» sei aber nur auf den ersten Blick enttäuschend, kommentierte die Privatbank Notenstein. Bei Volumen und Umsatz habe Barry Callebaut überzeugt. «Besonders erfreulich ist, dass Barry Callebaut in allen Regionen und bei allen Produktgruppen gewachsen ist.»

Da der Betriebsgewinn (EBIT) vor allem durch Investitionen in künftiges Wachstum geschmälert worden sei, sollte das Ergebnis nicht allzu negativ interpretiert werden, so der Kommentar von Notenstein weiter.

Fast ein Schnäppchen

Die UBS verweist in einem Kurzkommentar ebenfalls auf die Wachstumsinvestitionen, welche kurzfristig die Profitabilität belasten würden. Dies sei aber die richtige Strategie.

Die Aktie ist gemäss Händlern zwar nicht gerade ein Schnäppchen, aber Kursrücksetzer könnten als Zukaufsgelegenheit wahrgenommen werden. Die Aussichten seien weiterhin gut.


(sda)