Für 2013

27. August 2012 11:09; Akt: 27.08.2012 11:44 Print

Strompreise gehen zwei Prozent runter

Die Stromversorger senken ihre Preise für das nächste Jahr leicht. Grund ist die günstigere Netznutzung. Ein durchschnittlicher Haushalt wird rund 15 Franken sparen.

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Die Strompreise für Haushalte sinken im kommenden Jahr um rund ein Prozent. Unternehmen dürfen 2013 mit rund zwei Prozent tieferen Strompreisen rechnen. Ursache sind in vielen Fällen sinkende Entschädigungen für die Netznutzung.

Für einen Haushalt mit einem Stromverbrauch von 4500 Kilowattstunden sinkt die jährliche Stromrechnung damit um knapp 15 Franken. Die Preisanpassungen unterscheiden sich allerdings regional und je nach Stromprodukt stark, wie aus der am Montag veröffentlichten Umfrage des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) hervorgeht.

Basis für diese Prognose ist eine VSE-Umfrage bei 29 grösseren Elektrizitätsversorgungsunternehmen, die 50 Prozent der gesamtschweizerischen Stromkunden versorgen.

Preisänderungen sind in der Regel durch tiefere Netznutzungstarife verursacht. Die Gründe dafür sind Kostensenkungen und die reduzierten Tarife für Systemdienstleistungen, die 2013 lediglich 0,31 Rappen pro Kilowattstunden betragen. Für dieses Jahr beträgt dieser Wert 0,46 Rappen pro Kilowattstunde.

Die eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom gibt jeweils im September die tatsächliche Strompreisentwicklung für das kommende Jahr bekannt. In diesem Jahr fallen die Strompreise für Haushalte gegenüber dem Jahr 2011 um rund zwei Prozent tiefer aus.

Gegenläufige Tendenzen

Im Energiebereich gebe es derzeit gegenläufige Tendenzen, hält der VSE fest. Einerseits stiegen die Kosten für Produktionsanlagen wegen Investitionen und Sanierungen leicht an. Auf der anderen Seite habe sich der Strom von internationalen Strombörsen als Folge der Wirtschaftskrise etwas verbilligt.

Betreffend der Abgaben an das Gemeinwesen sei keine einheitliche Entwicklung ersichtlich. Einzelne Gemeinden hätten die Abgaben allerdings «deutlich erhöht».

Der VSE hat zudem in seiner Studie «Wege in die neue Stromzukunft» die Kosten der zukünftig notwendigen Investitionen in Anlagen und Netze berechnet. Bis 2050 ist je nach Szenario mit Investitionen von 118 bis 150 Milliarden Franken zu rechnen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lisa Luna am 27.08.2012 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Nachricht...

    ...hat man doch den Nachtstrom letztes Jahr um 40% erhöht (aber diese ging stillschweigend über die Bühne, komisch...).

  • Solarpower am 27.08.2012 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schachzug

    ...doch nur, dass die atomlobby beim nächsten aufschlag (und der folgt mit sicherheit) richtig reinhauen und die energie-wende verdammen kann! Geschickt eingefädelt!

  • Ichnicht am 27.08.2012 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    In Deutschlad

    sagen sie einen anstieg von 30% der Stromkosten auf 2020 an. Und hier wirds billiger?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peschä am 27.08.2012 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Ruhe vor dem Sturm

    Leider gibt es hier keinen Grund zur Freude! Bald wird Strom um ein Vielfaches teurer, wenn wir nicht doch noch auf eine neue AKW-Generation setzen und die Staumauern erhöhen. Mit Wind und Sonne lässt sich einfach keine vernünftige Bandenergie herstellen. Das ganze erforderliche "Gebastel" mit zusätzlichen Gaskraftwerken, Stromspeichern, Smartgrids,... kostet Unsummen und man darf bezweifeln, ob das Ganze durch diesen grossen technischen Aufwand überhaupt noch ökologischer ist, als konventionelle Stromerzeugung.

    • Tinu am 27.08.2012 19:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ruhe bewahren

      Woher beziehst du deine Informationen? Glaubst du der Stromlobby mehr als unseren Politikern? Klar, Strom wird teurer werden, weil wir immer mehr desselben verbrauchen. Die Nachfrage bestimmt das Angebot, dieses Marktgesetz hat nichts mit Atomkraftwerken und Solarenergie zu tun. Es geht nur noch darum, mit möglichst wenig Aufwand, möglichst viel Gewinn zu erzielen. So gesehen ist es leider wesentlich effizienter, Menschen (wie dich) für Atomenergie zu begeistern, als neue Sonnen- und Windkraftwerke zu bauen.

    einklappen einklappen
  • Solarpower am 27.08.2012 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schachzug

    ...doch nur, dass die atomlobby beim nächsten aufschlag (und der folgt mit sicherheit) richtig reinhauen und die energie-wende verdammen kann! Geschickt eingefädelt!

  • Colbi Carla am 27.08.2012 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Wird TEURER

    Und warum kommt heute ein Brief vom EWZ das sie auf anfang 2013 aufschlagen????? Ja Ja

    • craig am 27.08.2012 13:35 Report Diesen Beitrag melden

      den brief hab ich nicht bekommen

      und lebe direkt in der Stadt zürich. Welche strom kategorie gehörst du an? Ich weiss das der éko strom aufschlägt und dazu sag ich nur selber schuld, diejenigen welche den atomaustieg befürworten sollen jetzt ja nicht anfangen zu motzen wenn der strom teurer wird

    • Colbi Carla am 27.08.2012 19:29 Report Diesen Beitrag melden

      Die brauchen Doch Kohle für das Glasfasernetz

      @craig, der kommt schon noch, wohne auch in der Stadt Zürich und habe mixpower. Die brauchen Doch Kohle für das Glasfasernetz in Zürich

    einklappen einklappen
  • Ichnicht am 27.08.2012 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    In Deutschlad

    sagen sie einen anstieg von 30% der Stromkosten auf 2020 an. Und hier wirds billiger?

  • Lisa Luna am 27.08.2012 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Nachricht...

    ...hat man doch den Nachtstrom letztes Jahr um 40% erhöht (aber diese ging stillschweigend über die Bühne, komisch...).