Geld anlegen

18. September 2012 13:57; Akt: 18.09.2012 14:04 Print

Nationalrat lehnt Goldfranken ab

Ein Vorstoss von Lukas Reimann (SVP) zur Schaffung eines Goldfrankens mit fixiertem Goldgehalt fand im Nationalrat keine Zustimmung.

storybild

Es gebe bereits genügend Möglichkeiten für Kleinsparer, Gold zu erwerben, sagten die Gegner der Vorlage. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Nationalrat will keinen Goldfranken einführen. Er hat am Dienstag mit 135 zu 38 Stimmen bei 15 Enthaltungen eine parlamentarische Initiative aus den Reihen der SVP abgelehnt. Der Goldfranken, ein Münzsatz mit einem fixierten Goldgehalt, wäre eine krisensichere Anlagemöglichkeit für Kleinsparer, begründete Lukas Reimann (SVP/SG) das Anliegen. Er hatte die parlamentarische Initiative des ehemaligen Nationalrats Ulrich Schlüer (SVP/ZH) übernommen. Dank des Goldfrankens könne es sich auch der Mittelstand leisten, Geld in Gold anzulegen.

Susanne Leutenegger Oberholzer (SP/BL) konnte dem Goldfranken nicht viel abgewinnen: Dieser eigne sich wegen des schwankenden Goldkurses nicht als Zahlungsmittel, sagte sie im Namen der vorberatenden Wirtschaftskommission. Und als Sparmittel brauche es den Goldfranken nicht - es gebe bereits genügend Möglichkeiten für Kleinsparer, Gold zu erwerben.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Meierhans am 18.09.2012 17:59 Report Diesen Beitrag melden

    Help!

    Was mindestens 5000 Jahre ging, das soll nun plötzlich kein zuverlässiges Zahlungsmittel mehr sein? Was verstehen unsere Politiker(innen) eigentlich vom realen Leben und von der Geschichte? Aber Papiergeld, das ständig an Wert verliert, ist zumutbar? So verlor der US-Dollar seit seiner Einführung beispielsweise 98% seiner Kaufkraft.

    einklappen einklappen
  • Supermario am 18.09.2012 14:28 Report Diesen Beitrag melden

    Schon klar

    Dass SLO alles was glänzt (ausser ihren Ohrringen natürlich) ablehnt, liegt wohl auf der Hand. Immerhin gäbe es auf Goldanlagen zumindest keinen Zinseszins, was ihr doch mit Sicherheit gefallen müsste.

  • Hyperion am 18.09.2012 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Auch eine Schnapsidee...

    Goldfranken ist auch eine Idee aus dem Mittelalter. Wer Gold als sichere Investition will, kauft sich welches. Da gibt es heute bereits so kleine Barren, dass auch ein Kleinanleger dies kaufen kann (wenn man dies physisch erwerben will). Da hätte man besser auf die parlamentarische Initiative verzichtet und damit Zeit für wichtigere Themen investiert.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Meierhans am 18.09.2012 17:59 Report Diesen Beitrag melden

    Help!

    Was mindestens 5000 Jahre ging, das soll nun plötzlich kein zuverlässiges Zahlungsmittel mehr sein? Was verstehen unsere Politiker(innen) eigentlich vom realen Leben und von der Geschichte? Aber Papiergeld, das ständig an Wert verliert, ist zumutbar? So verlor der US-Dollar seit seiner Einführung beispielsweise 98% seiner Kaufkraft.

    • Supermario am 19.09.2012 16:06 Report Diesen Beitrag melden

      Ja klar!

      Papier-, Stein- oder Muschelgeld gibts vermutlich nahezu ebenso lange. Kürzlich wurden gar Dokumente ausgegraben, welche bereits zu Pharaonenzeiten belegen, dass auch die mit Futures gehandelt haben :-) Ich würde mich jedenfalls bedanken, wenn ich meinen neuen Wagen mit einer halben Tonne Silber begleichen müsste!

    • Uri Winfeld am 20.09.2012 21:23 Report Diesen Beitrag melden

      Silber

      Supermario, dafür genügt eine kleine Masterbox

    einklappen einklappen
  • Thomas am 18.09.2012 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Giralgeld

    Wenn wir zum Goldstandard zurückkehren würden, bräche das gesamte Bankensystem zusammen, weil es hauptsächlich auf die Erschaffung des Geldes aus dem Nichts (Giralgeld) spezialisiert ist, was eigentlich in die Hand des Staates gehören sollte und wir somit weiterhin die Bonis und das Casino namens Börse weiter erhalten.

    • Supermario am 19.09.2012 16:03 Report Diesen Beitrag melden

      Oberquatsch

      Quatsch, zuerst Literatur begutachten, bevor solch ein Müll zu Papier gebracht wird. Goldstandard heisst einzig und allein, dass die NOTENBANKgeldmenge durch den Goldwert gedeckt sein muss. Die durch die Geschäftsbanken gehebelte Kreditmenge wird durch diese kaum beeinflusst; vielmehr wieviel Reserven (EK und Liquidität) und damit mit welchem Hebel die Geld ausleihen können!

    einklappen einklappen
  • MacDubh am 18.09.2012 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    Ohje

    Hab ich was verpasst. Wofür gibt es Gold-Vreneli und kleinere Barren Gold kriegt man bei jeglicher Bank in Ihrer Nähe. Das ist so was von Unnötig. Sobald der Kurs sinkt werden sich die Anleger wieder ärgern, da sie ihm zu hohen Kurs eingekauft haben. Ansonsten können wir auch den Franken abschaffen und zurück zum Tauschhandel gehen :D das würde der SVP sicher gefallen

  • christian anderegg am 18.09.2012 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Realwert

    Immerhin hätte der Goldfranken einen Realwert im Gegensatz zum jetz gebräuchlichen Papier. Ich als links wähler hätte LR unterstützt und wäre wohl nicht der Einzige. Wir sollten uns langsam auf den Crash vorbereiten

    • Hyperion am 18.09.2012 16:12 Report Diesen Beitrag melden

      @Christian

      Gold (in Baren etc.) hat auch einen Realwert. Wer Gold als sichere Anlage braucht, kann sich welches kaufen. Selbst wenn man es physisch erwerben will, gibt es bereits sehr kleine Barren. Übrigens wurden die Goldvreneli nie ausser Kurs genommen. Aber es wir ja niemand damit bezahlen (mit dem Nennwert auf der Münze) und dies wird beim Goldfranken auch nicht sein, wenn der Goldwert steigt.

    • holzchopf am 18.09.2012 16:24 Report Diesen Beitrag melden

      @christan

      absolut recht hast du. ich als linkswähler.. merke auch immer mehr dass AUCH rechts gute argumente und ansätze hat. darum wieso teilen wir uns gegenseitig in dieses links/rechts schema ein. lieber zusammen arbeiten.. gegen die elite.. divide e imparare hat schon immer funktioniert

    einklappen einklappen
  • Pete am 18.09.2012 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    Klar...

    Man will ja nicht am Ende noch Geld mit echtem Wert im Umlauf haben, sondern nur repräsentatives Geld ohne Deckung...