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Toyota
04. Februar 2010 20:01; Akt: 05.02.2010 00:55 Print
Schweiz vom Gaspedal-Debakel noch verschont
Toyota kommt wegen technischer Mängel an seinen Autos immer stärker unter Druck. Das US- Verkehrsministerium leitete eine offizielle Untersuchung über mögliche Probleme mit den Bremsen des Hybridmodells Prius ein. In der Schweiz ist aber weiterhin kein Fall aufgetreten.
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Schon jetzt teuer zu stehen kommt Toyota das Rückruf-Debakel wegen klemmenden Gaspedalen: Das japanische Unternehmen rechnet insgesamt mit Kosten von umgerechnet bis zu 1,4 Mrd. Euro - für die Reparatur der Wagen und durch sinkende Verkäufe infolge des Image- Schadens.
Bei gewissen Modellen besteht nach Angaben des Konzerns die Gefahr, dass das Pedal nicht mehr oder nur langsam in seine Ausgangsposition zurückkehrt.
In der Schweiz müssten bei «unter 10 Prozent» aller rund 320'000 Autos der Marke die Gaspedale überprüft werden, gab die Schweizer Niederlassung am Donnerstagabend ohne präzise Zahlenangabe bekannt. Toyota Schweiz wird alle Kunden persönlich anschreiben und rechnet mit einem Abschluss der Aktion innert sechs bis acht Wochen.
Es seien bis zum aktuellen Zeitpunkt in der Schweiz keine Fälle betreffend mangelhafte Gaspedale gemeldet worden, betonte Toyota Schweiz in der Mitteilung.
Toyota bessert Prognose auf
Trotz des Rückrufs von Millionen Autos weltweit sieht sich der weltgrösste Autohersteller auf dem Weg zurück in die Gewinnzone. Wie er am Donnerstag bekanntgab, dürfte zum Ende des bis Ende März laufenden Geschäftsjahres dank aggressiver Kostensenkungen und hoher Nachfrage nach Hybridautos unter dem Strich ein Gewinn von 80 Mrd. Yen (932 Mio. Franken) anfallen statt zuvor erwarteter Verluste von 200 Mrd. Yen.
In der Prognose für das auslaufende Geschäftsjahr seien die geschätzten Kosten durch die Rückrufaktion wegen der Gaspedale berücksichtigt, sagte Toyota-Direktor Takahiko Ijichi.
Toyota beziffert die finanziellen Auswirkungen des Debakels um Gaspedale sowie Fussmatten für das laufende Geschäftsjahr auf bis zu 180 Mrd. Yen.
Neue Probleme am Horizont
Noch nicht eingeplant sind allerdings mögliche Kosten in Folge der neuen Beschwerden über Probleme beim neuen Prius-Hybrid. Ob es auch hier zu einem Rückruf kommt, liess das Unternehmen offen. Das US-Verkehrsministerium leitete eine offizielle Untersuchung über mögliche Probleme mit den Bremsen des Verkaufsschlagers Prius ein. Betroffen sei das Prius-Modell des Jahres 2010.
Es lägen mehr als 120 Berichte vor, nach denen bei Fahrten auf unebenen Strassen oder über Schlaglöcher vorübergehend die Bremsen ausgesetzt hätten, teilte das Ministerium am Donnerstag mit.
Rekordverdächtige Aktion
Auch im Fall der klemmenden Gaspedale hatte das Ministerium eine Untersuchung eingeleitet, Toyota rief in der Folge 2,3 Mio. Fahrzeuge allein in den USA zurück.
Im US-Bundesstaat Colorado reichten Toyota-Besitzer eine Sammelklage gegen den Konzern ein, um für die technischen Probleme mit dem Gaspedal entschädigt zu werden. Toyota habe «jahrelang die Probleme mit der ungewollten Beschleunigung verschleiert», erklärte die klageführende Anwaltskanzlei Burg Simpson Eldredge Hersh & Jardine.
Toyota musste vor zwei Wochen eine der grössten Rückrufaktionen der Geschichte starten. Weltweit sind rund 8 Mio. Autos von klemmenden Gaspedalen und von Fussmatten betroffen, die die Pedale zu verkeilen drohen.
Das Problem mit den Fussmatten beschränkt sich allerdings auf die USA - Fahrzeuge in Europa sind von diesem Rückruf nicht betroffen.
(aeg/sda)























