Weniger ist mehr

06. September 2011 07:23; Akt: 06.09.2011 14:34 Print

Google wirft Ballast abGoogle wirft Ballast ab

Der Internet-Konzern gibt zehn zu wenig erfolgreiche Produkte auf. Auch der erst kürzlich für 50 Millionen Dollar gekauften Firma Aardvark wird der Garaus gemacht.

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Google konzentriert sich auf das Smartphone-Betriebssystem Android und andere zukunftsträchtige Technologien. (Bild: Nigel Treblin)

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Vor wenigen Monaten kündigte Google-Chef Larry Page an, das Angebot seines Unternehmens straffen zu wollen. Nun hat der Firmengründer damit Ernst gemacht. Dem «Frühjahrsputz im Herbst», wie der Internet-Konzern selbst die Aktion nannte, fällt nebst dem Frage-und-Antwort-Dienst Aardvark auch die Google-Desktop-Suche zum Opfer. «Die Technik entwickelt sich weiter, die Menschen brauchen Veränderungen, einige Wetten zahlen sich aus, andere nicht», schrieb Google-Manager Alan Eustace in einem Firmen-Blog.

Aardvark war erst im vergangenen Jahr von Google für 50 Millionen Dollar aufgekauft worden. Experimentiert wurde dabei auch mit einer Form der sozialen Suche. Die Aufgabe von Google Desktop zum 14. September wurde damit begründet, dass zunehmend Cloud-basierte Dienste genutzt würden und dass ähnliche Funktionen in den modernen Betriebssystemen schon integriert seien.

Weitere Produkte, die in den kommenden Wochen und Monaten eingestellt oder in andere Dienste integriert werden, sind Fast Flip, Google Maps API für Flash, Google Pack, Google Web Security, Google Image Labeler, Google Notebook, Sidewiki und Subscribed Links. Die Beschäftigten werden in anderen Abteilungen eingesetzt, wie Google verlauten liess.

Kräfte bündeln

In Zukunft will sich Google auf Projekte mit mehr Durchschlagskraft konzentrieren. Zu den Schwerpunkten zählen nebst dem sozialen Netzwerk Google+ und der Internetsuchmaschine das mobile Betriebssystem Android (das unter anderem bei Smartphones zur Anwendung kommt). Auch der Webbrowser Google Chrome wird prioritär behandelt.

(dsc/dapd)

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  • F. Rodriguez am 06.09.2011 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    Eins versteh ich nicht

    Diese Produkte können von mir aus alle eingestellt werden ich habe sie mein Leben lang nicht benutzt, bis auf eines und das versteh ich auch nicht. Die Google Desktop Suche war äusserst nützlich und auch sehr beliebt. Besonders bei Leuten die nicht wirklich IT versiert sind aber zu Hause natürlich trotzdem einen PC haben war das ein sehr gutes Produkt. Es genügt zu wissen was man in ein dokument oder einem E-Mail geschrieben hatte und schwupps war es auch schon gefunden und das völlig egal ob man es am richtigen Ort oder mal wieder einfach irgendwo gespeichert hat. Schade.

    • andi gentsch am 07.09.2011 14:24 Report Diesen Beitrag melden

      unnötig

      Windows macht das mittlerweile selber genauso gut, das erwähnen die Verantwortlichen ja auch. Habe Desktop Search schon lange wieder abgelöst mit der eingebauten Variante, das obwohl ich ein ziemlicher Google-Fetishist bin.

    einklappen einklappen
  • Michael Fischer am 06.09.2011 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    Sympatisch

    Finde ich sehr sympatisch, dass Google die Mitarbeiter (der eingestellten Diensten) in anderen Projekten einsetzt und nicht einfach rauswirft!

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