Reiseplaner-App

16. Juni 2017 08:49; Akt: 16.06.2017 08:49 Print

SBB verzichtet auf Zusammenarbeit mit Uber

ÖV, Car-Sharing oder ein Taxi: Künftig soll über die SBB die ganze Reise von Tür zu Tür gebucht werden können. Uber wird vorläufig aber nicht in die App integriert.

Im April demonstrierten die Gewerkschaften gegen die geplante Kooperation von SBB und Post mit Uber. (Video: Unia)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Die SBB arbeitet bei ihrem neuen Reiseplaner doch nicht mit dem Taxidienst Uber zusammen. Das bestätigt das Unternehmen gegenüber 20 Minuten. «Wie bekannt ist, bestehen bezüglich Uber offene Fragen. Solange diese seitens Uber nicht geklärt sind, gibt es vorläufig keine Integration in den SBB-Reiseplaner», erklärt Sprecher Christian Ginsig.

Umfrage
Nutzen Sie Uber?
54 %
24 %
10 %
11 %
1 %
Insgesamt 1646 Teilnehmer

Die SBB hatte geplant, Uber zusammen mit einer Reihe von weiteren Verkehrsmitteln in die App zu integrieren. Künftig will die SBB so die gesamte Reise von Tür zu Tür organisieren. Kunden sollten also über die SBB-App neben dem ÖV auch Bike- und Car-Sharing-Angebote oder eben Uber direkt über die SBB buchen können. Auf eine solche Zusammenarbeit verzichtet aber nun das Unternehmen.

Kritik von Gewerkschaften

Noch im April hatte die SBB ihre Absicht bekräftigt, mit dem US-Konzern eine Partnerschaft eingehen zu wollen. Vor allem die Gewerkschaften waren ob der Pläne gar nicht erfreut. Sie kritisierten, dass das Geschäftsmodell von Uber auf der Umgehung von Gesetzen beruhe. Das Unternehmen sieht die Fahrer als selbstständig Erwerbende und nicht als Angestellte. Deshalb zahlt Uber für die Fahrer auch keine Sozialversicherungsbeiträge. Die Unfallversicherung Suva ist mit diesem Vorgehen nicht einverstanden und stuft Uber als Arbeitgeber der Fahrer ein.

Die Gewerkschaften zeigen sich erfreut über den Rückzieher der SBB: «Wir begrüssen diesen Schritt», sagt Unia-Sprecher Philipp Zimmermann zu 20 Minuten. «Die Unia erwartet von der SBB, dass sie auch künftig auf eine Zusammenarbeit mit Uber verzichtet.» Dasselbe gelte auch für Postauto.

Die Post-Tochter arbeitet bei der Mobilitätsplattform Nordwest Mobil mit Uber zusammen. Eine solche Plattform sei nur sinnvoll, wenn möglichst viele Reisemöglichkeiten verfügbar seien, verteidigte Postauto unlängst die Kooperation. Momentan läuft die Pilotphase. Postauto will im Anschluss an die Tests im Herbst entscheiden, ob die Integration des US-Konzerns bei Nordwest Mobil weitergeführt wird.

(lin)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mani Motz am 16.06.2017 09:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht standesgemäss

    ist ja auch zu billig für die SBB.

  • Pack Man am 16.06.2017 09:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Günstig von A nach B..

    Uber finde ich Sch...,SBB so lala,aber die Idee von Uber grundsätzlich gut.Genauso wie "trampen",welches fast ausgestorben ist.Als ich in jungen Jahren an die Cote azur trampte,habe ich mich sogar freiwillig bereiterklärt etwas zum Benzingeld beizusteuern.Gibt's eigentlich noch Mitfahrerzetralen?

    einklappen einklappen
  • Pika am 16.06.2017 09:03 Report Diesen Beitrag melden

    Lässig

    Genau, wäre ja blöd und übersichtlich, wenn der Kunde nur eine App und nur eine Karte benötigt. Macht lieber jeder eine eigene.. und legt sich Steine in die Wege - das ist schlicht nicht kunden-orientiert.

Die neusten Leser-Kommentare

  • PiriReis am 17.06.2017 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SBB was sollte das?

    Gut so. SBB bleibt auf dem Boden den Ihr kennt. ÖV und was darum herum mit einem Fahrplan ist. Wer Uber fahren will hat die App. Die Bilette Schalter abschaffen und dann Amerikanische Steuerhinterziehung unterstützen.... Ne bitte nicht

  • Laura am 17.06.2017 17:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbstfahrende Verkehrsmittel

    werden Taxis, Uber und Teile der SBB bald überflüssig machen... wozu also der Aufschrei zum Thema? ;)

  • Psais am 17.06.2017 14:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Witz?

    Ein Witz ? Uber fährt mich günstiger von A nach B als die SBB.

  • Frank N. Stein am 17.06.2017 09:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hahaha

    sbb 51 Rappen pro KM...mein Auto c.a 56 Rappen pro KM.. dann doch lieber mein Auto, da hab ich meine Musik darf Rauchen kein Schweissgestank anderer Menschen und es Fährt wann ich will und bringt mich zu 99% schneller ans Ziel. SBB ist überteuert und nutzlos, uber braucht die SBB nicht, nicht umgekehrt!

    • arnolf gasser am 17.06.2017 16:28 Report Diesen Beitrag melden

      profitierst trotzdem vom ÖV

      Ja, wäre mal toll, wenn alle ÖV-Fahrer sich ins Auto setzen würden statt den ÖV zu benutzen. Dann würdest mit etwa 5km/h vorankommen...

    einklappen einklappen
  • R. Auto-Bähnler am 17.06.2017 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    kalter Kaffee

    Die SBB kann ja nicht mal selber Kaffee kochen, wie sollte sie denn ein eigenes integriertes Verkehrskonzept auf die Schienen kriegen ???