CS im Visier

22. Dezember 2008 15:44; Akt: 22.12.2008 17:47 Print

Lehman-Opfer: Jetzt reichts!Lehman-Opfer: Jetzt reichts!

Die durch die Lehman-Pleite geschädigten CS-Kunden fühlen sich von der Grossbank unfair behandelt und eröffnen jetzt Betreibungsverfahren gegen sie. Am 24. Dezember gehen sie dafür sogar auf die Strasse.

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CS-Anleger, die in Lehman-Produkte investierten, welche von der Credit Suisse empfohlenen wurden, wollen fair behandelt werden. Viele dachten, sie würden in Produkte der CS oder einer ihrer Töchter investieren. Dass es sich aber um Lehman-Papiere handelte, stand laut vielen Geschädigten nur im Kleingedruckten.

Betroffene Anleger werfen der CS vor, deren Berater seien ihren Bedenken mit einem Hinweis auf den 100-prozentigen Kapitalschutz begegnet. Die Anleger waren damit laut der Schutzgemeinschaft der Ansicht, dass die Papiere durch die Credit Suisse gesichert sind. Der Kapitalschutz wurde jedoch vom Emittenten, der Pleite gegangenen Lehman Brothers, gewährt.

Gleich zwei Gruppen stehen nun für die geschädigten Anleger ein: Die Anleger-Selbsthilfe und die Schutzgemeinschaft der Lehman-Anlageopfer. Letztere teilt mit, dass bereits juristisch gegen die Bank vorgegangen werde – einige Mitglieder hätten bereits Betreibungsverfahren gegen die Grossbank eingeleitet.

Unfaire Entschädigungsbedingungen

Gemäss der Schutzgemeinschaft der Lehman-Anlageopfer hat die Grossbank in den meisten Fällen den über 4000 betroffenen Kleinanlegern bis jetzt keinen akzeptablen Schadensersatz angeboten. Nur vereinzelte Anleger seien teilweise von der Bank entschädigt worden. Die Investoren hätten sich im Gegenzug zu Stillschweigen verpflichten und auf weitere Anspruche verzichten müssen. Viele Geschädigte halten die Voraussetzungen der Bank, welche ein Anleger erfüllen muss, um eine Entschädigung zu erhalten, für unfair.

Wegen den Feiertagen stehen jedoch alle Betreibungen still. «Aber der Januar kommt bestimmt», sagt René Zeyer, Sprecher der Schutzgemeinschaft der Lehman-Anlageopfer gegenüber 20 Minuten Online.

(scc/zac)

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  • Mennle am 27.12.2008 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Risiko

    kleiner Zins kleines Risiko grosser Zins grosses Risiko das sollte jeder gesunde Menschenverstand verstehen

  • Aschwanden Alois am 27.12.2008 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Risiko

    Wenn man 1% Zins erhält und dazu noch Verrechnungssteuer bezahlt ist kein Risiko Bei einem Zins von 10% und mehr muss jeder mit einem Totalverlust leben.

  • Lydia Müller am 27.12.2008 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Anlageberater

    Die Bank kassiert ca. 1 % vom Geld des Kunden für sich für die Bewirtschaftung des Fonds. Ob der Kunde verliert, interessiert die Bank nicht.

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