Süsswaren-Kartell

31. Januar 2013 14:43; Akt: 31.01.2013 14:43 Print

Nestlé wegen Preisabsprachen bestraft

Bittere Pille für elf Süsswaren-Hersteller: Wegen illegaler Preisabsprachen hat das deutsche Kartellamt gegen sie empfindliche Bussen verhängt. Auch Nestlé gehört zu den Gebüssten.

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An den Absprachen beteiligt waren laut der Behörde unter anderem Kraft Foods Deutschland, Alfred Ritter, Nestle Kaffee und Schokoladen, Bahlsen, Griesson - de Beukelaer, Storck, Katjes und Haribo. (Bild: Keystone)

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Deutsche Wettbewerbshüter hatten im Februar 2008 branchenweit Räume der Süsswaren-Hersteller durchsucht. Sie sehen es als erwiesen an, dass Ritter und Kraft Foods sowie in einer Vierer-Runde Ritter, Mars, Nestle und Haribo Preise abgesprochen haben.

Zusammen müssen die Unternehmen rund 60 Mio. Euro bezahlen, wie das Kartellamt am Donnerstag mitteilte. An den Absprachen beteiligt waren laut der Behörde unter anderem Kraft Foods Deutschland, Alfred Ritter, Nestle Kaffee und Schokoladen, Bahlsen, Griesson - de Beukelaer, Storck, Katjes und Haribo.

Mars als Kronzeuge

Der Süsswarenkonzern Mars hatte sich den Wettbewerbsbehörden als Kronzeuge angedient und muss daher keine Strafe berappen. Der Schokoladenproduzent Ritter, dem Bussgeldbescheide in Höhe von insgesamt 7,5 Millionen Euro ins Haus flatterten, kündigte umgehend Einspruch an. Er wies die Vorwürfe zurück.

Im Arbeitskreis Konditionenvereinigung des Bundesverbandes der Deutschen Süsswarenindustrie wurden zudem jahrelang Informationen über den Stand der Verhandlungen mit dem Lebensmittel-Einzelhandel sowie teilweise auch über beabsichtigte Erhöhungen der Listenpreise ausgetauscht.

Kartellamtspräsident Andreas Mundt erklärte, im Jahr 2007 seien die Preise wichtiger Rohstoffe wie Milch und Kakao deutlich angestiegen. «Statt einer unternehmerischen Lösung entschied man sich in dieser Situation für ein illegales Vorgehen.» Der Wettbewerb mit der Konkurrenz sei kurzerhand ausgeschaltet und die Kunden mit abgesprochenen Preissteigerungen belastet worden.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • carmen diaz am 31.01.2013 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    die strafen sind ein witz...

    ...die mehreinnahmen durch die preisabsprachen übersteigen dies bei weitem. bei der ersten preisabsprache sollten 10% des börsenwertes als busse gelten, bei der zweiten 20% und alles was danach kommt mit 50%. wetten die würden nie wieder einen preis absprechen. die würden sich nicht einmal mehr gemeinsam auf den golfplatz getrauen...

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  • R.R. am 31.01.2013 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötige Buse

    Da steckt doch das Kartellamt gleich auch noch mit drin. Was passiert denn mit den 60 Mio.? Die von uns Konsumenten ja schon bezahlt worden sind. Ich fühle mich nur noch ausgenutzt in dieser Gesellschaft. Die Firmen sollten dazu gezwungen werden die Preise zu senken bis die Strafe abbezahlt ist. Aber so, bringt das überhaupt Niemandem irgendwas.

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  • Stefan Meier am 31.01.2013 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    lächerliche Busse

    60 Milliarden hätten was bewirkt! 60 Milliönchen... hahaha, das ist als ob ich für drei Monate parkieren vor der Feuerwehrausfahrt 2 Rappen Busse zahlen muss.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • L. Iberal am 03.02.2013 09:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Staatliches Kartell

    Der Staat bildet mit seinen Gesetzen zum Mindestlohn und 1/12 Hóchstlohn ein Arbeitnehmerkartell zum Schutze der Löhne. Und mit dem ladenöffungsgesetz eine andere Absprache. Ich vermisse einen Aufschrei und Bussen für die Gewerkschaften.

  • Rico am 31.01.2013 21:45 Report Diesen Beitrag melden

    Bestrafung?

    Nestle,alleine macht ja so ca 80Miliarden umsatz,ja schon klar das umsatz nicht gewinn ist aber ich denke bei den umsatzzahlen sind ein bar milionen,eher ein trinkgeld.

  • sunshinboy am 31.01.2013 20:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weg mit Mars

    Esst kein Mars mehr........boykottiert den saftladen

  • Frankie am 31.01.2013 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nestle = Hypokrisie?

    Liebe Nestle Wie passt das zu Eurem Anspruch an Ethik und Nachhaltigkeit??? Alles nur vorgetaeuscht? Die Verantwortlichen sollten fristlos entlassen werden. Ich bin gespannt. Mfg Frankie

  • Dunja am 31.01.2013 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Als hätten diese Konzerne nicht schon genug Geld. Eine Frechheit so etwas! Und wir Konsumenten müssen natürlich wieder unter der Geldgier "leiden".