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Liquiditätsnöte
05. Oktober 2010 15:55; Akt: 05.10.2010 16:05 Print
Russische Grossbank vor dem Aus
In Russland steht das erste Mal seit Ausbruch der Finanzkrise eine Grossbank vor dem Aus. Dem Geldhaus IIB sei wegen Liquiditätsmangel die Lizenz entzogen worden.
Der russischen Grossbank IIB droht das Aus. Das Institut kann seine Geschäfte in der bisherigen Form nicht fortsetzen, weil ihm die Lizenz entzogen wurde.
Infografik Talsohle durchschritten?UBS: Der Weg in die KriseDie IIB gehört zu den 30 grössten Banken des Landes. Die Zentralbank begründete ihren Schritt damit, dass die IIB über zu wenig Kapital verfüge und deswegen ihren Verpflichtungen gegenüber Kreditgebern nicht mehr nachgekommen sei.
Erst vor drei Monaten konnte die Bank des russischen Oligarchen und Duma-Abgeordneten Sergej Pugatschew einen Eurobond über 200 Mio. Euro nicht pünktlich zurückzahlen.
Grösster Empfänger von nicht besicherten Krediten
Die Zentralbank erklärte zudem, dass sie von dem in Russland unter dem Namen Mezhprombank bekannten Institut falsche Finanzberichte erhalten habe. Daneben sei die Bank nicht den Anforderungen der Finanzaufsicht gerecht geworden.
Das Geldhaus ist der grösste Empfänger von nicht besicherten Krediten der Zentralbank. Diese hatte damit angeschlagenen Instituten in der Finanzkrise unter die Arme gegriffen. Analysten wiesen darauf hin, dass die Situation der IIB ein Sonderfall sei. Anderen Geldhäuser drohe derzeit kein Lizenzentzug.
(sda)





























