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Wirtschaftskrise
24. Juni 2009 18:01; Akt: 24.06.2009 18:08 Print
Millionäre müssen sich warm anziehen
Arme Reiche: Wegen der Finanzkrise mussten sie erhebliche Einbussen bei ihren Vermögen hinnehmen. Die Zahl der Millionäre in der Schweiz hat 2008 erstmals seit Jahren wieder abgenommen.
Im letzten Jahr gab es noch
Die Schweiz habe sich der Krise nicht entziehen können, sagte Schweiz-Chef Serge Robin von Merrill Lynch vor den Medien in Zürich. Allerdings hat unser Land etwas weniger gelitten als der Rest der Welt. Insgesamt nahm die Zahl der Millionäre weltweit um knapp 15 Prozent auf 8,6 Millionen ab.
Noch mehr riss die Talfahrt an den Finanzmärkten die Vermögen in die Tiefe. Diese schrumpften um 19,5 Prozent auf
Superreiche noch stärker betroffen
Noch stärker haben die Superreichen die Finanz- und Wirtschaftskrise noch zu spüren bekommen. Ihre Zahl sank um 24,6 Prozent
Am meisten ist die Zahl der Millionäre in Nordamerika (-19 Prozent) gesunken, das die Finanz- und Wirtschaftskrise verursacht hat. Aber auch in Europa (-14,4 Prozent) und im asiatisch- pazifischen Raum gibt es weniger Reiche (-14,2 Prozent). Geringer war der Aderlass in Afrika (-8,3 Prozent) und im Mittleren Osten (- 5,9 Prozent). Am besten konnten sich Lateinamerikas Vermögende (-0,7 Prozent) halten.
Meiste Reiche in USA
Dennoch leben weiterhin die mit Abstand meisten Millionäre in Amerika (28,7 Prozent). Mehr als die Hälfte der Reichen residieren alleine in den drei Ländern USA, Japan und Deutschland. Auf Platz vier sei China vorgerückt, das das von der Immobilienkrise geschüttelte Grossbritannien überholt habe, sagte Robin. Die Schweiz konnte sich vom 9. auf den 8. Platz verbessern. Hierzulande leben 2,2 Prozent aller Millionäre.
Und die begüterten Amerikaner haben trotz herber Einbussen von fast einem Viertel weiterhin am meisten Geld (9,1 Bio. Dollar). Dahinter folgen die Europäer mit 8,3 Bio. Dollar (-22 Prozent) und die Asiaten und Ozeanier mit 7,4 Bio. Dollar (-22,3 Prozent).
Weniger Jachten geordert
Die Krise habe auch auf den Lebenswandel der Begüterten, sagte Robin. Diese hätten im letzten Jahr weniger luxuriöse Sammlerobjekte wie Autos, Jachten oder Privatjets gekauft, hiess es weiter. Auch die Nachfrage nach Luxusgütern wie Designerhandtaschen, -schuhen und -kleidung sei schwächer gewesen.
Dafür hätten die Reichen einen grösseren Anteil ihres Vermögens in Schmuck, Edelsteine und Uhren gesteckt. Für Gesundheit und Wellness wurde gar signifikant mehr Geld ausgegeben.
Sobald dass die Krise überwunden sei, würden allerdings Aktien wieder an Bedeutung gewinnen, sagte Robin. Das Gröbste sei hinter uns. Bis 2013 sollen die globalen Vermögen der Millionäre auf 48,5 Bio. Dollar klettern. Damit muss die US-Bank ihr Ziel massiv herabschrauben. Im vergangenen Jahr hatte Merrill Lynch noch einen Anstieg der Vermögen bis 2012 auf 59 Bio. Dollar vorhergesagt.
(sda)


























