Bis zu 35 km/h

29. August 2017 18:39; Akt: 30.08.2017 13:51 Print

So fährt sich ein verbotenes Skateboard

Ein St. Galler Start-up lanciert ein elektrisches Skateboard. Obwohl es auf Schweizer Strassen nicht erlaubt ist, hat es Redaktor Alpcan Özkul getestet.

Unser Redaktor hat das E-Skateboard getestet. Selbstverständlich auf einem Privatgelände. (Video: tak/pam)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Zwei Elektromotoren, versteckt in den Rädern des Skateboards Lou Board 3.0, sorgen dafür, dass es eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 35 km/h erreicht. Damit ist es für eine Zulassung in der Kategorie Leichtmotorrad, die Geschwindigkeiten von bis zu 25 km/h erlaubt, zu schnell – und darf deshalb nur auf Privatgelände gefahren werden.

Community-Redaktor Alpcan Özkul hat sich trotzdem die zum Skateboard gehörende Fernbedienung geschnappt und sich auf eine Testfahrt eingelassen. Sein Fazit: «Am Anfang ist es relativ gewöhnungsbedürftig, man muss zuerst herausfinden, wie viel Gas man geben kann, aber wenn man das mal drauf hat, ist es relativ praktisch».

Entwickelt hat das elektrische Skateboard das St. Galler Start-up SoFlow. «Vor allem für mich als alten Skater, der sein Board mittlerweile nur noch als Fortbewegungsmittel braucht, ist das ein sehr cooles Gerät», bilanziert unser Redaktor. Auch wenn er glaubt, alteingesessene Skater könnten mit der Elektrifizierung des Boards Mühe haben.

Eine Konkurrenz für E-Bikes?

Manuel Hug, Geschäftsführer von SoFlow, will mit dem Board vor allem gegenüber E-Velos eine Alternative bieten. «Ein E-Skateboard ist flexibler, man kann es überallhin mitnehmen und man erreicht Vergleich zum herkömmlichen Skateboard schneller und effizienter.»

Der Grund für die strengen Prüfkriterien sind laut Thomas Rohrbach, Sprecher des Bundesamts für Strassen, die Gefahren, die von Produkten wie E-Skateboards ausgehen können. «Diese können von mangelhaften Bauteilen über eine unzureichende Betriebssicherheit, mangelhafte Komponenten – Akku, Motor, Bremsen – bis hin zu diversen Selbst- und Fremdgefährdungen durch einen unsicheren Umgang reichen.» Deshalb gebe es diverse technische Vorgaben.

«Wir würden uns natürlich freuen, wenn bald auch in der Schweiz solche Skateboards zugelassen werden», betont Hug gegenüber 20 Minuten. Doch bis dahin konzentriert sich das Unternehmen aufgrund der lockeren gesetzlichen Bestimmungen in den USA ohnehin auf den amerikanischen Markt. Von den 700 Vorbestellungen, die für das 499 bis 990 Dollar teure Board bereits eingegangen sind, kommen die meisten aus den USA, wo E-Skateboards etwa in Kalifornien zugelassen sind.

Start-up zielt auf den US-Markt

Doch kann ein Start-up, dessen Produkt relativ kostspielig ist und nur in den USA gefahren werden darf, Erfolg haben? «Im Vergleich zu anderen E-Skateboards ist unser Produkt preiswert», betont Hug. Zudem sei man positiv überrascht von der Anzahl Vorbestellungen, die eingegangen sind. Um das Produkt auch rechtzeitig auf dem amerikanischen Markt lancieren zu können, hat SoFlow die Marke seit längerem weltweit eingetragen.

(pam)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Piit am 29.08.2017 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hallo Info

    Wenn ich ein technisches dingsbums vorstelle oder teste wäre es doch nett ein bisschen mehr zu sehen und zu erfahren... so kleine details zur reichweite, akkus, motor wasserfestigkeit staubschutz? cool aussehen tut es auf jeden fall aber für einem bericht schon sehr flach

    einklappen einklappen
  • .Nicolas. am 29.08.2017 18:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht gerade neu

    gibt es schon lange. bei uns in der Gegend fährt auch ein jugendlicher mit so einem teil herum.

  • Backer am 29.08.2017 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kickstarterprojekt

    Zuerst mal Liefern bevor gross Werbung gemacht wird! Soflow& Komunikation=naja Aber um Interviews zu geben reicht die Zeit wieder....

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • PROLLTRASH am 31.08.2017 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lol

    sieht gut aus. aber ist halt keine review. da sämtliche detail ansichten fehlen. keine informationen über die art des antriebs, den aufbau, gewicht, wartung, ist es kompatibel mit anderen skateboard produkten. etc. eigentlich sagt dieser beitrag garnichts aus.

  • Edmo am 31.08.2017 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    35 km/h, aber keine wirksame Bremse. Wer mit einem solchen Gerät auf die Menschheit los geht, sollte, wegen fehlenden Verstandes und permanenter Gewaltbereitschaft, zum Schutz der Gesellschaft verwahrt werden.

    • PROLLTRASH am 31.08.2017 12:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Edmo

      kann es sein das sie einen sturzhelm im wohnzimmer tragen?

    einklappen einklappen
  • Nötzli Nötz am 30.08.2017 22:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufgepasst Privatgelände

    Das Gelände mag privat sein, das Tor zur Strasse ist aber offen, also ist es eine öffentliche Verkehrsfläche und die Testfahrt somit illegal. Eines der wenigen zugelassenen elektrischen Stehrollergeräte ist der Segway- braucht ein Mofa Kontrollschild.

  • Selval am 30.08.2017 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der Bart

    der eine hat einen komischen Bart schnitt

  • Töni am 30.08.2017 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Veteranenboard

    Hab ich auch mal vor 26 Jahren gebastelt. Also schon bald ein Veteranenboard. Finde ich toll, dass dies wieder aufgenommen wird.