Riesiger Geldhaufen

19. März 2012 14:24; Akt: 19.03.2012 14:25 Print

Geldsegen für Apple-Aktionäre

Der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs hatte eine Dividende stets abgelehnt. Nun zahlt Apple zum ersten Mal seit 1995 wieder eine Dividende aus. Zudem will der Konzern eigene Aktien im Wert von 10 Milliarden Dollar zurückkaufen.

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Alle Schweizerinnen und Schweizer zusammen erwirtschaften 2010 im Inland 528 Milliarden Dollar. Das ist bloss knapp mehr als der Börsenwert von Apple. Spielend könnten allein mit dem Marktwert von Apple die griechischen Staatsschulden von 490 Milliarden Dollar mit einem Schlag getilgt werden. Das harte Sparprogramm wäre damit obsolet. Die beiden grössten börsenkotierten Firmen, Nestlé (r) und Novartis, bringen es zusammen gerade mal auf einen Marktwert von 325 Milliarden Dollar. Und die nach Verkaufszahlen drei grössten Autobauer der Welt schaffen es auf kümmerliche 274 Milliarden Dollar. Für den Gegenwert von 500 Milliarden Dollar könnten 1408 Zürcher Prime Towers gebaut werden. Und statt 22 könnte VBS-Chef Ueli Maurer gleich 5000 Gripen-Kampfjets für die Schweizer Armee kaufen. Ausserdem könnte man für 500 Milliarden Dollar auch 99 Milliarden Tonnen Äpfel kaufen. Winzig mutet auch der für demnächst geplante "gigantische" Börsengang des Social-Networks Facebook an. Das Unternehmen soll einen maximalen Wert von 100 Milliarden Dollar haben; also fünf Mal weniger als Apple. Auch die Suchmaschine Google mit einem Marktwert von 200 Milliarden Dollar ist nicht einmal halb so viel wert wie Apple. Und Bill Gate's Microsoft schafft es mit 267 Milliarden Dollar knapp auf halbe Augenhöhe mit dem Konkurrenten Apple. Die 500 Milliarden Dollar Marktwert von Apple sind zwar enorm viel Geld - aber ein Klacks im Vergleich zur amerikanischen Staatsverschuldung von 15 Billionen Dollar.

Apples Wert in Beispielen.

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Apple zahlt zum ersten Mal seit 1995 wieder eine Dividende: Die Ausschüttung werde 2,65 Dollar pro Aktie betragen, erklärte der Konzern am Montag in New York. Ausserdem werde das Unternehmen eigene Aktien im Wert von zehn Milliarden Dollar zurückkaufen. Mit Ende des Vorjahres verfügte Apple über Bargeldreserven und Sicherheiten im Umfang von 97,6 Milliarden Dollar (74,1 Milliarden Euro).

Der frühere Apple-Vorstandsvorsitzende Steve Jobs soll die Auszahlung einer Dividende stets abgelehnt haben. Eine Dividende belohnt nicht nur die Aktionäre, sondern ermöglicht es auch mehr Fonds, Apple-Papiere zu kaufen. Viele von ihnen dürfen keine Aktien kaufen, solange die Unternehmen keine Dividende auszahlen. Analysten haben erklärt, die fehlende Dividende habe den Aktienkurs niedrig gehalten.

Im Februar stiegen die Apple-Aktien erstmals über 500 Dollar und erreichten in der vergangenen Woche kurzzeitig mehr als 600 Dollar. Apple ist mit einer Marktkapitalisierung von 545 Milliarden Dollar der wertvollste börslich gehandelte Konzern der Welt.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mardou Fox am 19.03.2012 10:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    99 problems

    Hm.wie wärs mit 'ner gehaltserhöhung für foxconn mitarbeiter? Oder bessere arbeitsbedingungen für dieselbigen? hm,schwierig schwierig. Ach doch ausschütten*

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  • Massimo am 19.03.2012 18:32 Report Diesen Beitrag melden

    In 10 Jahren

    In 10 Jahren wird es Apple nicht mehr geben. S.Jobs würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste wie Tim Cook seine Firma umkrempelt.

  • Mimi am 19.03.2012 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Nun, was auch immer die Firma mit dem ..

    ... vielen Geld macht: Glücklich sind diejenigen, die die Apple-Aktien damals günstig gekauft haben. Ich gönn's ihnen :-) Zum Thema "Spenden": ich find es ziemlich wagemutig, sich darüber zu mokieren, dass Herr Jobs bzw seine Firma nie was gesependet ahben, ohne zu wissen, dass dem wirklich nicht so war ... ich bin weiss Gott nicht der grösste Apple-Fan unter der Sonne (eher im Gegenteil), aber etwas mehr Tatsachen und weniger Spekulation wäre durchaus angebracht. Mancher tut Gutes und spricht nicht darüber! Und vielleicht war ja Herr Jobs so einer.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ford am 20.03.2012 22:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie hendy ford

    Schon sagte.ein unternehmen das zu viel gewinn macht ist schneller vom markt als ein unternehmen das verluste schreibt

  • Fred Im BL am 19.03.2012 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rueckkauf ist angesagt

    Eigenartig, bin mit Apple voll zufrieden, prima jetzt noch ein paar Batzen, aber an die GV fliege ich nicht!

  • Massimo am 19.03.2012 18:32 Report Diesen Beitrag melden

    In 10 Jahren

    In 10 Jahren wird es Apple nicht mehr geben. S.Jobs würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste wie Tim Cook seine Firma umkrempelt.

  • Jörg Meier am 19.03.2012 15:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie kann man nur so neidisch und Apple Hasser sein

    Was Apple mit seinen Geld und Aktien macht ist den ihren Problem und nicht unseres.ausserdem muss man seine Produkte weiter entwickeln und verbessern. Somit muss man viel Geld in die Forschung stecken das wir später davon profitieren können.

    • F. Rodriguez am 19.03.2012 16:03 Report Diesen Beitrag melden

      @Jörg Meier

      Stimmt Herr Meier. Was Apple mit seinem Geld macht ist wirklich deren Problem und nicht unseres. Allerdings geht es uns etwas an womit Apple das Geld gemacht hat und wieviel für Apple ein Menschenleben in der Produktionskette seiner durch Profitgier preislich hochgetriebenen Produkte noch Wert hat. Die Arbeitsbedingungen bei den Apple Zulieferern sind nach wie vor katastrophal und Wanderarbeiter werden zu Hungerlöhnen zu Überstunden gezwungen. In die Entwicklung geht das Geld übrigens nicht, sonst wären die 100 Milliarden ja nicht übrig ;-)

    • Max Engeli am 19.03.2012 16:24 Report Diesen Beitrag melden

      Fadenscheiniges Argument

      Wie Sie hier alle immer die Foxconn Karte ausspielen. Ich kann ihnen garantieren Herr Rodriguez, ihr PC besteht zu 90% aus Foxconn Komponenten. JEDES Elektronik Unternehmen bezieht ihre Produkte von Foxconn. Gemäss internationalen Hochrechnungen werden über 80% aller Mikrochips bei Foxconn hergestellt, weltweit!. Also kann man das sozusagen von jedem anderen Unternehmen der Welt auch behaupten, denn welches Unternehmen gibt schon kein Geld für PC's aus?

    • Philipp am 19.03.2012 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Andere hersteller sind nicht besser

      warum hacken denn immer an den arbeitsbedingen bei apple nach und das wird in den medien auch immer so gepuscht! denkt ihr acer, hp oder andere hersteller sind besset? ausserdem arbeitet foxconn auch für hp

    • Goali am 19.03.2012 16:42 Report Diesen Beitrag melden

      @F.Rodriguez

      Die 100 Millarden kommen daher das die Produkte von Apple sich so gut verkaufen, nicht weil sie bei der Entwicklung gespart haben. Und wenn du Arbeitsbedingungen von Apple Zulieferern (die die gleichen Firmen sind die so gut wie alle Eletronik Artikel herstellen) als katastrophal bezeichnest dann solltest du dir mal anschauen wie deine Kleider oder irgendwelche Plastik Haushalts artikel hergestellt werden. Oder guck dir mal irgendwelche Rohstoff Verarbeiter an.

    • Erhard Schweizer am 19.03.2012 17:00 Report Diesen Beitrag melden

      Apple Prdukte sind zu teuer

      Auch muss man bedenken, dass die Produkte um einiges teurer als Vergleichsprodukte sind. Leider will Apple sich als Monopolist profilieren, was immer die Preise nach oben treibt! Als Monopolgegner verwende ich keine solchen Produkte

    • Stefan Arbeit am 19.03.2012 17:12 Report Diesen Beitrag melden

      likes: 1

      Wo ist hier der "i like"-Knopf? :-)

    • Johnnyy am 19.03.2012 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Jonny

      Thats not true!

    • A. Sien am 19.03.2012 17:41 Report Diesen Beitrag melden

      @ F.Rodriguez

      Würde mal sagen, suchen Sie ein Unternehmen das in Asien faire Löhne bezahlt ;) Egal ob Elektronik , Textil oder was auch immer. Da wird überall ausgebeutet.

    • Andreas F. am 19.03.2012 17:53 Report Diesen Beitrag melden

      Journalisten-Gläubigkeit

      Ja Herr Rodriguez, wenn sie nur den Hauch einer Ahnung hätten, dann wüsten sie, dass all ihr Gelaber reiner Unsinn ist und rein auf Lügen von Journalisten beruht. Heute ist klar, dass die NY Times weitgehend gelogen und übertrieben hat. Aber wer würde von Journalisten etwas anderes erwarten. Menschen mit eigenem Hirn haben das schon vorher gewusst.

    • Roger am 19.03.2012 18:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hauptsache schlecht machen

      Und das sagt sicher einer der eine Samsung Tv oder Acer Pc hat! Die produzieren sicher umweltfreundlicher und menschengerechter!! Na klar! Hauptsache über die lästern die Erfolg haben.

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  • R. Ichtig am 19.03.2012 14:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Apple gehört allen

    wird auch zeit das Leser entscheiden können, was eine firma mit ihrem geld zu tun hat.

    • Kurt am 19.03.2012 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Mitreden?

      Wo kann ich mitreden? Ich besitze Appel Aktien die ich mal zu einem Stückpreis von 180$ gekauft hatte...

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