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Pannen-Börsengang
27. Oktober 2012 09:01; Akt: 27.10.2012 09:10 Print
Für Citi wird das Facebook-Debakel teuer
Die Pannen beim Börsengang des Internet-Giganten Facebook haben erste juristische Folgen: Die US-Grossbank Citigroup muss wegen Unrechtmässigkeiten zwei Millionen Dollar bezahlen.
Im Zusammenhang mit den Pannen beim Facebook-Börsengang ist erstmals eine der Konsortialbanken zu einer Strafzahlung verdonnert worden.
Bildstrecken Die wertvollsten Marken 2012 Infografik Wer hat am Facebook-IPO verdient?
Die US-Grossbank Citigroup müsse wegen der unrechtmässigen Weitergabe vertraulicher Umsatzprognosen und Einschätzungen von Geschäftsrisiken im IPO-Vorfeld zwei Mio. Dollar zahlen, teilte die Finanzaufsicht des Bundesstaates Massachusetts am Freitag mit.
Denn den Instituten, die den mit 16 Mrd. Dollar grössten Börsengang eines Technologiekonzerns begleiteten, sei es bis 40 Tage nach der Erstnotiz verboten gewesen, schriftlich über das weltgrösste soziale Online-Netzwerk zu berichten.
Die Citigroup akzeptierte die Strafe und entliess wegen des Vorfalls ihren obersten Internet-Analysten und einen seiner Mitarbeiter. Der Chef-Experte hat der Bank zufolge seinen Untergebenen nicht ausreichend überwacht, der Analysen an einen Technologie-Blog weitergab.
Absturz an der Börse
Die Behörde untersucht auch das Verhalten der Konsortialbanken Morgan Stanley, Goldman Sachs und JPMorgan. Der von technischen Pannen begleitete Börsengang im Mai hat die Aufsichtsbehörden auf den Plan gerufen und ist Gegenstand mehrerer Klagen.
Dabei steht auch die umstrittene Senkung von Geschäftsprognosen durch Banken kurz vor dem IPO im Mittelpunkt, die nur an einen ausgewählten Kundenkreis gegangen sein sollen. Die Facebook-Aktie war nach ihrer mit grosser Euphorie erwarteten Erstnotiz schon bald wegen aufkommender Zweifel an den Geschäftsaussichten abgestürzt.
(sda)
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