Konsumentenstimmung

06. November 2012 12:13; Akt: 07.11.2012 06:29 Print

Schweizer wollen sparen statt konsumieren

In Erwartung einer steigenden Arbeitslosigkeit hat sich die Konsumlaune seit dem Sommer nicht verbessert. Dafür gehen die Schweizer davon aus, dass sie mehr sparen können.

teaser  image

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Schweizer Bevölkerung schätzt die Wirtschaftslage weiterhin nicht sehr euphorisch ein. Die generelle Einstellung zur Konjunktur hat sich seit dem Juli nicht verändert, wie das Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) am Dienstag bekannt gab. Der Seco-Konsumentenstimmungsindex, der viermal im Jahr veröffentlicht wird, lag im Oktober wie schon im Sommer bei -17 Punkten und damit auf einem über die Jahre betrachtet leicht unterdurchschnittlichen Niveau.

Deutlich verändert hat sich seit dem Juli laut dem Seco aber die Einschätzung der Beschäftigungslage. Gemäss der Befragung in der Bevölkerung ist der Unterindex zum erwarteten Stand der Arbeitslosigkeit von 62 Punkten im Sommer auf nun 67 Punkte gestiegen. Die Umfrage fand vor den jüngsten Entlassungsankündigungen bei der UBS und bei Lonza statt.

Vorlaufindikator

«Um repräsentativ zu sein, umfasst die Zahl der Befragten rund zwei Drittel auf dem Arbeitsmarkt aktive Personen», sagte Bruno Parnisari, Leiter der Konjunkturabteilung des Seco, der Nachrichtenagentur SDA. «Diese merken sehr schnell die Entwicklung der Arbeitsplatzatmosphäre.»

Für Parnisari hat die Befragung daher den Charakter eines Vorlaufindikators: «Es braucht eine gewisse Zeit, bis die Entwicklung, wie sie in den Unternehmen wahrgenommen wird, sich in den offiziellen Arbeitslosenstatistiken niederschlägt.»

Sparmöglichkeiten besser

Der Furcht vor Arbeitslosigkeit trifft aber auf eine Zuversicht in persönlichen finanziellen Fragen: Ebenfalls einen signifikanten Unterschied zum Juli macht das Seco bei der Frage aus, wie die Schweizerinnen und Schweizer ihre eigenen Sparmöglichkeiten einschätzen. Der Indexstand bewegte sich innerhalb von vier Monaten von 15 Punkten auf 25 Punkte.

Die Beurteilung der persönlichen finanziellen Situation änderte sich dagegen kaum: -2 Punkte im Oktober folgen auf -3 Punkte im Juli. Bei der Erwartung der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung zeigt sich die Einschätzung wenig verändert. Das Seco mass -23 Punkte im Oktober, nach -20 Punkten im Sommer.

Die Neigung, grössere Anschaffungen wie Haushaltsgeräte, Möbel oder Autos zu tätigen, blieb indessen stabil. Generell gehen die Schweizer davon aus, dass die Preise in den kommenden zwölf Monaten etwas ansteigen werden.

(sda)

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren