Swiss Startups Awards

29. Oktober 2015 19:58; Akt: 30.10.2015 11:03 Print

Lausanner Tüftler revolutionieren das Tennis

von S. Spaeth - War der Ball drin oder draussen? Und wie viel ist ein Spieler gerannt? Das zu messen, schafft das Start-up Technis. Die Romands gewinnen den Preis für die beste Geschäftsidee.

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Landete der Ball vor oder hinter der Linie? Das Siegerprojekt Technis baut berührungsempfindliche Tennisplätze. Startups.ch-CEO Walter Regli und Moderatorin Christa Rigozzi bei der Bekanntgabe der Gewinner. Der Startups.ch-Award geht an das Projekt Technis aus Lausanne. Technis will die Tennisplätze der Zukunft bauen. Dank der Technlogie der Lausanner Ingenieure werden alle Bewegungen der Spieler auf dem Platz sowie die Positionen des Balls aufgezeichnet. Auf Displays werden diese Daten schliesslich angezeigt. Die Sieger von Technis erhalten einen Preis im Wert von 50'000 Franken. Das ganze Technis-Teams: Martin Hofmann, Wiktor Bourée, Naïk Londono (hintere Reihe v.l.n.r.) und Alberto Bonelli, Malo Grisard, Vincent Robert (vordere Reihe v.l.n.r.) In nur wenigen anderen Sportarten werden so viele Statistiken geführt wie im Tennis - dies gilt aber nur für die Profis. Die Geschäftsidee von Technis könnte die Statistiken auch ins Freizeittennis bringen. Teil des Projekts ist auch eine App, die es ermöglicht, passende Spielpartner zu finden. Durch den Abend im StageOne in Zürich-Oerlikon führt Chrita Rigozzi. Prominenter Referent aus Dänemerk: Morten Lund, Gründer von Skype. Morten Lund erzählt, was es braucht, um mit Start-ups Erfolg zu haben. Die weiteren Gewinner: Der Axa-Innovation-Award geht an das Team Theran Optics aus dem Kanton Neuenburg. Theran Optics ist ein zukunftsweisendes, intelligentes Pflaster. Der PostFinace-Digital-Business-Award geht ans Projekt Yeahgoods aus dem Kanton Zug. Die Firma sammelt Content via App, Blog und Community Management. Der Axpo-Energy-Award geht an das Projekt Smart-me aus dem Kanton Zürich. Mit seinem völlig neuen Konzept macht smart-me die intelligente Strommessung und -steuerung einfach.

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Bei einem Tennismatch ist selbst unter Freunden eine zentrale Frage: Landete der Ball vor oder hinter der Linie? Dank der Technologie des Start-ups Technis wird dieser Punkt auch in Freizeitpartien ohne Schiedsrichter endgültig geklärt. Das Team um die Westschweizer Ingenieure Martin Hofmann und Naïk Londono hat eine neue Generation von Tennisplätzen entwickelt, die berührungsempfindlich sind und auf Displays anzeigen, was auf ihrer Oberfläche geschieht. Londono ist ehemaliger Tennis-Profi, Hofmann Freizeitspieler.

Die Geschäftsidee für die Tennisplätze der Zukunft wurde am Donnerstagabend an der Verleihung der Swiss Startups Awards, der grossen Nacht der Schweizer Jungunternehmerszene, mit dem Startups.ch-Award im Wert von 50’000 Franken ausgezeichnet. Zur Wahl als beste Schweizer Geschäftsidee beigetragen hat einerseits eine Expertenjury, anderseits ein Publikumsvoting bei 20 Minuten, dem Medienpartner der Preisverleihung.

In nur wenigen anderen Sportarten werden so viele Statistiken geführt wie im Tennis – das gilt aber nur für die Profis. Die Geschäftsidee von Technis könnte die Statistiken auch ins Freizeittennis bringen. Dank der Technologie der Lausanner Ingenieure werden alle Bewegungen der Spieler auf dem Platz sowie die Positionen des Balls aufgezeichnet. Am Schluss wird das Spiel in einer Statistik zusammengefasst, die der Nutzer per App abrufen kann.

Umfrage
Was halten Sie von der Idee des bewegungsempfindlichen Tennisplatzes?
53 %
19 %
28 %
Insgesamt 1162 Teilnehmer

Marktchancen in anderen Sportarten

«Wir sind überzeugt, dass Technis die Zukunft des Sports sein wird, insbesondere für das Tennis», sagt Martin Hofman zu 20 Minuten. Den Startups.ch-Award zu gewinnen und die damit verbundene öffentliche Aufmerksamkeit, bezeichnet der Romand als lebensnotwendig, um mögliche Investoren zu finden. Für ihn und sein Team geht es nun darum, die Idee in ein Unternehmen zu überführen und das Produkt weiter zu entwickeln.

Laut Hofman ist die Idee des berührungsempfindlichen Platzes nicht nur auf die Sportart Tennis beschränkt. Potenzial sieht er insbesondere im amerikanischen und im asiatischen Markt, die bezüglich intelligenter Technologien sehr vielversprechend seien.

Keine Deutschschweizer im Final

Rund 150 Jungunternehmer buhlten im Rahmen des Wettbewerbs mit ihren Businessplänen um die vier Siegerchecks im Gesamtwert von 200'000 Franken. In diesem Jahr waren im Final des Startups.ch-Awards ausschliesslich Projekte aus der Romandie und dem Tessin vertreten. «Dass es dieses Jahr keine Deutschschweizer in die Endrunde geschafft haben, ist reiner Zufall», sagt Startups.ch-Gründer Michele Blasucci. Die Geschäftsideen würden von den Juroren ausschliesslich auf Grund ihrer Ideen und Arbeiten ausgewählt, unabhängig von ihrer Herkunft.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sky1958 am 29.10.2015 20:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Warum nicht. Was die Profis nützen können sollte auch für "normale" Spieler möglich sein. Finde ich super. Gute Erfindung!

  • Innerschweizer am 29.10.2015 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee

    Da ich meistens auf Sand spiele ist es für mich eher irrelevant. Aber definitiv eine gute Idee. Wenn kein Aufpreis verlangt wird, warum nicht? :-)

  • Alex am 30.10.2015 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Verborgener Teufel

    Der gläserne Mensch kommt. Und die Menschen haben noch Freude daran. Spielerisch wird die totale Überwachung eingeführt. Selbst in der Freizeit mit all den Apps der Mensch durchleuchtet. In der Vergangenheit war die Kontrolle der Menschen gescheitert, weil die Menschen wussten, dass es ein System ist, dass sie kontrolliert. Heute wird die Sache spielerisch aufgegleist und die Menschen akzeptieren es mit einem Lachen. Prinzip dasselbe, einfach anders verpackt. Arme Menschheit.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Alex am 30.10.2015 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Verborgener Teufel

    Der gläserne Mensch kommt. Und die Menschen haben noch Freude daran. Spielerisch wird die totale Überwachung eingeführt. Selbst in der Freizeit mit all den Apps der Mensch durchleuchtet. In der Vergangenheit war die Kontrolle der Menschen gescheitert, weil die Menschen wussten, dass es ein System ist, dass sie kontrolliert. Heute wird die Sache spielerisch aufgegleist und die Menschen akzeptieren es mit einem Lachen. Prinzip dasselbe, einfach anders verpackt. Arme Menschheit.

  • Apfelsaft am 30.10.2015 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    Wer hat das auch so gelesen?

    «Wir sind überzeugt, dass Tennis die Zukunft des Sports sein wird, insbesondere für das Tennis» Original: «Wir sind überzeugt, dass TeCHnis die Zukunft des Sports sein wird, insbesondere für das Tennis»

  • Wo? am 29.10.2015 22:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ?

    Das gibt es bei den grossen Spiele doch schon lange.? Was soll da neu sein?

    • FJ am 29.10.2015 22:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wo

      Da wird das sogenannte Hawk-Eye verwendet.

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  • W Frog am 29.10.2015 21:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts neues

    Also die Idee finde ich ja nicht wirklich super toll. Das sowas möglich ist weiss man schon lange. Nur ist überhaupt bedarf dafür da? Bei grossen Tunieren gibt es die Schiedsrichter und die Zeitlupe, das reicht vollkommen. Die andere Frage ist wie lange hält so ein Platz? Was ist mit der Gefährlichen Strahlung? Die Tennisspieler sind ganz sensible Menschen.

  • Albert Zweistein am 29.10.2015 20:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht immer nur der Sport

    Die schlauen Köpfe sollten sich lieber mal anstrengen und etwas erfinden, was der Allgemeinheit zu Gute kommt und nicht immer nur dem Sport. Im Sport geht immer alles ums grosse Geld - siehe Fifa, Formel 1, etc. Auch sollte die Jury den Fokus auf die Allgemeinheit legen und diese Erfindungen auch oder eher prämieren...

    • Stefan am 29.10.2015 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Albert Zweistein

      Das eine schliesst das andere nicht aus, wenn Entwicklungen im Breitensport ankommen, bringt das auch der Allgemeinheit etwas. Nur weil es sie nicht betrifft, heisst es nicht, dass es Sinnlos ist, hauptsache sich beschweren.

    • gusti am 29.10.2015 21:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Stefan

      wenn man bedenkt dass z.b. die damalige technik in formel 1 autos in allen fahrzeugen zu finden ist, hat doch wieder fast jeder etwas davon profitieren können...

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