Autohandel

30. Mai 2012 16:53; Akt: 30.05.2012 16:53 Print

Amag verzeichnet deutlich mehr Grauimporte

Der grösste Autoimporteur der Schweiz, Amag, verzeichnet einen Anstieg der Grauimporte von 2 auf 11 Prozent. Grund sind die Preisunterschiede zwischen der Schweiz und der EU.

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Als Importeur müsse man sich damit arrangieren, dass es plötzlich Möglichkeiten gebe, im Ausland Schnäppchen zu machen, sagt Amag-Chef Morten Hannesbo. (Bild: Keystone)

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Amag-Chef Morten Hannesbo hat keine Freude an der Millionen-Busse, welche die Wettbewerbskommission über den Autohersteller BMW verhängt hat. «Glücklich bin ich darüber sicher nicht», sagt er im Interview mit der «Handelszeitung». Die Weko habe nicht bei Amag angeklopft. «Die Amag agiert absolut gesetzeskonform.»

Als Importeur müsse man sich damit arrangieren, dass es plötzlich Möglichkeiten gebe, im Ausland Schnäppchen zu machen. «Verhindern lässt sich das nicht. Auch nicht mit Verträgen», so Hannesbo. Er habe Verständnis, wenn Schweizer in Deutschland Autos kaufen. Das sei legitim. Den Preis dafür zahlen die Schweizer Autobranche und die Schweizer Wirtschaft.

Marktanteil gesteigert

Hannesbo bezeichnet die Preisunterschiede zwischen der Schweiz und dem europäischen Ausland als berechtigt. «Bei uns darf ein Auto 5 bis 10 Prozent teurer sein als im Ausland. Mehr aber nicht. 20 oder 30 Prozent sind zu viel.» Die Quote der Grauimporte habe auch bei Amag zugenommen. «Heute liegt die Grauimportquote bei 11 Prozent, zuvor bei rund 2 Prozent.»

Die Statistik, wonach Junge weniger Auto fahren, macht Hannesbo keine Sorgen. «Ich kann nur sagen, dass sich das bei den Amag-Kunden nicht zeigt. Wir stellen keine Veränderungen fest.» Das Auto werde wichtig bleiben, weil sich gewisse Strecken mit ÖV nicht ähnlich effizient erschliessen lassen wie mit dem Auto.

Den Marktanteil hat Amag nach eigenen Aussagen weiter gesteigert. «In den ersten beiden Monaten erreichten wir das Ziel eines Marktanteils von 30 Prozent.» Ende April lag er bei 28,8 Prozent. Das letzte Jahr schloss der Autoimporteur von Marken wie Audi, VW und Skoda mit einem Marktanteil von 26,6 Prozent ab.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz Wegmüller am 30.05.2012 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    Den Preis zahlt...

    die Schweizer Autobranche, ja. Die Schweizer Wirtschaft hingegen nicht, da die Autos ja auch nicht in der Schweiz hergestellt oder weiterverarbeitet worden sind. Und man fragt sich schon, wieso grad im Autobereich die Schweizer derart zur Kasse gebeten werden, sind hier doch grad Autos im oberen Preissegment sehr gefragt. Schliesslich zahlen wir für ähnliche Luxusprodukte nämlich teils wesentlich weniger als im Ausland (Champagner, Apple-Gadgets etc.)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Franz Wegmüller am 30.05.2012 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    Den Preis zahlt...

    die Schweizer Autobranche, ja. Die Schweizer Wirtschaft hingegen nicht, da die Autos ja auch nicht in der Schweiz hergestellt oder weiterverarbeitet worden sind. Und man fragt sich schon, wieso grad im Autobereich die Schweizer derart zur Kasse gebeten werden, sind hier doch grad Autos im oberen Preissegment sehr gefragt. Schliesslich zahlen wir für ähnliche Luxusprodukte nämlich teils wesentlich weniger als im Ausland (Champagner, Apple-Gadgets etc.)

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