«Bilanz»-Ranking

30. Juni 2017 13:06; Akt: 30.06.2017 14:58 Print

Die besten Städte – und wo du nicht wohnen willst

Zwei Zürcher Städte landen in puncto Lebensqualität ganz vorn im Ranking der «Bilanz». Den letzten Platz belegt eine Stadt im Berner Oberland.

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Die Zürcher Stadt Horgen landet im «Bilanz»-Ranking wie im vergangenen Jahr auf Platz 15. In der Kategorie Steuerattraktivität schneidet Horgen besonders gut ab. Platz 14 geht an die Aargauer Stadt Lenzburg. Im Bild: Schloss Lenzburg. Wallisellen folgt auf dem 13. Rang. In der Kategorie Bevölkerung und Wohnen rangiert der Zürcher Ort von allen Städten an zweiter Stelle. Platz 12 geht an die Stadt Baden im Kanton Aargau. In der Kategorie Kultur und Freizeit schneidet die Stadt schweizweit am besten ab. Die Zürcher Stadt Uster landet im «Bilanz»-Ranking wie im vergangenen Jahr auf Platz 11. Im Bild: Wohnungen im Zellweger-Park. Lausanne hat es gerade noch in die Top Ten geschafft: Platz 10. Punkte gab es bei Kultur und Freizeit sowie bei den Besonderheiten der Stadt. Platz 9: Genf. Arbeitsmarkt, Mobilität und Besonderheiten der Stadt gehören laut dem «Bilanz»-Ranking zu ihren Stärken. St. Gallen folgt auf Rang 8. Im Bereich Bildung und Erziehung gehört die Stadt zu den absoluten Spitzenreitern. Bei der Steuerattraktivität ist das Gegenteil der Fall. Basel findet sich auf der siebten Position. Bei Bildung und Erziehung verbesserte sich die Stadt auf den ersten Platz. In der Kategorie Erholung reicht es dagegen nur für Platz 145 von 162. Luzern hat als einzige Stadt in den Top Ten gegenüber dem Vorjahr Plätze verloren: Vom 4. Platz ging es runter auf Platz 6. Nur in den Bereichen Einkaufsinfrastruktur und Steuerattraktivität konnte sich Luzern verbessern. In sechs Kategorien fiel die Bewertung dagegen tiefer aus als 2016. Die Stadt Aarau macht dagegen einen Rang gut und ist neu auf Platz 5. Auch für die Bundesstadt Bern geht es einen Rang nach oben: Platz 4. Grund dafür ist etwa das verbesserte Wohnungsangebot. Das Podest bleibt unverändert. Platz drei: Winterthur. Die Stadt Zug kann Rang zwei für sich beanspruchen. In den Kategorien Einkaufsinfrastruktur und Besonderheiten der Stadt schneidet Zug jeweils am besten ab. Und auch bei der Steuerbelastung kann der Hauptort punkten. Wie bereits im Vorjahr liegt Zürich an der Spitze. Die Stadt schneidet in fast allen Kategorien sehr gut ab. In den Bereichen Bevölkerung und Wohnen sowie Erholung konnte Zürich zudem weiter zulegen.

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Zum neunten Mal hat die «Bilanz» ihr Städte-Ranking veröffentlicht. Das Wirtschaftsmagazin kürt dabei die Städte mit der höchsten Lebensqualität. Zürich, Zug und Winterthur verteidigten ihre Spitzenplätze.

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In den Top 15 hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur wenig verändert: Luzern verliert auf Kosten von Aarau und Bern etwas an Boden. Bern konnte einen Platz gutmachen und rangiert neu auf Platz vier. Die Bundesstadt schneidet in Sachen Arbeitsmarkt von allen untersuchten Städten am besten ab. Bern profitiere von den relativ sicheren Arbeitsplätzen der Verwaltung sowie der staatsnahen Betriebe, erklärt die «Bilanz».

Grosse Zentren schneiden gut ab

Das Ranking hat den Anspruch, die Lebensqualität von insgesamt 162 Schweizer Städten abzubilden. Dabei untersucht das Beratungsunternehmen Wüest Partner elf verschiedene Indikatoren vom Arbeitsmarkt über das Kulturangebot, die Steuerattraktivität bis hin zu Besonderheiten der Städte. Jede der elf Kategorien setzt sich dabei aus verschiedenen Variablen zusammen. Die Grösse des Erholungsgebiets im Verhältnis zur Stadtfläche fliesst etwa in den Indikator Erholung ein. Alle elf Bereiche werden zu gleichen Teilen gewichtet.

Wie im Vorjahr dominieren die grossen Zentren. «Sie bleiben attraktiv, ziehen mit ihrem Kultur- und Freizeitangebot weitere Leute an, und das obwohl die Mieten oder Kosten für ein Eigenheim vergleichsweise hoch sind», zitiert die «Bilanz» Patrick Schnorf von Wüest Partner.

Rang 162 für Steffisburg

Je nach Zielgruppe schneiden allerdings auch kleinere Städte sehr gut ab. Die Zuger Städte Steinhausen und Baar sowie Kloten seien etwa für Doppelverdiener ohne Kinder besonders attraktiv. Und auch mittelgrosse Regionalzentren wie Affoltern am Albis, Yverdons-les-Bains oder Neuenburg hätten weiter zulegen können.

Wie bei den vordersten drei Plätzen hat sich auch auf den hintersten drei Plätzen gegenüber dem Vorjahr nichts verändert. Die Berner Oberländer Stadt Steffisburg bildet das Schlusslicht, hinter der Neuenburger Uhrenstadt Le Locle und Spiez.

(lin)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tobias am 30.06.2017 13:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles Quatsch

    Diese Städterankings sind doch der reinste Quatsch. Jeder gewichtet doch die Punkte Erholung, Kultur, Freizeit, Bildung, Verkehr, usw. anders.

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  • RRR am 30.06.2017 13:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Am schönsten ist es immernoch auf dem Land aufzuwachsen.

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  • Hectopascal am 30.06.2017 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Dichtestress

    Alleine der Dichtestress sollte bei den grösseren Städten 50% der Punkte abziehen. Wie lange wird es dauern, bis der Letzte merkt, dass der Mensch RAUM braucht und nicht 24h eingepfercht leben kann, physisch und psychisch. Die Zukunft liegt in den ländlichen Kleinstädten mit gutem Anschluss.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Der Rheintaler am 02.07.2017 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    Nur noch Schikanen im Dorf

    Ich habe gerne 30 Jahre in meiner Gemeinde gelebt. Seit wir einen Grünen Gemeinderat haben wird das Fortbewegen zur Qual, überall Verbauten, Blumenkisten, Plastikpfähle in jeder Strasse. Die Hauptstrasse wird so verengt dass 2 Lastwagen zum Kreuzen auf die überbreiten Trottoirs ausweichen müssen.

  • B. Schweizer am 01.07.2017 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zürich

    Ich würde niemals in Zürich leben wollen!

  • Marcel am 01.07.2017 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Ledersessel Statistik

    Als "Bilanz" würde ich mir 2x überlegen, ob ich eine solch überbezahlte Studie von einem inkompetenten Büro in Auftrag geben würde. Was da raus kommt ist völliger Quatsch und hat nun wirklich nichts mit der Realität zu tun. Aber zu diesem Zweck müsste man halt vielleicht den Ledersessel verlassen und ein paar Leute fragen... ufff. Viel zu anstrengend.

  • Thomas Stäubli am 01.07.2017 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    Aegeri 4ever!

    Wenn man Ober- und Unterägeri bevölkerungsmässig addiert, so hat "Aegeristadt" auch mehr als 10'000 Einwohner und würde klar auf Rang 1 landen.

  • sigi am 01.07.2017 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaubwürdig.

    zürich auf Platz 1... Da verliert die Studie schon die Glaubwürdigkeit. Nie im leben möchte ich in einer so überfühlten hektischen und unfreundlichen Stadt leben.

    • Alt - Zürcher am 01.07.2017 10:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @sigi

      Genau solche Aussage, wie Du, macht Zürich schlecht! Ich als waschechter Zürcher ist es neben Lausanne die SCHÖNSTE STADT! In Zürich hat es sehr schöne, ruhige Plätze! Man muss nur wissen wo! Komm nach Zürich, ich zeige es Dir und Du wirst staunen! Was die Leute betrifft, in anderen Städte sind die Leute genau auch so!

    • TomH am 01.07.2017 17:05 Report Diesen Beitrag melden

      Zürich und Genf gesnoppt

      Alt Zürcher, teilweise haben Sie recht aber nie im Leben sind die Leute in anderen Städten genau so! Nie! Vielleicht noch in Genf

    • Hildi am 01.07.2017 22:20 Report Diesen Beitrag melden

      @Alt - Zürcher

      das WO wird aber schon immer schwieriger und um ruhig zu wohnen muss man entweder Beziehungen haben oder eine ganz dicke Lohntüte, um überhaupt noch eine Chance zu haben.

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