Schnäppchenpreise

04. Juni 2012 22:28; Akt: 04.06.2012 22:37 Print

Asiaten lassen Schweizer Kunst links liegen

von Leo Hug - Kunstgierige Asiaten lassen Schweizer Künstler links liegen. Die in Zürich versteigerten Werke gingen für Zwergenpreise weg.

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Kam bei Sotheby’s unter den Hammer: «Mädchenbildnis» von Albert Anker.

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97 Schweizer Kunstwerke mit einem Schätzwert von 9,1 bis 12,1 Mio. Franken wurden am Montag bei Sotheby’s in Zürich versteigert. Von Rekordstimmung war allerdings nichts zu spüren. Den höchsten Preis erzielte ­Albert Ankers «Mädchenbildnis» von 1885 mit gut 1,4  Mio. Franken. Ein Telefonkäufer erhielt den Zuschlag beim unteren Schätzpreis.

Verglichen mit den aktuellen Rekordpreisen an internationalen Auktionen (119 Mio. Dollar für Munchs «Schrei») ist das Preisniveau von Schweizer Kunst bescheiden. «Wäre Anker etwa Franzose, würden seine Spitzenbilder fünfmal höhere Preise erzielen», glaubt Christian von Faber-Castell. Laut dem Kunstmarkt­experten von «Finanz und Wirtschaft» sind bei Schweizer Künstlern Preise über eine Million schon spitze. Der Grund: Die kunstgierigen Asiaten haben die Schweiz noch gar nicht entdeckt.

Rund 90 Prozent der Käufer sind Schweizer

«Noch ist es ein Spezialmarkt mit überdurchschnittlich vielen Schweizer Privatsammlern und erst wenigen Amerikanern, die gemerkt haben, dass Schweizer Kunst relativ günstig ist», erklärt Faber-Castell. Urs Lanter, Leiter der Abteilung für Schweizer Kunst bei Sotheby’s, schätzt, dass rund 90 Prozent der Käufer Schweizer sind.

Nicht in die Kategorie «Schweizer Kunst» fallen Werke von Schweizer Künstlern, die als «Internationale» gelten. So versteigert Sotheby’s Werke von Alberto Giacometti in New York oder London und zwar in einer deutlich höheren Preiskategorie: Vor zwei Jahren wechselte Giacomettis «L’homme qui marche I» für den Rekordpreis von 65 Mio. Pfund die Hand.

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