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Kartellabsprachen
01. November 2012 11:04; Akt: 01.11.2012 12:00 Print
Razzien bei Engadiner Baufirmen
Mehrere Bauunternehmen im Unterengadin haben unangemeldeten Besuch von der Wettbewerbskommission erhalten. Es besteht der Verdacht von illegalen Absprachen.
Die Wettbewerbskommission ermittelt gegen Baufirmen wegen Wettbewerbsabsprachen im Unterengadin. Am Mittwoch und Donnerstag durchsuchte sie die Büroräumlichkeiten mehrerer Unternehmen.
Die Untersuchung wurde am Mittwoch eröffnet, wie Weko-Direktor Rafael Corazza am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte. Zuvor hatte der Baukonzern Implenia bereits mitgeteilt, dass seine Niederlassung in Zernez GR durchsucht worden war.
Das Unternehmen kooperiere mit den Behörden. Parallel zu den Weko- Ermittlungen habe Implenia ausserdem eine interne Untersuchung eingeleitet, sagte Mediensprecher Philipp Bircher auf Anfrage.
Bauprojekte und Kunden aufgeteilt?
Die Weko habe Hinweise auf Wettbewerbsabsprachen im Hoch-, Tief- und Strassenbau im Unterengadin erhalten, sagte Corazza. Woher die Hinweise kamen, sagte er nicht.
Wie es in einer Medienmitteilung vom Donnerstag heisst, dienten die Absprachen unter den Unternehmen dazu, die Zuteilung von Ausschreibungen zu koordinieren sowie Bauprojekte und Kunden aufzuteilen. Genauere Angaben dazu machte Corazza nicht. Auch liess er offen, gegen wie viele Unternehmen ermittelt wird.
Am Donnerstag will die Weko die Durchsuchungen der Büroräumlichkeiten abschliessen. Wann das Verfahren abgeschlossen werden wird, könne noch nicht gesagt werden, so Corazza. Erfahrungsgemäss dauere eine Untersuchung rund 18 Monate.
(sda)
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Viel Lärm um nichts...
Die Weko gibt sich gerne als Hüterin des Wettbewerbs, welche die bösen Firmen mit grossen Bussen abstraft. Nur wenige dieser Bussen werden später von einem Gericht bestätigt (siehe Swisscom). Ich wette, dass der Swisscom dadurch ein immenser Schaden entstanden ist, der ganz sicher wieder via Konsumenten ausgeglichen wird.