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19. März 2010 08:29; Akt: 19.03.2010 10:49 Print
PubliGroupe schreibt tiefrote Zahlen
Der Werbe- und Medienkonzern PubliGroupe ist auch 2009 deutlich in der Verlustzone geblieben. Analysten hatten ein anderes Ergebnis erwartet. Die Aktien sind gefallen.
Mit einem Reinverlust von 20,9 Millionen Franken konnte das negative Ergebnis des Vorjahres von 42,1 Millionen Franken aber mehr als halbiert werden, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Finanzanalysten hatten allerdings einen kleineren Verlust erwartet. Der Einbruch bei der Vermarktung der Pressewerbung um mehr als einen Viertel löste einen Umsatzrückgang von 24,1 Prozent auf 1,609 Milliarden Franken aus. Die Aktionäre müssen gemäss dem Antrag des Verwaltungsrats auf eine Dividende verzichten. Im Jahresabschluss wurden einmalige Restrukturierungskosten von 10,8 Millionen Franken verbucht. Im vorwiegend im Pressebereich tätigen Geschäft von Media Sales-Publicitas wurden 318 Stellen oder 17,7 Prozent des Personalbestands abgebaut. Netto wurden damit Kosten in der Höhe von 44,3 Millionen Franken gespart. Im laufenden Jahr soll der Spareffekt des Abbaus weitere 38 Millionen Franken ausmachen. Auf Konzernstufe sank der Personalbestand um 12,8 Prozent. Im Ausblick rechnet die PubliGroupe aber auch für 2010 mit einem weiteren Verlust im Bereich Media Sales, während 2011 wieder ein finanzielles Gleichgewicht bringen sollte.
Finanzanalysten hatten einen kleineren Verlust erwartet.(Bild: Keystone)
Aktie gefallen
Die Aktien des Werbevermarkters PubliGroupe sind am Freitag nach der Vorlage eines enttäuschenden Jahresergebnisses abgesackt. Sowohl der Jahres- als auch Betriebsverlust fielen höher aus als befürchtet.
Der Kurs der Aktie stürzte nach Handelsbeginn um 4,7 Prozent ab auf 101 Fr. und notierte auch um 10.30 Uhr bei diesem Wert. Derweil zeigte sich der Gesamtmarkt mit einem Plus von 0,3 Prozent von seiner freundlichen Seite.
Der Jahresverlust war höher als befürchtet und das Westschweizer Unternehmen lässt die Dividende ausfallen. «Umsatz und Betriebsergebnis liegen unter den Erwartungen. Das einzige, was höher ausgefallen ist als erwartet, ist der Reinverlust», sagte ein Händler.
Mit Blick auf die Zukunft geben sich sowohl die Zürcher Kantonalbank (ZKB) als auch die Bank Vontobel zurückhaltend. PubliGroupe befinde sich in einer Transformationsphase, in der die Abhängigkeit von den klassischen Medien und Werbemärkten abnehmen soll. Diese Transformation brauche Zeit, weshalb die ZKB nicht von einer schnellen Ergebnisverbesserung ausgeht.
(dapd)
























