Marc Faber

23. November 2010 23:00; Akt: 24.11.2010 12:46 Print

«Die USA sind wohl heute schon pleite»

von Adrian Jäggi - Der Crash-Prophet hielt am Dienstag in Basel einen Vortrag über das aktuelle Geschehen an den Finanzmärkten. In einem Gespräch mit 20 Minuten rät er, die Anlagen gut zu diversifizieren.

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Der Zürcher «Untergangsprophet» Marc Faber. (Reuters)

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Ist nach den jüngsten Entwicklungen Irland jetzt die grösste Gefahr für unsere Wirtschaft?
Marc Faber: Im europäischen wie im weltweiten Vergleich ist Irland klein und unbedeutend. Es zeigt aber auch, dass die Europäer Geld drucken müssen – sonst nämlich fällt der Euro auseinander.

Wie lange kann sich denn der Euro noch halten?
Die Währung ist langfristig angeschlagen. Ich gehe davon aus, dass der Euro kurzfristig fallen kann. Zwar sind die USA Weltmeister im Gelddrucken, die Europäer stehen ihnen aber nur in wenig nach.

Den USA haben Sie ja bereits den Bankrott erklärt.
Die USA sind höchstwahrscheinlich schon pleite. Staatsschulden und Ausstände im Bereich Medcare sind sechsmal höher als das Bruttosozialprodukt.

Ist der aktuelle Goldboom gerechtfertigt?
Ich glaube, im Gold sehen wir keine Blase. Es kann sicher mal eine Korrektur geben. Trotzdem rate ich, jeden Monat ein wenig Gold zu kaufen.

Und wie haben Sie denn Ihr eigenes Geld angelegt?

Ein grosser Goldanteil und ein hoher Cashflow entsprechen meinem Risikoprofil. Allgemein ist es besser, in Aktien, Immobilien und Edelmetall investiert zu sein statt in Staatsanleihen.