Studie

04. Juni 2016 23:40; Akt: 04.06.2016 23:40 Print

Jungs, lest Bücher, dann werdet ihr reich

Je besser der Zugang zu Büchern im jungen Alter, desto mehr verdienen Männer im späteren Leben. Das haben italienische Forscher herausgefunden.

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Buben, die mit mehr als zehn Büchern in ihrem Haushalt aufwachsen, haben später bessere Verdienstchancen. In der folgenden Bildstrecke zeigt 20 Minuten zehn lesenswerte Sachbücher. Komplexe Themen so runterzubrechen, dass sie nicht nur verständlich, sondern auch unterhaltsam sind, ist das grosse Talent der (Carl Hanser) wird die wenig lebensfreundliche Umgebung um uns herum unter die Lupe und aufs Korn genommen. Allein der Gedanke an Statistiken lässt viele Menschen gähnen. Dass der Umgang mit Zahlen durchaus spannend ist und die Fehlinterpretation zu mitunter Kuriosem führt, beweist Ökonom Walter Krämer in der aktualisierten Neuauflage von (Campus). Wie schmecken australische Sägespäne? Was macht das Würstchen unter der Dusche? Und wie wird aus Klärschlamm Gulasch? Ernährungsexperte Hans-Ulrich Grimm zeigt in (DromerKnaur), was in unseren Lebensmitteln wirklich drin ist. Dank Giulia Enders «Darm mit Charme» wissen wir über unseren Darm bestens Bescheid. (Piper) der Autoren Jule Gölsdorf und Tim Boltz schliesst nun alle Wissenslücken zum Thema Blase und Urin. Auf erfreulich unverkrampfte und unterhaltsame Weise. Klar, E = mc² stammt von Albert Einstein. Doch was bedeutet das eigentlich genau? Eine verständliche Antwort darauf liefern der in England durch seine BBC-Sendung bekannte Physiker Brian Cox und sein Kollege Jeff Forshaw. In (Cosmos) zeigen sie, dass theoretische Physik zu verstehen ganz schön praktisch ist. Kämpfende Warane, ein hungriger Wal und ihresgleichen jagende Füchse - das sind die Motive, die 2015 das Rennen um den begehrten «Wildlife Photographer of the Year»-Award gemacht haben. Sie und andere sind in (Knesebeck) zu sehen. Die Menschen verbringen immer mehr Zeit vor dem Rechner. Und das hat Folgen: Ein Zuviel an digitalem Medienkonsum kann u.a. zu Stress, Empathieverlust und Depressionen führen. Darüber informiert Mediziner Manfred Spitzer in (DroemerKnaur). Musikkassetten, Disketten und Rollschuhe: So vieles ist aus unserem Alltag verschwunden, was vor ein paar Jahren noch selbstverständlich war. Ihnen windet der Prestel-Verlag mit dem Bildband ein Kränzchen. Für Nostalgiker und Retro-Fans. Die Terrormiliz Islamischer Staat ist in aller Munde. Der deutsche Publizist (Bertelsmann). Wer denkt, über Depressionen sei nicht zu lachen, der wird von (rororo) berichtet der deutsche Slam-Poet schonungslos von seiner Erkrankung und zeigt, dass Humor ein Lebensretter sein kann. Prädikat: lesenswert.

Fehler gesehen?

Wie viele Bücher Kinder in ihrem Haushalt vorfinden, hat einen Zusammenhang mit dem späteren Einkommen. Das zeigt eine neue Studie der italienischen Universität von Padua. Die Forscher haben dafür Daten von rund 5800 europäischen Männern zusammengetragen.

Umfrage
Haben Sie in Ihrer Kindheit viel gelesen?
61 %
20 %
19 %
Insgesamt 2398 Teilnehmer

In einem ersten Schritt wollten die Wissenschaftler wissen, ob eine längere obligatorische Schulpflicht die Einkommenschancen im späteren Leben erhöht. Ja, war die Erkenntnis: Buben, die ein Jahr länger zur Schule gingen als der Schnitt, verdienten als Erwachsene 9 Prozent mehr.

Es müssen zehn oder mehr sein

Während der Untersuchung stiessen die Forscher auf ein weiteres Resultat: Die Gruppe der Buben mit dem Extra-Schuljahr verdienten sogar 21 Prozent mehr als der Rest, wenn in ihrem Haushalt mehr als zehn Bücher vorhanden waren. Es mussten aber solche sein, die in keinem Zusammenhang mit der schulischen Ausbildung standen – sprich Bücher, die die Kinder freiwillig lasen.

Der Zusammenhang, dass mit der Anzahl gelesener Bücher auch das spätere Einkommen steigt, konnte in der Studie jedoch nicht hergestellt werden. Der springende Punkt sei, dass die Buben mit mindestens zehn Büchern in ihrem privaten Umfeld aufgewachsen seien, so die Autoren – ob nun mit 50 oder 200 Büchern, spiele keine entscheidende Rolle mehr.

Bücher allein sind nicht ausschlaggebend

Die Forscher betonen aber, dass die Bücher nicht der alleinige Grund für den höheren Lohn seien. Kinder, die mit Büchern aufwachsen, hätten mehr Chancen, etwas übers Leben und das Universum zu lernen. «Aber es liegt auch nahe, dass in Haushalten mit vielen Büchern die kulturellen und sozioökonomischen Vorteile ohnehin schon stärker sind», sagt Studienautor Guglielmo Weber.

Für die Studie befragten die Forscher Männer im Alter zwischen 60 und 96 in mehreren europäischen Ländern wie Österreich, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Holland und Schweden.

Welche Bücher haben Sie als Kind am liebsten gelesen? Verraten Sie es uns im Kommentarfeld.

(vb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ABC-Schütze am 05.06.2016 02:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr lesen, besser schreiben

    Wenn man hier in den diversen Kommentaren die Orthografie und die Interpunktion betrachtet, fällt auf, wie sehr das häufigere Lesen von Büchern nötig wäre.

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  • Kommentator am 05.06.2016 00:00 Report Diesen Beitrag melden

    Umgekehrt

    Mal wieder so eine unnütze Studie, welche die Zusammenhänge vertauscht. Wohl eher ist es so, dass Menschen, welche die intellektuellen Fähigkeiten zu höhren Studien und damit besseren Jobs haben, auch gerne lesen.

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  • Skepticus am 05.06.2016 00:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Titel

    Im Text steht, dass in der Studie kein Zusammenhang mit den vorhandenen Büchern sowie dem späteren Verdienst nachgewiesen werden konnte. Der Titel zum Artikel stimmt demnach nicht.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Prinz Ip am 05.06.2016 22:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu Spitzenzeiten...

    ... las ich 7 Bücher pro Woche, welche ich jeweils in der Dorfbibliothek ausgeliehen hatte.

  • thöme am 05.06.2016 22:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    knapp daneben

    ich wohne direjt neben der bibliotheke... hallo? das zählt doch auch

  • Roger am 05.06.2016 19:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Buch gelesen

    Als Kind habe ich kein einziges Buch bis zum Schluss gelesen. Vorletztes Jahr schrieb ich ein Buch das es jetzt im Buchhandel gibt. Ist das nicht komisch?

  • Peter G. am 05.06.2016 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Forscher haben herausgefunden ...

    ... dass es Forscher gibt, die Forscher untersucht haben, und dabei Forscher entdeckt, die tatsächlich bei einer Studie herausgefunden haben, dass es Forscher gibt, die komplett unnütze Studien betreiben.

  • Thomas am 05.06.2016 16:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinnfreie Studien

    Herrlich JUNGS lest Bücher dann werdet ihr Reich. So sieht also die gelebte Gleichberechtigung aus. Bildet Buben, vergesst die Mädchen. Studien die die Welt nicht braucht.