Technisches Problem

11. Februar 2014 02:19; Akt: 11.02.2014 02:19 Print

Bitcoin-Kurs abgestürzt

Der grösste Bitcoin-Händler hat den Handel mit der Internetwährung vorübergehend ausgesetzt. Grund sei ein Fehler im Bitcoin-Protokoll.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Gestern in der Früh ist der Bitcoin-Kurswert von etwa 700 auf unter 600 US-Dollar pro Bitcoin abgestürzt. Der Kursverlust folgte einer Erklärung des weltweit grössten Bitcoin-Händlers Mt.Gox, in der dieser erklärte, den Handel wegen «ungewöhnlichen Aktivitäten» in ihren Bitcoin-Brieftaschen länger als erwartet auszusetzen. Es gäbe «Transaktionen, die näher untersucht werden müssten». Dies meldet der «Business Insider». Vor der ersten Aussetzungs-Ankündigung lag der Kurs gar bei über 900 Dollar pro Bitcoin.

Bei den Untersuchungen habe man festgestellt, dass die Brieftaschen «Mutationsfehlern» (malleability errors) unterworfen seien. Diese Fehler machen es theoretisch möglich, Bitcoins zu stehlen oder doppelt auszugeben. Deshalb habe man den Handel ausgesetzt. Ob es zu solchem Diebstahl kam oder nicht, ist offen.

Mt.Gox schreibt weiter, der Fehler liege im Bitcoin-Protokoll selber und man arbeite mit den Entwicklern an der Behebung dieses Fehlers (Fix). Der Handel werde wieder ermöglicht, wenn der Fix geprüft und standardisiert sei.

Fehler nicht so gravierend

Einer dieser Entwickler, Greg Maxwell, hatte die Unregelmässigkeiten bereits öffentlich gemacht, bevor Mt.Gox dies bekannt machte und reagierte. Maxwell sagte gegenüber dem «Business Insider»: «Ich habe keine Ahnung, warum sie (Mt.Gox) auf uns Entwickler warten.» Ihm sei kein Grund bekannt, warum Bezüge von Mt.Gox-Konten ausgesetzt werden sollten.

Seiner Meinung nach sei das Problem nicht so gravierend, dass es einer derart dramatische Reaktion bedürfe: «Ich erkenne, dass viele Leute um Bitcoin besorgt sind (…). Dass es nichts zu befürchten gebe, macht diese Leute auch nicht glücklicher, aber das ist der beste und korrekteste Rat, den ich diesen Leuten geben kann.»

Ein anderer Kern-Entwickler, Gavin Andreesen, schreibt in einem Blogbeitrag, der Fehler liege nicht im Bitcoin-Protokoll, sondern in den höchst individuellen Geldbörsen von Mt.Gox. Dieser Fehler sei schon seit längerem bekannt.

(pwe)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fab Fed am 11.02.2014 04:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    MtGox Abgestürzt | Coinalytics

    Vielleicht sollte man den Titel auf "MtGox abgestürzt" ändern, Bitstamp handelt unverändert auf $700US. Der erwähnte Fehler ist des weiteren seit längerem bekannt und im Bitcoin Wiki dokumentiert. @Coinalytics

  • Felix am 11.02.2014 04:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zeitungsente

    Der Handel von hier aus läuft jedenfalls problemlos weiter.

    einklappen einklappen
  • TrickTickSick am 11.02.2014 05:58 Report Diesen Beitrag melden

    Kurze Rede kurzer Sinn

    Bares ist wahres. Ich bin IT-ler. Und gerade deswegen: virtuell ist virtuell, physisch ist physisch (ausser man glaubt an die Matrix) :-)

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Henry Larve am 11.02.2014 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    Bitcoin...leider nein

    Es gäbe scheinbar Leute, die in dieser hoch spekulativen und volatilen Währung das Geldsystem der Zukunft zu sehen... Auch Ewiggestrige sollten mittlerweilen erkannt haben, dass es eine Zentralbank benötigt, die den Geldfluss kontrolliert und damit es nicht zu solchen Fiaskos wie hier kommt.

    • Händler am 11.02.2014 08:01 Report Diesen Beitrag melden

      ?? Profit!

      Wer will das System schon ernsthaft nutzen? Es geht allen nur um Profit. Man merkt das stark, wenn man sich in dieser Szene ein wenig auskennt.

    • effe am 11.02.2014 09:26 Report Diesen Beitrag melden

      @henry

      ne sorry du hast nichts kapiert. Die Zentralbanken sind GENAU das Problem. Bitcoins sind nicht viel unsicherer wie andere Geld, Dollar ist durch NICHTS gedeckt, und das Gold für die anderen Währungen ist ja auch irgendwo. Im Moment sind die Banken ja nur so am Geld drucken und Vermögen am vernichten. Verteilung von unten nach oben. Warum muss ein Staat mehr zurückzahlen als er ausgelehnt hat (zins) das führt zum Wachstumszwang und zerstört unsere Welt!

    • aladin am 11.02.2014 09:27 Report Diesen Beitrag melden

      @Henry

      Bitcoins haben wenigstens eine Endgrenze, alle andere Währungen nicht, und die meisten davon sind auch nicht gedeckt. (US.Dollar z.B.)

    • Mathias am 11.02.2014 10:56 Report Diesen Beitrag melden

      Deflation

      Diese "Endgrenze" ist nicht unbedingt gut. Deflation ist genauso schlecht wie Inflation. Ausserdem gehen laufend Bitcoins verloren (Wallets auf Computern z.B. die vernichtet werden, weil man keine Backups gemacht hat etc.)

    • Supermario am 12.02.2014 13:01 Report Diesen Beitrag melden

      @aladin

      Wo soll die "Endgrenze" von nichts sein; erhöht sich der Wert eines Bitcoins muss logischerweise mehr reales dafür bezahlt werden. Das kann bis nahezu unendlich weitergehen und Bitcoins unterliegen genau den gleichen Wertschwankungen wie andere Währungen auch. Im Prinzip noch viel schlimmer, weil keine Steuerung der Geldmenge möglich ist, im Gegensatz zu "normalen" Währungen.

    • braindead am 12.02.2014 14:59 Report Diesen Beitrag melden

      @effe

      Sie beschreiben hier, was passiert, wenn ein Staat immer mehr Schulden aufnimmt zwecks Ausgaben, welche nicht die Produktivität erhöhen. Wer kein Wachstum hat, braucht auch keine neuen Kredite, er muss ganz einfach von dem leben, was er hat!

    • Bitcoin am 12.02.2014 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Bitcoin

      Der Bitcoin würde trotzdem länger überleben als das Papiergeld das wir kennen. Leider sind ja Politiker und Bänker gegen die Währung

    einklappen einklappen
  • Rafael am 11.02.2014 06:46 Report Diesen Beitrag melden

    Platz

    Und dahin ist die Blase.

  • Geldliebhaber am 11.02.2014 06:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Und sowas soll Zukunft haben? Klar gibt es einige, die damit wirklich Geld machen können. Aber genau aus solchen Gründen ist das Ganze doch nur eine Spielwiese.

  • Gnomi am 11.02.2014 06:12 Report Diesen Beitrag melden

    Die Superwährung

    Ich bin voll der IT Freak, aber die superwährung war mit noch nie Sympatisch. Sie hat keinen Gegenwert, und ist in dem schlimmer als Aktien. Was macht man jetzt Die währung wurde ausgesetzt. Jetzt kann man nichtsmehr zahlen. Sowas gibts bei anderen Währungen nicht. Sie haben zwar wertverlust aber man bekommt immernoch was

    • Heinrich Übel am 11.02.2014 08:06 Report Diesen Beitrag melden

      Gegenwert

      Der Schweizer Franken und der Euro haben auch keinen Gegenwert. Das kan man schon lange beseitigt. Das ist nur Papier. Googel mal. :-)

    • Guido am 11.02.2014 08:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Sicher

      Was sagst du da? Sicher kannst di noch mit Bitcoins bezahlen. Noch was, der Kurs fiel auf 102 Dollar/BTC. Die wären wird in nächster Zeit nicht sterben.

    • Peter2000 am 11.02.2014 08:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Gegenwert

      Erm, hat unser Papiergeld einen realen Gegenwert?

    • Peter am 11.02.2014 08:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      unrecht

      Die Währung wurde nicht ausgesetzt! Wer lesen kann ist klar im Vorteil, wie sind sie eigentlich Informatiker geworden?

    • Mike S am 11.02.2014 08:20 Report Diesen Beitrag melden

      IT Freak

      Gnomi. Nennen Sie mir doch bitte was z.B. ein US-Doller für einen Gegenwert hat? im Gunde ist das genau das Selbe.. eine Zahl irgendwo aufgedruckt die keinen Gegenwert besitzt. (Früher Gold, Heute nichtsmehr)

    • braindead am 12.02.2014 15:33 Report Diesen Beitrag melden

      Hinter dem Franken

      steht eine reale Volkswirtschaft mit realen Gütern und Dienstleistungen im Wert von knapp 600 Mrd. pro Jahr (für Materialisten: rund 15'000 t Gold). Was steht hinter dem Bitcoin? Einsen und Nullen sowie die Hoffnung auf Deflation!

    einklappen einklappen
  • TrickTickSick am 11.02.2014 05:58 Report Diesen Beitrag melden

    Kurze Rede kurzer Sinn

    Bares ist wahres. Ich bin IT-ler. Und gerade deswegen: virtuell ist virtuell, physisch ist physisch (ausser man glaubt an die Matrix) :-)

    • aladin am 11.02.2014 09:27 Report Diesen Beitrag melden

      @trickticksick

      die matrix ist realer als du denkst..

    • Pock am 11.02.2014 09:32 Report Diesen Beitrag melden

      Physisch?

      Also ich weiss nicht, wie es Ihnen geht, aber ich kriege 90% meines Lohnes nie wirklich physisch zu sehen.. Ist auch nur eine Zahl im E-Banking System. Ah ja, scheint hier Konvention zu sein, das zu erwähnen: Bin auch IT-ler. :)

    einklappen einklappen