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Böse Vermutung
16. August 2012 16:19; Akt: 16.08.2012 16:47 Print
Ryanair fliegt mit zu wenig Sprit im Tank
Innert weniger Tage musste Ryanair gleich dreimal wegen fast leerer Tanks notlanden. Kritiker vermuten: Um Kosten zu sparen, übt der Billigflieger Druck auf die Piloten aus, mit möglichst wenig Sprit zu fliegen.

Treibstoff ist bei Billigfliegern einer der grössten Kostenfaktorn. (Bild: Keystone/Richard Lea-hair)
Nach drei Notlandungen wegen fast leerer Tanks von Ryanair-Maschinen in Spanien üben deutsche Piloten Kritik an den Fluggesellschaften. Viele Airlines übten Druck auf die Piloten aus, möglichst wenig Treibstoff zu tanken, sagte der Sprecher der deutschen Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC).
«Treibstoff ist der grösste Kostenfaktor, gerade bei Billigfliegern», sagte Sprecher Jörg Handwerg am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Darum versuchten die Fluggesellschaften, möglichst wenig Kerosin zu tanken. Bei Ryanair würden die 20 Prozent der Piloten mit dem höchsten Treibstoff-Verbrauch bei der Airline «psychologisch unter Druck gesetzt», sagte der Sprecher.
In Spanien hatte das Verkehrsministerium am Dienstag erklärt, die Behörden ermittelten nach einer Anzeige des Flughafen-Betreibers AENA gegen Ryanair. Es geht dabei um drei Maschinen des Billigfliegers, die Ende Juli wegen schlechten Wetters von Madrid nach Valencia umgeleitet wurden. Dort beantragen die Maschinen eine vorzeitige Landung, da ihr Treibstoff knapp sei.
Spanische Konsumentenschützer reichten daraufhin Klage gegen den irischen Billigflieger ein. Der Konsumentenschutz-Verband CEACCU fordert eine Strafe von 4,5 Millionen Euro und den Entzug der Betriebserlaubnis für drei Jahre.
Noch Kerosin für 30 Minuten
Ryanair-Sprecher Stephen McNamara erklärte am Donnerstag, die Fluggesellschaft unterstütze die «Untersuchungen zu den drei Notlandungen in Valencia» und sei stets bereit, mit den Behörden zu kooperieren. Ein Ryanair-Sprecher in Spanien hatte auf Anfrage betont, es habe sich nicht um Notlandungen gehandelt, sondern um «normale Landungen».
Die betroffenen Maschinen hatten den Angaben zufolge noch jeweils Kerosin für 30 Minuten Flugzeit, als sie die vorzeitige Landung beantragten. Zuvor hätten die Flugzeuge jeweils rund eine Stunde über Valencia gekreist. Alle Ryanair-Maschinen flögen mit den vorgeschriebenen Mengen Treibstoff, erklärte die Fluggesellschaft.
(sda)
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Alle 30 Kommentare

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Selber schuld
Wer weniger zahlt, muss halt in Kauf nehmen, dass man sich kosten- und sicherheitsmässig an der Limite bewegt. Das nennt man Eigenverantwortung und freie Wirtschaft.
Es ist alles geregelt
Blödsinn! Sorry aber es gibt Richtlinien die eingehalten werden müssen, für alle gelten die gleichen und das ist nicht Freiewirtschaft sondern soziale Marktwirtschaft!
Die Aussage des Bosses macht mir Sorgen
"Notlandungen sind nach Angaben des Ryanair-Chefs Teil des Sicherheitssystems der irischen Fluggesellschaft. Wenn eine Airline Mayday ausruft, dann handelt es sich nicht um eine Notsituation. Sondern das ist ein vorgeschriebenes Verfahren für eine bevorzugte Landung, sagte er. " SPRICH: entweder ist knapp für Ihn normal oder er knausert und lässt sich bevorzugt behandeln auf Kosten der anderen denen die Sicherheit mehr wert ist.
Unsinn
Ich verstehe den Zusammenhang nicht zwischen weniger Kerosin tanken und niedereren Kosten. Flugzeuge der Ryanair sind fast pausenlos im Einsatz. Was sollte es da für einen Wert haben, weniger zu tanken? Die Resten Kerosin werden ja nach der Landung nicht weggeworfen, sondern bleiben für den nächsten Flug im Tank. Es ist also keinen Rappen billiger, weniger zu tanken. Oder??
Exakt
@Genau meine Überlegung. In meinem Auto bleibt der Rest ja auch drin, ob ich volltank oder nicht.
Verbrauch
weniger tanken = weniger Gewicht weniger Gewicht = weniger Verbrauch weniger Verbrauch = Geld sparen
Ja aber...
einen vollen Tank in die Lüfte zu bringen kostet mehr. somit spart man mit halbem Tank bares Geld. Aber Leben zu riskieren für die Buchhaltung... Bad News für das sichere fliegen.